Was wir von Gründern lernen können

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde. Laufend wird gepredigt, dass etablierte Unternehmen Maßnahmen setzen müssen, um ihr Geschäft erfolgreich in die digitale Ära zu transportieren. Alle Experten sind sich einig: Wer sich heute der Digitalisierung verweigert, gehört morgen schon zu den Verlierern. Doch wie lässt sich ein Unternehmen effektiv digitalisieren und welche Handlungsschritte sind dafür erforderlich? Diese Fragen kann ein Blick auf die größte Konkurrenz alteingesessener Unternehmen beantworten. Start-ups sind nämlich Meister der Digitalisierung und perfekt auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters ausgerichtet. Wir haben für Sie die wesentlichen Punkte, in denen sich Start-upsvon etablierten Unternehmen unterscheiden, gesammelt.

1. Flexible Strukturen

Start-ups sind flexibel, agil und darauf ausgerichtet, blitzschnell auf Veränderungen zu reagieren. All das müssen sie aufgrund der Umstände – ständiger Druck von außen und knappe finanzielle Ressourcen – auch sein, um bestehen zu können. Input ständig zu analysieren sowie zu reflektieren ist daher ein Muss. Schnelle Entscheidungs- und Testzyklen gewährleisten das Überleben von Start-ups. Um all das realisieren zu können, bedarf es flexibler Strukturen, die eng an die Bedürfnisse des Marktes geknüpft sind und sich an diesen orientieren. Frei nach dem Konzept, dass die Selbstregulierung des Marktes die internen Abläufe von Start-ups regelt, bestimmt der Markt, was innerhalb des Start-ups passiert. Anstelle des Chefs tritt das gemeinsame Ziel, Fähigkeiten sowie Verfügbarkeiten von Mitarbeitern bestimmen die Aufgabenteilung. Ändert sich die Position des Start-ups auf dem Markt, verändern sich mit dieser auch die Aufgaben und Verantwortungsbereiche der Gründer und Mitarbeiter.

2. Dynamische Hierarchien

Ebenso wie Strukturen sind auch Hierarchien in Start-ups flexibel und nicht starr. Wer jetzt an Anarchie und Chaos denkt, liegt jedoch falsch, denn Hierarchien in Start-ups folgen sehr wohl gewissen Mustern. Nur orientieren sich diese eben nicht an Titeln oder Dienstjahren, sondern an Bedürfnissen sowie Fähigkeiten. Das heißt: Derjenige, der für die aktuell zu bewältigende Aufgabe gerade die größte Expertise mitbringt, wird automatisch zum Teamleiter. Als Leistungsmotivation dient in diesem Fall Anerkennung. Alle gleichberechtigten Mitglieder eines Teams müssen einem von ihnen größere Einflussnahme zugestehen, damit dieser die Teamleitung übernehmen kann. Und das geschieht mit einem durchschlagenden Argument wesentlich einfacher als mit etablierten Hierarchien. Letztendlich kommt diese Vorgehensweise nämlich dem Erfolg des Projektes zugute.

3. Eine offene Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur von Start-ups unterscheidet sich grundlegend von jener etablierter Unternehmen. Dies macht sich nicht nur in den Bereichen Strukturen und Hierarchien bemerkbar, sondern auch noch in anderen Punkten. Als eines der besten Beispiele hierfür gilt ein Start-up, das zu Beginn selbst gehäkelte Mützen verkauft hat. Diese waren so simpel, dass es nicht lange dauerte, bis die ersten Nachahmer auftauchten. Anstatt diese nun – wie bei etablierten Unternehmen üblich – mit aller Vehemenz zu bekämpfen, ging man einen gänzlich anderen Weg und ermunterte die Fans der Mützen zum Nachmachen. Bald schon folgte das Angebot eines Verlages, ein Buch mit Häkelanleitungen zu veröffentlichen. Gesagt, getan, und aus den schnöden Häkelanleitungen wurden umfassende Starterpakete mit Anleitung, Wolle und Nadeln, die noch dazu nur die Hälfte der fertigen Mützen kosteten. Obendrauf gab es noch die originalen Etiketten zum Einnähen. All diese Maßnahmen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette ließen den Gesamtumsatz des Start-ups in allen Bereichen kontinuierlich in die Höhe schnellen.

4. Der effiziente Umgang mit Ressourcen

Start-ups müssen oft genug auf die monetären Zuwendungen liquider Investoren verzichten, da das Potenzial ihrer Ideen häufig nicht erkannt wird. Wie gelingt es ihnen dennoch, scheinbar aus dem Nichts erfolgreiche Unternehmen entstehen zu lassen? Ganz einfach: Sie wissen, wie man selbst knappe Ressourcen gewinnbringend einsetzt. Statt Finanzierungsverhandlungen mit Banken oder anderen Geldgebern und ausgefeilten Businessplänen setzen sie auf einen voll funktions- und einsatzfähigen Prototypen, der sowohl Kunden als auch Investoren von der Tragfähigkeit der Idee überzeugen können muss. Diese Vorgehensweise wird Bootstrapping genannt und bezeichnet nichts Anderes, als sich selbst an den eigenen Schnürsenkeln aus dem Sumpf zu ziehen. Und genau das machen Start-ups oft genug auch: Sie setzen alles auf eine Karte, produzieren einen Prototyp und treiben ihr Projekt Schritt für Schritt voran. Dabei müssen oft genug bereits in den ersten Wochen Umsätze erwirtschaftet werden, um die Geschäftstätigkeit in der Folgezeit aufrechterhalten zu können. Damit dies gelingt, müssen selbstverständlich alle vorhandenen Ressourcen so effizient wie möglich eingesetzt werden.

5. Tragfähige Netzwerke

Der Erfolg von Start-ups hängt maßgeblich von tragfähigen Netzwerken ab. Diese bestehen aus Fans der Idee, Kunden sowie in weiterer Folge auch Investoren. In der Regel werden Kunden auf einen Prototyp aufmerksam und entwickeln sich zu Fans, bis letztendlich auch die Geldgeber auf den Zug aufspringen und das Start-ups unterstützen. Damit dies funktionieren kann, ist es wichtig, dass bereits von Beginn an über Social Media-Kanäle wie Facebook und Twitter eine rege Kommunikation mit Kunden und Fans herrscht. Nicht zuletzt auch, um Feedback zu erhalten und dieses zur Verbesserung des Produktes zu nutzen.

Lerne von Start-ups, neue Wege zu beschreiten

Die digitale Transformation verlangt strikte Einschnitte und Änderungen. Welche das sind und wie Du diese in einem etablierten Unternehmen umsetzen, kannst Du von Start-ups lernen. Diese zeigen Ihnen alternative Herangehensweisen an Geschäftsprozesse auf und weisen Dir so den Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft.

 

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