Digitalisierung in Beruf und Freizeit

Die Digitalisierung ist überall auf dem Vormarsch – nicht nur in der Arbeitswelt. Für die meisten Menschen sind digitale Technologien und Kommunikationskanäle mittlerweile auch in der Freizeit zu einem festen Bestandteil ihres Lebens. Egal ob Smartphone, Tablet oder Social Networks, die Digitalisierung hat unser Leben von Grund auf verändert und zahlreiche neue Möglichkeiten der Kommunikation sowie der Vernetzung geschaffen. Nicht nur die Art, wie Menschen miteinander in Kontakt treten, sondern auch viele Arbeitsprozesse haben sich nachhaltig verändert. Und diese Veränderungen sind nach wie vor im Gang. Eine Studie der ibi research GmbH an der Universität Regensburg hat sich dem Thema Digitalisierung der Gesellschaft gewidmet und die damit einhergehenden Veränderungen untersucht. Befragt wurden dabei Experten der Online-Branche. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse, Daten und Fakten für Sie im folgenden Artikel zusammengefasst.

Digital everywhere? – diese Bereiche sind besonders stark von der Digitalisierung betroffen

Beim Voranschreiten der digitalen Transformation ist es ganz logisch, dass diese nicht auf alle Bereiche des Lebens zur selben Zeit die gleichen Auswirkungen hat. So ist es nur selbstverständlich, dass einige mehr und andere weniger davon betroffen sind. Am stärksten wirkt sich die Digitalisierung auf die Arbeitswelt aus. Hier geht der Trend auch steil nach oben, wie Vergleiche mit den letzten Jahre zeigen. Weitere große Auswirkungen der Digitalisierung sind in den Bereichen Globalisierung sowie Wirtschaft zu beobachten. Auf den hinteren Rängen befinden sich die Felder Politik, Kultur und Gesundheit. Dieses Ergebnis der Studie deckt sich auch mit dem persönlichen Empfinden der Befragten. Auch hier steht die Arbeitswelt mit Abstand an der Spitze aller von der Digitalisierung betroffenen Bereiche. Insgesamt ist die Zeit, die online verbracht wird, deutlich angestiegen – und das sowohl im Job als auch privat.

Diese Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Arbeitsalltag

Der digitale Wandel bringt zahlreiche Änderungen des Joballtags mit sich. Diese sind fundamental und keineswegs bloß oberflächlich. Während diese Veränderungen oft positiv sind und von vielen begrüßt werden, dürfen auch die Nachteile nicht verschwiegen werden. Zeitliche sowie räumliche Unabhängigkeit und daraus entstehende neue Arbeitsmodelle zählen für den Großteil der Studienteilnehmer zu den signifikantesten Umwälzungen. Diese sehen sich durch die mobilen Technologien ermöglichte permanente Erreichbarkeit jedoch auch zunehmend unter Zeitdruck gesetzt. Auch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zusehends. Dies führt zu der Erwartungshaltung, ständig erreichbar zu sein, die wiederum Stress erzeugt. Zu den wahrgenommenen positiven Auswirkungen zählen hingegen die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und damit verbunden die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze. Übrigens: Der Aussage, dass durch die zunehmende Digitalisierung das Bildungsniveau sinke, stimmten lediglich 11 Prozent der Befragten vollumfänglich zu. Smartphone und Co. machen also – anders als vorurteilsbehaftet immer wieder heraufbeschworen wird – nicht “dumm.”

Nichts geht mehr ohne Social Media

Im Privaten haben Netzwerke wie Facebook längst die zwischenmenschliche Kommunikation revolutioniert. Dennoch stehen Telefon und E-Mail nach wie vor mit großem Vorsprung an erster und zweiter Stelle der privat am meisten genutzten Kommunikationskanäle. An dritter Stelle folgen jedoch bereits die sozialen Netzwerke. Diese haben damit SMS überholt, die sich erst dahinter befinden. Besonders weit abgeschlagen und mit Abstand auf dem letzten Platz steht das Fax. Dieses wird heutzutage kaum mehr genutzt. Etwas anders sieht die Lage in Hinsicht auf die geschäftliche Kommunikation aus. Dort befindet sich das Fax noch im soliden Mittelfeld der täglich oder zumindest wöchentlich genutzten Kommunikationskanäle. Auch Briefe finden geschäftlich eine noch wesentlich häufigere Anwendung als privat. Die ersten drei Ränge werden jedoch auch hier von Telefon, E-Mail und Social Media belegt.

Die immense Bedeutung sowie das große Potenzial von Social Media für Unternehmen sind immerhin 78 Prozent der Befragten bewusst. Als größter Vorteil der Nutzung von Facebook und Co. wird der Networkingeffekt angegeben. Darüber hinaus gelten auch die erleichterte Recherche von Informationen, die verbesserte Kommunikation mit externen Geschäftspartnern, die Möglichkeit zur Meinungsführung bei unternehmensrelevanten Themen, der Empfehlungscharakter im Recruitingprozess sowie die verbesserte unternehmensinterne Kommunikation als große Vorteile von Social Media. Entgegen diesen Angaben und entgegen der Tatsache, dass die Bedeutung sozialer Netzwerke für Unternehmen stetig steigt, halten jedoch ebenfalls rund 75 Prozent der befragten Experten den Einsatz von Facebook als geschäftlichen Kommunikationskanal für nicht sinnvoll. Lediglich 5 Prozent sind davon überzeugt, dass die Anwendung von Facebook in der Arbeitswelt sehr sinnvoll ist.

Die Nutzung sozialer Netzwerke verändert das Verhalten am Arbeitsplatz

Die Nutzung sozialer Medien wirkt sich auf das Verhalten am Arbeitsplatz aus – dies gaben 76 Prozent der Studienteilnehmer an. Als besonders davon betroffen sehen diese jüngere Arbeitnehmer. So nimmt vor allem die Nutzung sozialer Netzwerke für private Zwecke während der Arbeitszeit zu. Darüber hinaus werden nun gehäuft auch Abkürzungen und Emojis in die Kommunikation eingefügt. Zudem verschwimmt die Grenze zwischen beruflichen und privaten Kontakten immer mehr. Auch der Respekt vor der Privatsphäre wird stetig weniger. Besonders interessant: Insgesamt scheint der Umgangston in Unternehmen lockerer zu werden. Bedeuten soziale Medien also ein Aufweichen etablierter Umgangsformen? Möglicherweise erstrecken sich die Auswirkungen des digitale Wandels sogar bis in diesen Bereich hinein.

Mobile Technologien weiterhin stark auf dem Vormarsch

Notebook und Smartphone sind die mit Abstand am meisten genutzten mobilen Endgeräte. Besonders das Smartphone wird für immer mehr Anwendungen benutzt und gewinnt somit deutlich an Stellenwert. Gerade, was den Bereich Onlineshopping betrifft, steigt das Smartphone immer mehr in der Gunst der Anwender. Dabei sind sich die in der Studie befragten Online-Experten auch einig, dass die Bedeutung mobiler Endgeräte – allen voran Smartphone und Tablet – in Hinsicht auf Onlineshopping in Zukunft noch steigen wird. Gerade das Thema Onlineshopping betreffend darf jedoch die Frage nach der Sicherheit nicht unter den Teppich gekehrt werden. So räumt ein großer Teil der Studienteilnehmer der Frage nach der Sicherheit auf mobilen Endgeräten auch besonders hohe Relevanz ein. Besonders, was das Onlineshopping auf mobilen Endgeräten betrifft – sogenanntes M-Shopping – wird die Frage nach der Sicherheit besonders dringlich. Rund 85 Prozent der Befragten schätzen Schutzmechanismen beim mobilen Payment als sehr wichtig ein. Für 71 Prozent nimmt Transparenz im Umgang mit persönlichen Daten einen besonders hohen Stellenwert ein. Auch der Einsatz von Verschlüsselungsverfahren, die Aufklärung des Nutzers sowie Transparenz bei der Nutzung von Standortdaten stellen für einen erheblichen Teil der Befragten relevante Punkte dar. Diese sollten von Verantwortlichen auch unbedingt berücksichtigt werden, denn gerade der mobile E-Commerce befindet sich in einem Aufwärtstrend. Dazu passend sind auch 43 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass Onlineshops ihr Angebot dringend für den Zugriff über mobile Endgeräte optimieren müssen. Diese Meinung teilen immerhin 42 Prozent der Onlinehändler. Dass mobile Endgeräte Desktop und Notebook in puncto Onlineshopping irgendwann ablösen werden, glauben hingegen weder Onlinehändler noch Onlineshopper.

Digitalisierung und mobile Technologien sind nicht aufzuhalten

Egal, ob im Berufs- oder im Privatleben, die Digitalisierung schreitet mit Riesenschritten voran. Viele Unternehmen haben die Vorteile, die der Einsatz mobiler Technologien und die Nutzung sozialer Netzwerke bringen, bereits erkannt und forcieren diese daher entsprechend. Nichtsdestotrotz gibt es – wie so gut wie überall – auch Risiken, vor allem in Hinsicht auf die immer diffuser werdende Grenze zwischen Job und Freizeit. Was die Digitalisierung im privaten Bereich betrifft, wird diese vor allem durch die Nutzung mobiler Technologien vorangetrieben. Gerade das M-Shopping, also Onlineshopping über mobile Endgeräte, erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Hier gilt es für die Onlinehändler, die entsprechenden Voraussetzungen für eine problemlose Nutzung zu schaffen und vor allem bestehende Sicherheitslücken zu schließen.

 

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