Kurzportrait von Gerald Hörhan

  • Gerald ist Unternehmer, Investor und Autor
  • Er hat u.a. in Harvard studiert und als Investmentbanker für JPMorgen in New York und als Unternehmensberater für McKinsey gearbeitet
  • Mit seinem Buch „Investment Punk. Warum ihr schuftet und wir reich werden.“ ist er im deutschsprachigen Raum bekannt geworden und immer wieder Talkgast im Fernsehen
  • Darüber hinaus ist er Wirtschaftswissenschaftler, Dozent an der Universität in Wien und Gründer der Investment Punk Akademie in der ich selbst eingeschrieben bin 😃
  • Sein Kleidungsstil erinnert an die Punkszene und mit bewusst provokativen Statements kritisiert er das Finanzsystem, um den Leuten zu helfen, selbstbestimmt und finanziell frei zu sein.

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Podcast in Textform

 

Herzlich willkommen, schön, dass Ihr wieder reinhört. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM. Diese Show heute ist mir ein ganz besonderes Vergnügen, denn mein Interviewgast ist Gerald Hörhan, auch bekannt als Investmentpunk.

Und eins kann ich Euch sagen: Gerald in meinen Podcast einzuladen, zu einem Interview zu bekommen, ist gar nicht so leicht. Wir haben einiges angestellt, damit das klappt und nicht, weil er keine Lust hat, sondern weil er schlichtweg busy ist. Warum das so ist, das erfahrt Ihr in diesem Interview. Doch vorab möchte ich ihn ganz kurz selbst vorstellen:

Gerald ist Unternehmer, Investor und Autor. Er hat in Harvard studiert und als Investmentbanker für JP Morgan in New York und als Unternehmensberater für McKinsey gearbeitet. Er hat das Buch geschrieben “Investmentpunk - warum Ihr schuftet und wir reich werden”. Ein zweites Buch ist gerade in Arbeit. Und damit ist er im deutschsprachigen Raum bekannt geworden und immer wieder auch als Talk-Gast in diversen Fernsehsendungen.

Darüber hinaus ist er Wirtschaftswissenschaftler, Dozent an der Universität in Wien und Gründer der Investmentpunk Academy, in der ich selbst auch eingeschrieben bin. Sein Kleidungsstil erinnert an die Punkszene und mit bewusst provokanten Statements kritisiert er das Finanzsystem, um den Leuten zu helfen, selbstbestimmt zu leben und finanziell frei zu sein.

Nun ist aber genug mit der Vorstellungsrunde. Wir schalten jetzt direkt rein in das Interview. Viel Spaß dabei.

Norman: Als kleines Intro - ich habe es vorhin schon gesagt - ich finde es total spannend mit Menschen zu sprechen, um herauszufinden und das auch mit unserer Community zu teilen, was wirklich eine starke Marke ausmacht. Ich hatte zum Beispiel schon den Thorsten Rossmann von N24 im Interview, den Geschäftsführer oder Stefan Jung oder Anne Schüller. Also entweder Experten oder Unternehmer, wobei ich bei Dir irgendwie beides sehe. Was bei Dir wirklich auffällt ist, dass Du Dir mit dem Investmentpunk ein eigenes Branding gegeben hast, was noch einmal Deinen Namen und auch das was Du tust noch einmal unterstreicht. Vielleicht können wir darauf ganz speziell eingehen, dass Du ein paar Türen öffnest, mal den Vorhang lüftest, wie es eigentlich dazu kam, dass Du zum Investmentpunk wurdest oder Dich selbst dazu gemacht hast.

Gerald: Grundsätzlich… gehen wir mal die Sachen durch: Vieles passiert durch einen Zufall. Mein Verleger, bei dem ich jetzt auch am Buchverlag beteiligt bin, den habe ich angesprochen und gesagt “ich schreibe ein Buch, das wird sich verkaufen”. Ich hatte dann noch keine Ahnung, wie man ein Buch schreibt und im Sommer 2009 war ich bei einem Musikfestival, Force Attack - das war in Rostock.  

Weil ich da Verhandlungen hatte mit einer Bank, habe ich in der Innenstadt gesessen mit meinem Notebook und einem Handy in der Hand und habe getippt und telefoniert im richtigen Biker Outfit und da waren auch viele andere Teilnehmer. Die haben das nicht ganz zuordnen können, was ich mache.

De facto war es dann so, dass ich die Leute habe raten lassen, was ich tatsächlich beruflich mache und der Deal war ungefähr so: Wir zahlen 5 Drinks für den, der es errät und jeder der es falsch errät zahlt einen Drink an uns. Und es hat natürlich niemand erraten, was ich mache und deswegen haben wir de facto fast 30 Drinks gewonnen und dann hat einer meiner Kumpels dann gesagt “Gerald, Du bist kein Investmentbanker, sondern ein Investmentpunker”. So bin ich auf den Titel des Buches gekommen “Investmentpunk”.

Das war sicherlich eine Kombination, dass wir viel Energie und Arbeit hineingesteckt haben, um das Buch möglichst klar und verständlich zu machen und gut lesbar und trotzdem die Idee, dass man komplexe Inhalte klar, einfach und unterhaltsam verpackt. Ich hatte damals keine Ahnung, wie man Medien umgeht. Zuerst hat man darüber in den Printmedien darüber berichtet. Da das in Österreich gut funktioniert hat, haben sie auch in Deutschland berichtet und dann bin ich irgendwann ins Fernsehen gekommen. Da hat Anne Will angerufen und gesagt, ich soll in ihre Talk Show kommen.

Ich hatte keine Ahnung wie man das macht. Ich hatte sogar Grippe und habe dem Arzt gesagt, ich muss gesund werden. In den nächsten Tagen ist dann auch der Europachef von einem amerikanischen Konzern nach Wien gekommen, weil er sich ein Unternehmen kaufen, wo ich ihn gerade beraten habe und das war richtig kalt, geschneit hat es auch, aber ich habe gesagt, ich muss dorthin. Ich bin dann nach Berlin ins Studio im Fernsehen geflogen. Ich habe da noch ein paar Sachen gemacht. Da war noch der Sparkassenchef und eine Ministerin, das war eine ganz lustige Talk Runde und dann war mein Buch plötzlich auf Rang 5 auf Amazon.

Damit ist das Ganze dann richtig ans Laufen gekommen. Dann sind auch andere Fernsehauftritte gekommen, u.a. SWR Nachtcafé, Drei nach Neun, Die Zeit in Wien, Österreich, ZDF Mittagsstudio usw. So hat sich das Ganze entwickelt.

Einer der Basisregeln, die mir ein Verleger mitgegeben hat, war ungefähr: “Mach jedes Interview, egal ob es das Osnabrücker Tageblatt ist oder von der BILD Zeitung, weil Du weißt nie, wo die nächste interessante Quelle herkommt”. Viele Autoren sind dann zu arrogant, machen Dinge nicht, zu dumm, wenn sie einmal absagen, kommt kein zweites Interview mehr. Daran habe ich mich gehalten.

Ich hatte am Anfang weder eine Ahnung, wie man in der Öffentlichkeit redet, noch wie man im Fernsehen auftritt. Dadurch, dass ich das immer und immer wieder gemacht habe, habe ich das auch gelernt. Was bei mir das Wichtige war, war Nummer 1 sicherlich das: Was für eine Marke wichtig ist, ist Authentizität. Jeder, der mich trifft, wird sagen, das bin ich. Ich stelle nichts dar, was ich nicht bin. Ich lebe ein verrücktes Leben, ich bin der Rebell, ich bin nach wie vor Investmentbanker und praktiziere das auch. Das heißt, das mache ich auch alles. Und das ist vermutlich das Wichtigste bei einer Marke.

Das zweite ist, dass ich immernoch die Arbeit erbracht habe, um das immer wieder aufzubauen und weiterzumachen in Interviews und Vorträgen. Ich habe sicherlich in den letzten sechs Jahren 200 bis 250 Vorträge gehalten und sicherlich auch 300 Interviews und ähnliches gegeben. Aber viele Leute sind einfach nicht bereit, die Arbeit zu machen und was auch wichtig ist, dass man sich auch immer wieder neu erfindet. Gerade wenn man eine Personenmarke ist, de facto Medienunternehmer, was ich mittlerweile auch bin, muss man sich immer wieder neu erfinden und Up to Date bleiben. Ich habe mich also immer weitergebildet, bin immer wieder nach Amerika zu Seminaren gefahren, habe Bücher gelesen und dann war ich Anfang 2016 war ich bei Tony Robbins auf einem großen Seminar, dem Business Mastery. Das hat 10.000 $ gekostet plus Anreise und allem drum und dran, fast 15.000 $. Dann hat da jemand über Hotel Websites vorgetragen. Das Thema war also nicht wirklich sexy, aber der hat so einen lustigen Akzent gehabt und da ich im Aufsichtsrat einer Hotelkette sitze, habe ich mir gedacht, das könnte interessant sein. Und der Herr hatte recht: Ich muss das Internet lernen.

Ich hatte damals als Investmentbanker und Immobilieninvestor nicht wirklich viel Ahnung davon. Normalerweise habe ich Dinge, die da zu tun waren der Sekretärin gegeben, um das abzuarbeiten. Und dann habe ich gesehen, dass das wichtig ist. Ich will die eigene Webseite sehen, wie man das macht und wie man Online Geschäfte macht und wollte das lernen. Ich hatte zwar keinen blassen Schimmer und zwei Wochen nachdem ich wieder zurückgekommen bin, hat mich irgendein Babyface aus Hannover angeschrieben und hat gesagt “Gerald, Du brauchst einen Social Media Manager auf Facebook”. Dann habe ich zurückgeschrieben und ihm gesagt “Du hast recht”. Da hatte ich natürlich schon 3.500 Facebook-Fans.

Dann habe ich ihn in meinem Hotel in Frankfurt interviewt, am Samstag, nachdem ich vorher noch ein Abendessen und eine Verhandlung hatte und da habe ich ihm gesagt “Okay, Du hast recht. Du kommst nach Wien”. Dann haben wir mal begonnen, meine ganze Social Media zu verbessern, worauf ich vorher nie geachtet habe. Wir haben meine Facebook Fanpage korrekt aufgebaut und ähnliches und dann im nächsten Schritt habe ich mich gefragt, was man für ein Online Geschäft machen kann.

Der erste Auftrag war, es muss ein skalierbares Geschäft sein. Im Gegensatz zu Investmentbankern und dem Immobiliengeschäft, da ist es nicht sehr skalierbar. Dort hat man nicht so viele Umsätze, 10 mal so viele Kosten und Risiko. Beim Online Geschäft ist das anders. Und das zweite ist, man muss einen Wert stiften können. Es muss etwas sein, wo die Leute Freude damit haben und was gut funktioniert und wo man damit Spaß hat.

Dann war die Idee, dass man mein Wissen digitalisiert. Was ich eben kann ist Wirtschaft und Geld investieren und Firmen aufbauen. Das ist das, was ich verstehe. Wenn ich was lernen soll über Ying Yang oder Yoga oder wie koche ich ein Essen, dann kann ich höchstens lernen wie man jemanden vergiftet und ins Krankenhaus einliefert. Bei Yoga kann ich höchstens lernen, wie man einschläft, aber davon habe ich Null Ahnung. Wovon ich aber Ahnung habe, ist Wirtschaft und Geld verdienen und Investieren und Immobilien. Dann habe ich gesagt, wir machen einen Videoclip und digitalisieren mein Wissen.

Norman: Gerald, bevor wir da tiefer einsteigen, würde mich ganz kurz dieser Schritt zurück interessieren. Gibt es für Dich ein Erfolgszitat, einen Glaubenssatz in Deinem Leben, der Dich begleitet hat?

Gerald: Nicht einen, aber ich würde sagen, es sind mehrere Dinge. Zum einen muss man diszipliniert arbeiten. Es ist sicherlich so: Wenn Du langfristig Erfolg haben willst, musst Du dahinter sein und das ordentlich machen. Du brauchst entsprechende Disziplin. Das zweite ist: Du brauchst eine finanzielle Disziplin. Du musst sorgsam mit Deinen finanziellen Ressourcen umgehen, darfst nicht zu hohe Fixkosten haben. Das wird nicht funktionieren. Du brauchst ein ordentliches Risikomanagement. Du musst Probleme, wenn sie aufkommen, lösen. Und zwar sofort. Du musst rasch Entscheidungen treffen und man kann es vielleicht so zusammenfassen: Wenn Du langfristig als Unternehmer erfolgreich sein willst, brauchst Du eine langfristige unternehmerische Vision kombiniert mit dem geschäftlichen Gebaren einer schwäbischen Hausfrau.

Norman: (lacht) Sehr schön. Gab es in Deinem Leben einen Moment, wo Du es so richtig schwer hattest? Vielleicht ein Fehler oder ein Misserfolg, wo Du sagst, das war ein Thema, da hattest Du dran zu knabbern?

Gerald: Ja, es gibt regelmäßig Sachen, wo Du kämpfen musst und wo es turbulent ist. Das ist kein Einzelfall. Meine Kindheit und meine Jugend war schon nicht leicht, weil meine Eltern hatten nicht viel Geld. Ich wollte viel Geld haben. Das war gar nicht einfach. Da habe ich gesagt: Okay, ich muss mich auf die Füße stellen und mich anstrengen. Dann habe ich im Ausland studiert - in Harvard. Dann habe ich noch zu arbeiten begonnen. Das war nicht immer ganz einfach. Danach war ich bei McKinsey und da habe ich meine unternehmerischen Aktivitäten begonnen. Es war immer wieder turbulent.

Das Einzige was ich, wenn es turbulente Zeiten gibt, sagen kann ist: Augen zu und durch.

Norman: Ja. Und wenn Du so an Deinen Werdegang, an Deinen Karriereweg denkst, gab es dort einen Zeitpunkt, wo Du gesagt hast, “Es ist für mich persönlich wichtig, mich als Personenmarke aufzubauen oder später auch als Investmentpunk”?

Gerald: Wie gesagt, dass sich das so ergeben hat war vielleicht Zufall mit dem Buch und dem Musikfestival und dass sich das Buch auch so gut verkauft hat. Das habe ich am Anfang teilweise überhaupt nicht geglaubt, dass das funktioniert. Aber da habe ich mich dahinter gekämpft, wie immer, wenn ich irgendwas mache. Ich habe das Beste gegeben und dann hat es gut funktioniert.

Natürlich war auch das Timing gut, weil ich in dem Buch immer gesagt habe, dass die Mittelschicht an ihrer eigenen Misere selbst Schuld ist. Wer über seine wirtschaftlichen Verhältnisse lebt, Schulden aufnimmt, die es nicht braucht und de facto Finanzirrtümer macht, die ich in dem Buch beschrieben habe. Das war natürlich 2010 nach der großen Finanzkrise, wo alle auf’s Investmentbanking geschimpft haben, wir sind die Bösen und die Schlimmen. Das war natürlich auch höchst provokativ. Ist es heute noch, aber das ist auch die Meinung, die ich nach wie vor vertrete. Wenn man wirtschaftlich vernünftige Entscheidungen trifft, dann funktioniert es. Wenn man wirtschaftlich dumme Entscheidungen trifft, dann wird man verarmen. Jetzt wird es noch ärger durch die Economy, die Globasierung und die Gelddruckerei. Wer sich nicht mit der New Economy auskennt, der wird in wirtschaftlichen Dingen vollkommen unter die Räder kommen und verarmen. Darum geht es auch in meinem vierten Buch, das im Frühjahr 2017 herauskommt.

Norman: Das wäre meine nächste Frage gewesen, was die Digitalisierung heute für Dich aus Deiner Sicht bedeutet für die Unternehmer. Es wäre vielleicht auch ganz spannend, die deutschen Unternehmen zu nehmen, weil, dass die Amerikaner die Nase vorn haben sehen wir ja.

Gerald: Die Amerikaner und die Chinesen.

Norman: Ja. Und die Frage ist: Was bedeutet das Thema Digitalisierung für Dich heute? Da kannst Du uns auch gerne noch einen kleinen Einblick in Dein neues Buch geben. Aber vor allen Dingen: Was wären die Tipps für die Unternehmen in Deutschland vom Mindset her? Was muss da passieren?

Gerald: Da gehen wir mal zwei Sachen durch. Nr. 1 was es für mich bedeutet: Ich habe ja mittlerweile ein Online-Geschäft, die Investmentpunk Academy. Die  Investmentpunk Academy ist Deutschlands führende Businessausbildungsplatzplattform, in Video Live-Chats und Seminaren lernst Du wie angewandte Wirtschaft funktioniert, wie Du eine Wohnung kaufst, wie Du Dich an Unternehmen beteiligst, wie Du Businesspläne schreibst, wie Steuern und Holding-Strukturen funktionieren, wie Online-Marketing funktioniert, wie Intellectual Property funktioniert usw. Das was man auf der Uni nicht lernt. Also, so wie Du richtige Geschäfte machst und richtig verdienst, das lernst Du bei uns.

2017 werden wir auch ein MBA Programm anbieten mit 60 ECTS Credits, also einem zertifizierten Masterstudienlehrgang zum Thema digitale Ökonomie; wie Du Dein Geschäft und Deine Karriere in die New Economy führst. Das sind genau die Fähigkeiten und das Know-How was Du brauchst, um in der heutigen Wirtschaft erfolgreich zu sein. Egal, ob Du ein Einzelunternehmer bist oder ein Konzernanleger, ob Du ein Dachdecker bist oder ein Universitätslehrer. Das ist vollkommen egal. Es wird jeden betreffen.

Und wer diese Trends ignoriert und sagt “Google ist böse” oder “das schwierig und das verstehe ich nicht”, der wird wirtschaftlich einfach unter die Räder kommen. Es ist sicherlich so, dass sich in den 10 Jahren, 90% der Geschäftsmodelle und 90% der Jobs verändern werden und zwar massiv.

Man sieht es vielleicht gerade. Jetzt kommen gerade die Banken in die Schlagzeilen, die massiv Leute abbauen müssen, weil sich das Geschäftsmodell der Banken drastisch ändert. Das ganze Geschäftsmodelle wird bedroht, egal ob es Paypal ist beim Zahlungsverkehr oder die Konsumentenkredite oder der Vertrieb von Finanzprodukten an Kleinanleger oder Crowd Funding als Alternative zum Bankkredit und ähnliches. Das heißt Findex Data knabbern doch am Kuchen der Banken. Dasselbe wie mit Versicherungsmaklern passieren, dasselbe wird in der Transportindustrie passieren, wo Lokführer und Taxifahrer und ähnliches keinen Job mehr haben werden. Auch das ist absehbar und in der Medienbranche ist es ja schon voll im Umbruck. Man sieht bereits, dass Zeitungen nach und nach zusperren. In Österreich war erst das das Wirtschaftsblatt zugesperrt. Das ist kein Einzelfall.

Das nächste, was untergehen wird ist das Fernsehen, da YouTube, Instagram und Facebook und alle möglichen anderen Plattformen sich diesem Markt erschließen. Heute haben erfolgreiche YouTuber eine Reichweite, die größer ist als die BILD-Zeitung oder die großen Fernsehkanäle. Auch das wird also noch weiter zunehmen. Und auch im Ausbildungsbereich - wir bauen jetzt gerade eine Online-Universität und einen Online Universitätslehrgang und das ist natürlich wesentlich effizienter und mehr Up to Date und man kann es berufsbegleitend und jederzeit machen, als eine klassische Uni mit großen Gebäuden, überfüllt mit Hörsälen und Professoren, die aus alten Skripten outdated Lehrstoff verbreiten.

Das kann man auf jede Branche anwenden. Manche Branchen sind mehr betroffen, manche weniger, aber es wird niemand davon nicht betroffen sein.

Norman: Gib uns doch noch ein bisschen Hintergrundwissen zu Dir und was Dich antreibt. Du bist bekannt für provokative Statements. Wie positionierst Du Dich als DER Investementpunk?

Gerald: Ich würde sagen, ich betreibe Wirtschaft als Investmentbanker und Immobilieninvestor und gleichzeitig lehre ich, wie man Geld verdient und wie Wirtschaft funktioniert. Mein Ziel ist es auch, dass das Wissen, wie die Wirtschaft funktioniert, einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht wird, inklusive den jungen Leuten. Viele meiner Fans sind sehr jung, ab 18, 20, 23 und gerade diese Leute haben in der Hand, wie sie ihre Karriere und ihre Existenz planen. Ob sie die Dummheiten machen mit Eigenheim Bauen und Konsumschulden und Neuwagen kaufen oder ob sie sagen, sie bauen ein Unternehmen auf, lernen programmieren, kaufen Immobilien als Geldanlage, anstatt die ganzen Dummheiten zu machen, die jeder macht.

Das ist mein Ziel. Dass man wirtschaftliche Ausbildung und Wirtschaftswissen demokratisiert. Das nächste Ziel, was jetzt noch dazu kommt ist, dass man das Ausbildungssystem, zumindest im Wirtschaftsbereich damit revolutioniert und das MBA ist der erste Schritt dazu.

Norman: ja, absolut und die Zielgruppe ist ja perfekt. Kam die zu Dir? War es das Interesse der Fans, die Du vorher schon hattest, bevor Du die Academy gegründet hast oder hast Du das wirklich auf die Zielgruppe ausgerichtet?

Gerald: Beides. Es gab immer wieder Nachfragen, ob ich mein Wissen nicht digitalisieren kann und dann habe ich mir überlegt, wie man sowas machen kann und dann haben wir das gemacht. Zum einen wollte ich mein Online Geschäft machen und zum anderen kamen Nachfragen der Fans, was man noch alles machen kann.

Norman: Wie kriegst Du das alles unter einen Hut? Ich weiß, Du bist Papa geworden. Wir sind fast zur selben Zeit Vater geworden. Wie schaffst Du das?

Gerald: Gratulation!

Norman: Ja, Dir auch!

Gerald: Manchmal frage ich mich das selbst. Das ist sicherlich ein sehr, sehr großes Thema. Zum einen sicherlich, dass ich die Dinge wahnsinnig effizient mache. Ich kann effizient arbeiten. Meine Wohnung ist neben meinem Büro. Da habe ich mehrere Assistentinnen, die mir mein Leben organisieren. Ich habe einen Fahrer, der mich fährt. Ich kümmere mich mich um nichts, also Dinge des täglichen Lebens. Da bin ich sehr auf Effizienz ausgerichtet. Damit kann man schon die Zeit besser nutzen, aber es ist sicherlich so, dass ich derzeit 80 bis 85 Stunden in der Woche arbeite und wenn man eine Uni aufbaut und solche Dinge macht, dann wird das sicherlich auch nicht weniger werden. Ich hatte da gerade eine Strategiebesprechung für die Academy und für den Aufbau der Uni und ich sehe, die nächsten 12 bis 24 Monate wird es nicht weniger werden.

Norman: Ja, wie sieht denn ein normaler typischer Tag in Deinem Leben aus? Wann stehst Du morgens auf? Wie läuft sowas ab?

Gerald: Mittlerweile stehe ich unter der Woche zwischen 8:30 und 8:45 Uhr auf. Meistens mache ich im Bett noch die ersten Telefonate, beantworte E-Mails und ähnliches. Dann gehe ich ins Büro. Wenn ich in Wien bin und habe meistens Termine, Telefonate, Verhandlungen und ähnliches, das geht den ganzen Tag so. Meine Sekretärin serviert mir meistens mein Frühstück. Dann gehe ich 12:30 Uhr Mittagessen, entweder bei mir oder ich habe Termine zu mittag. Dann geht es meistens weiter mit Terminen, Verhandlungen, Meetings, Telefonaten, E-Mails beantworten usw. bis zum Abend. Dann gibt es meistens noch abends Termine, Abendessen und ähnliches und dann gibt es meistens noch eine Nachtarbeitsschicht, wo es darum geht, diese ganzen Sachen noch nachzubearbeiten, E-Mails verschicken, Dokumente vorbereiten und, und, und.  

Norman: Wahnsinn!

Gerald: Und natürlich bin ich auch sehr viel verreist. Ich bin 70% des Jahres auf Achse, im Auto, im Zug, im Flugzeug und so muss ich auch entsprechend alles einplanen. Aber ich arbeite im Zug, da setze ich mich in die erste Klasse, packe den Computer aus, arbeite, führe meine Telefonat und lass mir das Essen servieren.

Fliegen ist etwas mühsam. Da muss man sich von der Security begrapschen lassen, anstellen, Wasser abgeben, wieder teures Wasser kaufen, sich in irgendwelche überfüllten Flughafen-Boosts hineinquetschen. Also Fliegen ist etwas mühsam. Was Autos angeht: Da habe ich einen Chauffeur, das ist echt angenehm, bis auf die Staus.

Norman: Ja, das stimmt… die ja immer mehr werden.

Gerald: Wenn Du nachts fährst, dann geht es schon. Wenn ich irgendwo hin muss, fahre ich einfach abends, sowohl mit dem Auto, mit dem Flieger oder mit dem Zug. Am Abend ist es angenehmer zu Reisen als in der Früh.

Norman: Wie triffst Du Entscheidungen?

Gerald: Ich schaue mir die Faktenlage, oder lasse sie mir präsentieren und am Ende ist es ein gewisses Maß an Erfahrung und manchmal muss man einfach eine Münze werfen. Es gibt Fälle, da muss man sagen: Jetzt machen wir das einfach so und fertig.

Sicherlich ist es wichtig, sich die Fakten anzuschauen, Risiko abwegen und dann auf Basis der Fakten und Erfahrungen versuchen, eine möglichst optimale Entscheidung zu treffen und das dann schnell.

Norman: Wie spielt Dein Bauchgefühl da eine Rolle?

Gerald: Das Bauchgefühl ist ein anderes Wort für Erfahrung und das spielt sicherlich eine Rolle. Aufgrund meiner Erfahrung weiß ich viele Dinge oder tu mich sehr leicht, wo andere länger brauchen. Wenn ich weiß, ein Geschäft kann etwas werden oder nicht, dann kann ich das nach fünf oder zehn Minuten beurteilen, was auf 20 Jahre intensiver Berufserfahrung beruht. Wenn man als Investmentbanker und Immobilieninvestor tätig ist, hat man schon ein bisschen was gesehen.

Norman: Sehr schön. Gibt es in Deinem beruflichen Leben gerade ein Passion Project, für das Du gerade brennst, was Du gerne voranbringen möchtest?

Gerald: Ja, ich tu das! Ich baue eine eigene Online Universität auf. Es ist nicht so, dass ich es müsste, ich tue es. Ich habe gesagt, ich will eine Online Uni haben und jetzt wird sie gebaut.

Norman: Ja, sehr cool!

Gerald: Es ist nicht nur Möchten, es ist Tun! Wir sind gerade dabei, die letzten Vorträger zu rekrutieren, den Videokursdreh zu machen, den Marketingplan zu erstellen und, und, und.

Norman: Ja, wie viele eingeschriebene Studenten hast Du jetzt schon?

Gerald: Das wird jetzt erst gelaunched.

Norman: Achso, okay.

Gerald: Das MBA wird erst angebot im Herbst 2017 und das Marketing geht los Anfang/Mitte November 2016.

Norman: Ja, sehr cool! Gerald, ich habe mir noch ein paar Fragen überlegt. Das wird eine kleine Quick Q&A Session. Ich stelle Dir ein paar Fragen und Du antwortest ganz spontan -  bist Du ready?

Gerald: Ja.  

Norman: Was hat Dich anfangs davon abgehalten, Dich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen?

Gerald: Ganz einfach, weil ich als Investmentbanker und Immobilieninvestor zu wenig damit zu tun und gleichzeitig verdienst Du in diesen Geschäften viel Geld. Das heißt, Du hast nicht wirklich einen Zeit, Dich damit zu beschäftigen und gleichzeitig bin ich auch nicht jemand, der von sich aus technologisch affin ist. Ich bin ein Tester einer Plattform. Weil, wenn ich etwas nicht bedienen kann, dann sage ich: “Interessiert mich nicht, gib das meiner Sekretärin” und da bin ich sehr gut. Und wenn ich eine Plattform auf Benutzerfreundlichkeit testen muss, weil so sieht man gleich, was gut und was schlecht ist.

Norman: Ja, absolut. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf Dein heutiges Leben oder auf Dein Business?  

Gerald: Mein Vater hat sich immer aufgeregt, als ich 12 oder 13 war, dass die Leute vor der Schule mit den großen Firmenautos den Parkplatz wegnehmen und ihre Kinder da zur Schule führen und alles mögliche. Und da habe ich mir gedacht “Okay, ich werde später auch einmal ein großes Auto haben, wenn ich Kinder habe. Ich werde dann auch meine Kinder in die Schule fahren”. Eine eigene Firma wollte ich haben und ein großes Auto. Das war so mit 12 Jahren.

Norman: Du wurdest schon früh geprägt auf das Unternehmerdasein.

Gerald: Ja, ja, mit 12, 13 Jahren wusste ich, ich will an die Spitze - whatever it takes.

Norman: Cool! Kannst Du uns eine Internetressource nenne oder ein Tool, was Du selbst nutzt?

Gerald: Ja, ich nutze alle Social Media Kanäle sehr aktiv: Facebook, YouTube, Instagram. Ich lese im Internet täglich Zeitungen, wie die Financial Times, das Handelsblatt, die Komunenzeitung und die Presse. Die Sachen nutze ich sehr häufig. Auf Amazon werden Dinge eingekauft. Ich nutze auch Online Banking Apps, um meine Überweisungen zu tätigen bzw. die Überweisungen werden mir eingegeben und ich gebe alles frei. Aber ich habe dadurch eine Übersicht über alle Finanzen. Ich habe auch Online Airline Apps, wo ich mal die Flugverbindungen raus suche, die dann für mich gebucht werden. Ich benutze die Sachen schon recht aktiv.  

Immobilien suche ich mir auch auf anderen Internetplattformen, bei Immobilienscout, Immowelt usw.

Norman: Jetzt kommt meine Lieblingsfrage: Was für Musik hörst Du gerne?

Gerald: Heavy Metal, Hard Rock Musik usw.

Norman: Die Frage hätte ich mir eigentlich sparen können… Kannst Du uns ein Buch empfehlen, das für Dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt das Buch und worum ging es in diesem Buch?

Gerald: Eines der letzten Bücher, das ich gelesen habe, hieß Millionaire Fastlane und Billionaire in Training und die Bücher sind sehr gut. Vor allen Dingen das Millionaire Fastlane gibt Dir noch mal ein richtiges Mindset, wenn Du in jungen Jahren bereits ein richtiges Unternehmen aufbauen willst. Viele Leute brauchen doch eine gewisse Zeit, um sich ein entsprechendes Vermögen aufzubauen.

Wenn Du Steuerberater oder Arzt bist und hart arbeitest und geschickt bist, das Geld nicht verprasst und klug investierst, dann wirst Du mit 50 oder 60 auch sehr wohl bestellt sein, aber wenn Du es schöner haben willst, dann ist es sicherlich etwas, wo das Buch sehr hilfreich ist. Es geht vor allem um skalierbare Geschäftsmodelle.

Norman: Ja, sehr gut. Das verlinken wir in den Shownotes. Kannst Du uns zum Schluss im Hinblick auf das digitale Zeitalter noch einen Tipp mit auf den Weg geben und wie erreichen wir Dich am besten?

Gerald: Erreichen kannst Du mich über meine Plattform www.investmentpunk.academy, über Facebook/Investmentpunk, Instagram/investmentpunk, YouTube/Investmentpunk Academy. Das heißt, man kann mich bei all diesen Plattformen sehr, sehr gut erreichen. Ich schaue auch immer regelmäßig drauf. Es kann durchaus sein, wenn Dein Anschreiben nett ist oder cool und interessant, dass ich auch darauf antworte. Alles beantworten ist schon manchmal etwas viel, aber wenn jemand etwas Cooles schreibt, kann es sein, dass ich da noch antworte. Da muss man nur kreativ sein.

Und für das digitale Zeitalter kann ich nur eines sagen: Man muss sich damit beschäftigen und es lernen. Es geht auf jeden Fall und ich bin ein klassisches Beispiel dafür. Ich hatte keinen blassen Schimmer davon, weder interesse, noch eine Idee davon. Und als Investmentbanker und Immobilieninvestor ist man wirklich old old economy. Ohne old economy geht’s nicht. Da konnte ich gerade das Navigationssystem von meinem Mercedes oder von meinem Aston Martin bedienen. Das war ungefähr das, was ich mit Technik zu tun hatte.

Und innerhalb von zwei Jahren habe ich das nicht nur erlernt, sondern habe mittlerweile ein Online Business, was in seinem Marktsegment zu den Marktführern gehört; habe eine Online Marke mit knapp 56.000 Facebook-Fans aufgebaut und knapp 20.000 YouTube Followern. Da werde ich noch entsprechend weiter pushen. Ich mache gerade die Online Universität, das heißt, ich bin vielleicht ein sehr, sehr gutes Beispiel, dass man das sehr wohl lernen kann.

Und was vielleicht noch dazu kommt: Ich kenne sehr viele junge Leute, die mit ziemlich wenig Startkapital, also 1.000 € bis 5.000 €, also nicht wirklich extrem viel, sich ein florierendes Online Geschäft aufgebaut haben. Da gibt es keine Einzelfälle. Das heißt, das kann jeder machen, wenn er gewillt ist, das zu lernen, sich damit beschäftigt, sich mit den entsprechenden Leuten umgibt, geistig mobil ist und der entsprechend die Ärmel hochkrempelt und das macht.

Norman: Ja, Erfolg hat drei Buchstaben: T - U - N.

Gerald: Ja, vollkommen richtig. Nur mit der digitalen Ökonomie ist es, wie ein binäres Event. Wenn Du es nicht machst, wirst Du unemployed sein. Das heißt, dann wirst Du keinen Job mehr bekommen.

Norman: Ja, und so lassen wir das auch stehen, Gerald. Ich danke Dir vielmals!

Gerald: Ich wünsche Euch alles gute und we stay in touch!

Norman: Ich danke Dir vielmals für Deine Zeit. Es ist heute Sonntag. Dein Einsatz ist großartig. Arbeite nicht mehr so viel. Viele Grüße an Deine Familie und bis bald.

Gerald: Danke, alles Gute!

Norman: Ciao, Gerald.

Gerald: Ciao.

 

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