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Das erfährst Du über mein Experiment in dieser Folge

  • Warum Du Dich selbst als Marke verstehen solltest, um Dein Unternehmen auf das nächste Level zu bringen.
  • Wie Du mit Deiner eigenen Persönlichkeit mehr Wirkung im Außen erzielen kannst.
  • Was Dich gegenüber anderen unterscheidet bzw. ausmacht und wie Du diese Erkenntnis auf Dein Unternehmen überträgst.

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Podcast in Textform

Hallo und herzlich willkommen. Hier ist Norman von MARKENKONSTRUKT.FM. Schön, dass Ihr wieder mit dabei seid, hier bei einer weiteren Episode, einer weiteren Folge meiner Soloshow. Diese Soloshow hat dieses Mal das Thema: „Das Experiment - The code black challenge“.

 

Ich habe mir heute etwas ganz Besonderes für Euch ausgedacht, denn ich schreibe ja schon, wie Ihr vielleicht lest, verschiedene Fachartikel oder auch das Buch, was nächstes Jahr veröffentlicht werden soll zum Thema Markenführung, zum Thema Digitale Markenführung - da geht es immer um die Marke des Unternehmens, die Unternehmensmarke oder Produktmarken.

 

Aber was ist eigentlich mit einem selber? Mit Deiner Persönlichkeit? Bist Du nicht auch Marke? Bist Du Dir eigentlich bewusst, dass Du selbst eine Marke bist? Ist Dir bewusst, dass alle Mechanismen, rund um die Unternehmensmarke auch auf Dich projizierbar, abbildbar sind? Das ist ein ganz spannendes Thema, denn, wenn wenn Du verstanden hast, dass Du selbst eine Marke bist und Du in der Lage bist, Dich selbst als Marke zu führen, in Deinem Business, dann bist Du auch in der Lage, ein Unternehmen hinsichtlich der Marke zu führen oder eine Produktmarke zu führen.  

 

Mein Job ist es, in Unternehmen zu gehen und Unternehmern regelmäßig auf die Nerven zu gehen, wenn irgendetwas mit der Marke nicht stimmt. Wenn die Marke zum Beispiel nicht konsequent genug in allen Maßnahmen, in allen Kanälen, geführt ist. Dann springe ich dort regelmäßig auf das Tablett und sage: Hey hier stimmt was nicht.

 

Das mache ich in einer sehr konsequenten und teilweise auch sehr penetranten Art und Weise, aber es ist wichtig. Denn, ich persönlich habe für mich die Marke als wichtigsten Erfolgsfaktor in einem Unternehmen identifiziert. Wenn das Thema Marke nicht funktioniert, dann funktioniert das in der Regel auch im Markt nicht. Das heißt, es ist ein unglaubliches Potenzial, an dem Thema Marke zu arbeiten. Wenn so jemand wie ich anderen Menschen auf die Nerven geht - und dafür auch noch bezahlt wird - dann muss er natürlich vorher verstanden haben, was die auf der anderen Seite wahrnehmen oder was denen vielleicht in ihrer Wahrnehmung fehlt.

 

Das heißt, ich habe mir selbst vor 15 Jahren ein Experiment auferlegt. Damals sollte das so eine Drei-Monats-Challenge werden. Daraus sind jetzt 15 Jahre geworden und wie der Name schon sagt, ging es um die Farbe Schwarz. Das heißt, ich habe mich vor 15 Jahren entschieden, ausschließlich schwarze Klamotten in meinem Business zu tragen. Das heißt, wer mit mir in den letzten 15 Jahren Geschäfte gemacht hat, hat mich in schwarzen Klamotten kennengelernt. Also, schwarzes Sakko, Anzughose oder schwarze Jeans, schwarzes Hemd - immer ein schwarzes Hemd; keine Krawatte. Um Gottes Willen: Keine Krawatte. Schwarze Schuhe, schwarze Socken usw. Das heißt, ich wollte mit dieser Challenge damals sehen, inwieweit in der Außenwirkung - das ist ja nur die Hülle, das ist nur das, was man als Erstes wahrnimmt - einen Einfluss auf die Menschen, mit denen ich zu tun habe.

 

In den ersten Tagen und in den ersten Wochen gab es da jetzt noch keine große Anmerkung meiner Mitmenschen oder meiner Businesspartner. Aber mit den Wochen und Monaten die vergingen, wurde das immer mehr wahrgenommen, dass wer sich auch öfter mit mir getroffen hat, der mich in schwarzen Klamotten vorgefunden hat. Das war im Grunde so ein Aha-Moment, wo ich gesagt habe: Ok, ich muss dieses Experiment ausweiten. Ich muss es noch konsequenter, noch extremer führen und habe auch Businessutensilien, die ich verwende, bishin auch teilweise in meinem Privatleben, Dinge geschwärzt. Das heißt: Mein Smartphone-Case: Schwarz. Mein Notizbuch: Schwarz. Meine Tasche, die ich zu meinen Terminen mitgenommen habe: Schwarz. Ich wollte damals einen Hund haben. Es war ein schwarzer Labrador. Die Leine des Hundes: Schwarz. Man hat gar nicht gesehen, dass der angeleint war, weil alles Schwarz war. Meine Brieftasche: Schwarz. Meine Visitenkarten: Schwarz. Mein Schreibtisch, auf den ich heute, jetzt, hier schaue: Schwarz. Mein Mikrofonständer: Schwarz. Mein Mikrofon: Schwarz. Ich habe hier noch einen Scanner auf dem Schreibtisch stehen: Schwarz. So eine kleine Sound-Anlage: auch Schwarz. Kopfhörer - da nehme ich nicht die von Apple, weil die sind weiß, also habe ich mir schwarze organisiert.  

 

Und das Krasse, das, was ich Euch damit erzählen möchte: Das sind nur Äußerlichkeiten, von denen ich gerade gesprochen habe. Das Krasse war: Das Umfeld. Die Leute, die mir begegnet sind und die mich wahrgenommen haben, haben das so intensiv erlebt und mich immer wieder darauf angesprochen. „Hey, sag mal: Hast Du keine Klamotten? Du trägst jedes Mal das gleiche Hemd, die gleiche Hose, das gleiche Sakko, die gleichen Schuhe. Was ist denn da los?“ Ich habe dann erklärt: “Hey, ich ziehe jeden Tag ein frisches Hemd an. Ich habe halt 20 davon im Kleiderschrank oder ich habe 20 von diesen Schuhen”.

 

Das muss jeder für sich selber entscheiden, aber für mich persönlich hatte das unglaublich viele Vorteile. Ich kann mich morgens mit geschlossenen Augen anziehen. Ich brauche mir überhaupt keine Gedanken machen, was ich mit irgendwelchen Farben kombiniere oder ob das miteinander passt, sondern ich greife rein und hab es. Wenn ich Hemden kaufe, brauche ich keine Varianten, sondern da habe ich meine Größe, da habe ich meine Farbe und dann kaufe ich das 10 Mal. Genauso mit Schuhen, Hosen, Sakkos. Also, es hat seine Vorteile.  

 

Was ich an dieser Geschichte so spannend fand, weil ich auch immer nach Leitideen suche - für mich muss immer alles einen intelligenten, tieferen Sinn ergeben: Jetzt immer nur Schwarz zu tragen, nur weil das ein Experiment darstellt, das ist eine Geschichte. Aber ich brauchte schon noch einen tiefergehenden Beweggrund und so einen schwarzen Faden. Das heißt, was mich daran so begeistert hat ist, dass alles das, was ich getan habe, wenn ich für ein Unternehmen gearbeitet habe wie TUI, dann haben die ein rotes Markenzeichen und ein rotes Markenzeichen auf Schwarz, leuchtet natürlich. Das heißt, was ich so toll fand, waren einfach Lösungen, die ich entwickelt habe, die durch das Schwarz an mir oder an meinen Arbeitsutensilien geleuchtet haben. Es war keine Konkurrenz da.  

 

Wer das als Kommunikations- oder Grafikdesigner noch von früher kennt: Wir haben Layouts auf schwarze Pappen mit Sprühkleber aufgeklebt, damit das Layout wirken konnte. Das Schwarz reduzierte also den Hintergrund und fokussierte ganz klar auf das Layout, was man dort anschauen konnte. Genauso habe ich das wahrgenommen. Das heißt, alles das, was ich tat, an Lösungen, an Ideen, an Konzepten, an bunten Konzepten. Also alles das, was ich tat, war bunt. Aber alles was mich persönlich betraf, war schwarz. Also reduzierte ich das. Somit wirkte ich, wenn ich jetzt kein Layout für einen Kunden in der Hand habe, natürlich als Person ganz anders, weil ich ja meine Persönlichkeit zeigen konnte ohne dass ein Hawaiihemd abgelenkt hat. Das war ein ganz interessanter Moment, der mich dazu gebracht hat, letztendlich bis heute diese Code-Black-Challenge weiterzuführen.

 

Ich empfehle Euch, einfach mal Spaß zu haben und das vielleicht mal 30-Tage zu testen. Ich würde es nicht weniger machen, denn sonst spürt Ihr die Wirkung nicht. Das ist ein ganz interessantes Experiment. Das ist eine ganz interessante Erfahrung, wenn Ihr das einen längeren Zeitraum macht. Das muss nicht Schwarz sein. Ihr könnt auf Rot, Blau, Grün, Gelb gehen. Aber so, dass Ihr einfach Spaß habt. Ihr könnt auch voll der Papagei sein und nur noch mit Hawaiihemden herumrennen und beobachtet mal die Leute, wie die Euch wahrnehmen. Das ist wirklich eine ganz interessante Erkenntnis.  

 

Das ist ein Teil, also heruntergebrochen auf eine Persönlichkeit, wie Du eine bist, wie ich eine bin, ein Teil der Marke. Ich verbinde Marke mit zwei Begriffen, nämlich Inhalt und Ausdruck. Das was ich gerade erzählt habe, das ist Form, das ist Hülle, das ist das, was man als erstes wahrnimmt. Dazu gehört natürlich auch der Inhalt. Wir alle wissen, Dinge, die sich entwickeln, entwickeln sich immer von innen nach außen. Immer von innen heraus. Das heißt, Marke bedeutet eben nicht nur schwarze Klamotten zu tragen und damit eine Wahrnehmung zu schaffen, sondern Marke bedeutet auch, im Inneren - und jetzt sind wir beim Inhalt - sich Werte zu definieren, Werte festzulegen, für die man steht.

 

Wenn ich besonders verlässlich, präzise und kreativ bin und das in meiner Business-Community besonders hervorsticht, also ich besonders kreativ bin, eine 100%-ige Zuverlässigkeit aufweisen kann und super präzise in meinem Tun bin und mich damit in meiner Business-Community abhebe, trage dann noch schwarz, dann sind die Leute sofort bei Dir und wissen, wann sie dich anrufen müssen. Also auch mal ganz vereinfacht. Ich werde dazu noch ein paar Solofolgen starten, wo ich das Thema Marke im Grunde projiziere - auf uns als Persönlichkeiten.

 

Wenn Ihr diese Werte habt und diese für Euch definiert habt, die Euch auch gegenüber anderen differenzieren, dann nehmt diese Werte, schreibt Euch diese ganz groß an die Wand und überprüft alles, was Ihr tut anhand dieser Werte.

 

Ist die Arbeit, die ich gerade meinem Kunden abliefere, verlässlich? Bin ich im Termin oder bin ich sogar früher? - noch besser, das ist ein kleiner Tipp! Ist diese Arbeit präzise? Habe ich die Erwartungen des Kunden getroffen? Habe ich Sie vielleicht sogar übererfüllt oder will ich dem Kunden etwas ganz Neues an die Hand geben? Bin ich präzise am Bedarf meines Klientels, meiner Zielgruppe? Ist meine Arbeit kreativ? Liefere ich irgendwas ab, was irgendeiner bestellt hat oder liefere ich etwas ab, um dem auf der anderen Seite mehr zu geben, weil er mich als Experte engagiert hat?  

 

Ein kleiner Exkurs auf dem Thema: Ihr bekommt ein Briefing, arbeitet dieses ab, liefert. Das ist dann halt Fließband. Das ist zum Beispiel überhaupt nicht die Art und Weise. So arbeiten wir bei MARKENKONSTRUKT zum Beispiel überhaupt nicht. Sondern ein Briefing ist erst einmal eine Momentaufnahme des Kunden, was unbedingt hinterfragt gehört und in einem Kreationsprozess kann sich das auch verändern. Auch der Bedarf des Kunden kann sich tatsächlich verändern, weil man relativ oft, eigentlich in jedem Projekt entsteht so ein Aha-Effekt, wo der Kunde sagt: Wow, krass. Ich habe gedacht, ich brauche (..) aber dieser Prozess führt mich zu der Erkenntnis, dass ich eigentlich was ganz anderes brauche. Wenn ihr das von einem Dienstleister feststellt, der Euch auf so eine Reise mitnimmt, der Euch hinterfragt und etwas anbietet, womit Ihr nicht gerechnet habt, dann habt Ihr wirklich einen guten Partner. Das mal an dieser Stelle.

 

Das heißt, zurück zum Thema: Marke ist Inhalt und Ausdruck. Inhalte sind - da gehört noch viel mehr dazu - aber zum Beispiel die Werte, die Ihr Euch selbst gebt und die Werte an denen Ihr Eure Arbeit misst. Ein ganz wesentlicher Punkt: Gebt nichts raus, was diesen Werten nicht entspricht. Wenn Ihr mit der Kreativität nicht zufrieden seid oder Ihr nicht zuverlässig liefern könnt, versucht dieses Problem sofort zu lösen. Das sind die schwierigsten Engpässe, die Ihr sofort angehen müsst, die keinen Aufschub dulden. Ruf den Kunden an und sagt ihm “Ich kann aus den und den Gründen nicht liefern. Haben wir die Möglichkeit, dass Teillieferung oder späterer Termin…”. Versuche irgendwie eine Lösung zu finden. Aber mach das rechtzeitig. Auf keinen Fall zu spät.

 

Wenn Ihr mit der Kreativität nicht zufrieden seid, gebt es nicht ab. Überlasst dem Kunden keine Entscheidung. Zum Beispiel passiert es gerade in kreativen Berufen immer wieder, dass ich fünf Layout-Varianten mitbringe: „Lieber Kunde, such’ Dir eine aus“. Dafür bezahlt der Kunde nicht. Der möchte einen Profi haben, der sagt: “Pass mal auf, ich habe mir das angeschaut. Ich habe eine ganz klare Handlungsempfehlung. Hier ist Dein Layout. Ich habe noch eine Alternative dabei, aber die möchte ich Dir nicht zeigen, weil ich sicher bin, dass das unser Problem, unsere Herausforderung lösen wird”. Und natürlich Ausdruck und Form. Schaut mal bei markenkonstrukt.de rein. Ihr werdet da eine ganz zentrale Farbe auf der Website finden und das wird die Farbe Schwarz sein. Das, was dort farbig ist, auf das möchte ich hinweisen, bzw. das möchte ich besonders herausstellen. Dort soll der Fokus gelenkt sein. Das heißt, das was Ihr dort seht - ich habe es vorhin als schwarzen Faden tituliert, ist aber eigentlich der rote Faden - zieht sich durch alle Kommunikationsmaßnahmen und schafft ein ganz besonderes Erlebnis. Ihr seid im Grunde die Zündkerze. Ihr seid der Funke. Ihr seid das Erlebnis selbst. Bei Euch beginnt die Story, die Euer Kunde erlebt. Deswegen ist es so extrem wichtig, dass Du an Dir als Marke unbedingt arbeitest und Dich auch dort weiter entwickelst. Nicht nur an das Unternehmen denken, sondern an Dich persönlich.

 

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