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Kurzportrait von Martin Sänger

  • Martin Sänger ist Autor und ist als Verkaufsexperte seit über 18 Jahren in den Bereichen Beratung, Training und Speaking für viele namhafte Unternehmen tätig.
  • Er ist  Gründer und Geschäftsführer der SÄNGER Trainerteam GmbH und arbeitete viele Jahre erfolgreich im Vertrieb eines der größten Telekommunikatons-Unternehmen.
  • Mit seiner ersten Audio-Trainings CD „Reden ohne rot zu werden“ erregte er viel aufsehen.
  • Ebenso spannend ist das Engagement auf dem Clubschiff AIDA, wo er mit seinem Team bereits die letzten 3 Jahre erfolgreich gearbeitet hat und teilweise das gesamte Edutainment an Bord konzipiert und durchgeführt hat.

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Podcast in Textform

 

Norman: Herzlich willkommen, schön, dass ihr wieder reinhört. Hier ist Norman von MARKENREBELL.FM. In meinem heutigen Interview mit Martin Sänger spreche ich über das Thema “Die Freiheit authentisch zu sein”. Er ist Speaker, Autor, Augenöffner und was mich besonders freut: Podcast-Kollege - mit seinem Format “Leben duldet keinen Aufschub”. Viel Spaß dabei.

Martin, schön, dass Du da bist und vielen Dank für Deine Zeit! Bist Du ready und wollen wir loslegen?

Martin: Ich bin ready und ich freue mich, dass ich bei Dir Gast sein darf, lieber Norman.

Norman: Ich freue mich, dass Du zugesagt hast. Vielen Dank dafür!

Martin, damit Dich unsere Zuhörer noch ein bisschen besser kennenlernen können: Stell’ Dich doch vielleicht selbst noch einmal vor. Wer ist Martin Sänger privat und was genau Dein Business ist.

Martin: Wer ist Martin Sänger privat? Das ist eine spannende Frage. Da bin ich sicher ein kleiner Autonarr und habe viel Spaß, vor allem an amerikanischen Autos. Irgendwie gefällt mir dieses V8 Blubbern. Das erfreut mich dann immer, wenn ich unterwegs bin und durch die Landschaft cruisen kann. Dann bin ich privat auch mal ganz gerne auf meinem Rasentraktor unterwegs und mähe meinen Rasen. Ich fotografiere gerne, ich koche gerne - dummerweise esse ich es hinterher dann auch, weil das merkt man ein bisschen an der Figur. Das ist Martin Sänger privat.

Im geschäftlichen war ich jetzt knapp 20 Jahre lang als Verkaufstrainer und Verkaufsexperte in der Welt unterwegs, im In- und Ausland und shifte gerade etwas um, weil mich das Thema Zufriedenheit sehr gepackt hat, seit ungefähr zwei Jahren. Ich interessiere mich da sehr dafür und darüber geht auch mein Podcast, den Du ja schon angesprochen hast und auch mein neuer Vortrag, der auch “Leben duldet keinen Aufschub” heißt.

Norman: Schön. Ich muss auf Dein Auto zu sprechen kommen! Es ist ein Dodge Challenger.

Martin: Ja.

Norman: In der Farbe…? - Jetzt überlasse ich die Antwort Dir.

Martin: (lacht) Der Hersteller nennt es Plum Crazy und es ist ein richtig kräftiges Lila.

Norman: (lacht) Jetzt stelle ich mir vor, wie Du vorfährst mit Deinem Auto. Also, ein amerikanisches Muscle Car… Unser Thema ist ja das Thema Marke. Wie sind so die Reaktionen auf dieses Auto? Gibt es da irgendwie eine coole Story, die Du erlebt hast?

Martin: Ja! Tatsächlich habe ich mir - ich glaube, das ist auch normal - echt Gedanken gemacht, als ich das Auto im Showroom gesehen habe und mich tatsächlich spontan verliebt habe. Ich habe mir Gedanken gemacht “Kann ich mit dem Auto bei Kunden vorfahren?” Weil bis dahin war ich sehr gediegen unterwegs, mit 7er BMW, X5 und solchen Geschichten. Und da habe ich mir gedacht “Was sagen meine Kunden?” Erstens, wenn ich mit so einer - ich sage es mal ganz salopp - Proletenschleuder ankomme und zweitens dann auch noch in der Farbe. Irgendwie habe ich mir dann aber gedacht, mir gefällt das. Das ist ein Ding, was mich nicht losgelassen hat. Ich war vier Monate immer wieder bei dem Händler und habe mir das Auto angeschaut. Dann habe ich mir gedacht, wenn ich vier Monate einem Auto hinterher renne, dann muss ich es kaufen. Dann geht es nicht anders. Und bei der ersten Fahrt wusste ich: Richtige Entscheidung. So ein geiles Auto habe ich wirklich noch nie gehabt.

Irgendwann war dann natürlich der Punkt gekommen, wo ich zum ersten Kunden - auch noch einem Neukundentermin - gefahren bin und fahre da auf den Parkplatz von dem Unternehmen und die hatten ein wunderschönes Gebäude: Komplett verglast. Also, alles Glasbüros nach vorne zum Parkplatz raus. Ich suchte gerade so meine Sachen im Auto zusammen, da kamen drei Herren aus dem Gebäude raus. Alle tiptop angezogen mit Anzug, Krawatte und, und, und. Die kommen auf mich zu und fragen “Sind Sie der Herr Sänger?” Da sage ich “Ja”. Und sie sagen “Woah ist das Auto cool! Dürfen wir ein Foto machen?” Das waren die drei Vorstände von dem Unternehmen (lacht).

Mit denen hatte ich überhaupt keinen Termin. Ich hatte mit dem Vertriebschef dort einen Termin, aber die standen gerade zusammen und dann hat der Vertriebschef wohl gesagt “Ach, das muss er sein” und dann sind die gleich rausgekommen und wollten Fotos machen und, und, und. Also, das finde ich einfach großartig, so im Businesskontext. Ansonsten muss man schon ein kommunikativer Mensch sein, wenn man so ein Auto fährt, weil ich werde grundsätzlich jedesmal, wenn ich beim Tanken bin angesprochen.

Norman: Absolut. Ich muss nachfragen: Wer mich kennt weiß, Schwarz ist mein Thema. Mein Dodge Challenger wäre schwarz gewesen. Wieso Lila?

Martin: Ja, spannenderweise ist mein Logo, das ich als Redner habe, als Augenöffner, Lila. Und ziemlich genau das Lila von diesem Dodge Challenger. Von daher habe ich meine Visitenkarte an den Lack gehalten und habe gemerkt “Wow, exakt dieses Lila ist es”. Und spannend ist ja, dass Dodge dieses Plum Crazy, dieses Lila, wieder aufgelegt hat, weil der erste Challenger 1971 in diesem Lila zu haben war. Damals war das eine sehr erfolgreiche Farbe für das Auto.

Norman: Sehr cool und coole Story! Und was mich besonders freut ist, dass Du genau diese Gesetzmäßigkeiten einer erfolgreichen Marke lebst, indem Du skalierst und sagst “Wie schaffe ich es besonders, anders zu sein? Aber auch meiner Leidenschaft nachzugehen.” Das ist perfekt verbunden und natürlich auch die Farbe, die sich dann widerspiegelt als Deine Highlightfarbe. Also perfekt, wunderbar! (lacht)

Martin: Ich werde auch manchmal angesprochen mit “Ach, Sie sind der Typ mit dem lila Auto!” Also, das setzt sich echt in den Köpfen fest.

Norman: Klar, Menschen sind eh visuell und der erste Eindruck - das weißt Du selber - zählt. Wenn Du mit dem Auto da vorkommst, das vergessen die Leute einfach nicht mehr.

Martin: (lacht) Das ist richtig, ja.

Norman: Sehr schön! Martin, ich beginne meine Interviews immer mit einem Erfolgszitat oder einem Erfolgsmantra. Gibt es so einen Glaubenssatz oder ein Zitat, was Dich Dein Leben lang begleitet hat?

Martin: Ja. Sogar inzwischen zwei. Ich hatte ja ein erstes Leben und jetzt ein zweites. Da kommen wir vielleicht auch noch drauf zu sprechen. In meinem ersten Leben war immer: Erfolgreich sein heißt immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist. Das war für mich ein ganz, ganz wichtiger Satz, der mich vom Anfang meiner Selbstständigkeit an oder eigentlich meines Berufslebens an begleitet hat. Gerade, wenn man sich auch frisch selbstständig macht und keinen Background hat, wo irgendwie Mama oder Papa helfen können oder jemand anderes, dann steht man manchmal mit der Nase an der Wand und denkt sich “Boah, wie mache ich denn da jetzt weiter?! Das war ja heute ein richtiger Tiefschlag, den ich kassiert habe”. Und wenn man dann aber hergeht und sagt “Hey, Erfolgreich sein heißt einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist”, dann kann man mal eine Nacht drüber schlafen, sich ein bisschen die Wunden lecken und dann muss man aber weitermachen, ne? Das ist so der erste Punkt, wenn es um’s Business und um Erfolg geht.

Mein zweites Zitat ist tatsächlich auch das, wie mein Podcast heißt “Leben duldet keinen Aufschub”, weil das habe ich nämlich am eigenen Leib gespürt. Ich habe nur noch gearbeitet. Ich habe Urlaube verschoben und alles mögliche meiner Arbeit untergeordnet und habe dann irgendwann die Erkenntnis gehabt “Oha! Ich habe tatsächlich vergessen, mein privates Leben zu leben”. Ich war sehr zufrieden im Job, alles toll, aber mein privates Leben ist zu kurz gekommen. Und das hole ich jetzt ein bisschen nach. Man könnte mir natürlich auch eine Midlife Crisis unterstellen, aber es ist tatsächlich so, dass ich sage: Ich muss in meinem Privatleben auch wieder mehr Spaß haben, dass ich die Balance wieder gut hinkriege.

Norman: Sehr gut. Wie Du weißt, wir lieben Stories aus denen wir lernen können, Du hast es schon angedeutet: Gab es in Deinem Leben den Moment oder auch Misserfolg, wo Du sagst “Das war für mich der größte Tiefschlag”? Und was war Deine Erkenntnis daraus?

Martin: Ja, das kann ich auch zweiteilig beantworten. Einmal im Geschäftlichen, da hatte ich einen riesen Auftrag gewonnen von einem großen Konzern. Und das lief wunderbar zwei Jahre lang, bis sich in dem Konzern alles geändert hat und er hat jeden externen Auftrag auf Eis gelegt. Und auf einen Schlag, war mein Einkommen weggebrochen und meine Erkenntnis daraus war - und das würde ich auch jedem, der selbstständig unterwegs ist, raten: Verlasse Dich nicht auf einen großen Kunden oder sogar auf zwei, sondern schau, dass Du Dir ganz, ganz viele Einkommensquellen oder Kunden aufbaust, auf denen Du beruhigt stehen kannst, wenn Du alleine unterwegs bist. Weil wenn von 30 Kunden einer wegbricht, ist das schade, aber zu verkraften. Wenn Du zwei Kunden hast und es bricht einer weg, dann kommst Du echt ins Rudern. Das ist geschäftlich eine Erkenntnis, die ich lernen musste - leider Gottes.

Und privat, wie ich es gerade angedeutet habe, ist es echt wichtig, auch wenn Deine Arbeit ganz viel Spaß macht, dass Du schaust, dass Du einen privaten Ausgleich hast und dass Du da Dinge hast, die Deinen Akku aufladen können. Das musste ich leider lernen, weil ich vor zwei Jahren einen Herzinfarkt hatte. Und dann konnte ich einfach ein paar Monate nicht mehr arbeiten und habe da erst gemerkt “Wow, eigentlich habe ich kein Privatleben mehr, sondern nur, nur Arbeit”. Das ist die Erkenntnis, da muss man wirklich aufpassen, egal wieviel Spaß man in seiner Arbeit hat: Man darf sein Privatleben nicht vernachlässigen. Das ist tatsächlich ein ganz wichtiger Punkt.

Norman: Wie kam es dazu? Wie muss ich mir das vorstellen? Warst Du so ein typischer Workaholic?

Martin: Im Nachhinein betrachtet würde ich das so sagen, ja. Eine ganz normale Woche hat bei mir so ausgesehen, dass ich Sonntags meine Sachen gepackt habe und dann entweder mit dem Auto oder mit dem Flieger losgefahren/-geflogen bin. Dann habe ich Montag bis Freitag irgendwo Trainings, Vorträge oder sonstiges gemacht. freitagabends/-nachts bin ich zurückgekommen, Samstags im Büro meine Nach- und Vorbereitung gemacht, Sonntags dann wieder gepackt und wieder losgefahren. Und das war normal. Das war keine Sondergeschichte, sondern das war normal.

Manchmal habe ich Samstags auch noch gearbeitet. Dann bin ich samstagnachts heimgekommen, habe sonntags dann ab 6:00 Uhr mein Büro gemacht, gepackt und wieder losgefahren. Wie ich es vorher auch schon einmal kurz gesagt habe: Teilweise habe ich Urlaube mit meiner Frau, die schon gebucht waren, verschoben und habe gesagt “Flieg mal alleine, ich habe einen tollen Auftrag reinbekommen”. Das würde ich schon als Workaholic bezeichnen, ja.  

Norman: Und wie hast Du das gemerkt? Wie hat sich der Herzinfarkt ausgedrückt? War das in dem Moment ein Thema oder wie hast Du das festgestellt?

Martin: Das war super untypisch: Ich habe Rückenschmerzen bekommen. Und das dummerweise auch noch nachdem ich ein paar Stunden Auto gefahren bin. Das heißt, ich habe das nicht ernst genommen. Ich habe einfach gedacht, ich habe im Auto doof gesessen oder habe zu lange gesessen oder vielleicht auch, weil das Schiebedach offen war, einen Zug gekriegt oder so. In jedem Fall habe ich einfach die Rückenschmerzen nicht ernst genommen. Die fingen mittwochs an, ich bin dann donnerstags in der Früh noch mal zum Kunden nach Düsseldorf geflogen, die Schmerzen wurden auch immer ein bisschen stärker. Ich bin freitags dann wieder nach Hause geflogen, da waren die Schmerzen noch stärker und am Samstag früh bin ich dann von den Rückenschmerzen aufgewacht, die dann schon in den ganzen Körper ausgestrahlt haben. Ich habe meine Frau dann gebeten, sie möge mich doch mal zum Arzt fahren - das scheint nicht normal zu sein.

Dann war ich irgendwann in der Notaufnahme vom Krankenhaus, habe da noch dreieinhalb Stunden gewartet und wie die mich dann untersucht haben und das EKG angeschaut haben, dann sind die total hektisch geworden und es war auch interessant zu sehen, weil die Ärzte nur noch ganz kurze Befehle gesagt haben und das ganze Team drum herum wusste sofort, was los ist. Nur ich wusste nicht, was los ist. Ich habe dann irgendwann mal gefragt, ob es was Ernstes sei (lacht), dann sagte sie “Ja, sie haben einen akuten Herzinfarkt und es geht jetzt tatsächlich um Sekunden” und dann haben die mich im Laufschritt in diesem Bett in den OP geschoben und man konnte es Gott sei Dank mit zwei Stands korrigieren. Ich musste also nicht die große OP machen und so war das letztlich.

Norman: Wahnsinn! Ich kann mir - zumindest im Ansatz - vorstellen, wie Du Dich gefühlt haben musst, wenn dann die Ärzte anfangen, hektisch zu werden und dann noch diese Diagnose. Das ist natürlich schon ein Thema.

Ich kenne interessanterweise einige Leute, denen das zwar in dem Moment - klar - etwas ausmacht. Die dann geschockt sind und für die das auch eine gewisse Nachwirkung hat, aber die danach nichts ändern. Die Frage an Dich: Was war Dein Aha-Moment, wo Du gesagt hast “So geht es einfach nicht mehr weiter!”

Martin: Der war tatsächlich noch ein paar Stunden, nachdem mir die Stands gesetzt wurden. Ich dachte ja, wenn man Stands gesetzt bekommt, das ist wie bei einer Rohrreinigungsfirma. Die Rohre sind wieder frei, Du kannst nach Hause. Das war aber nicht. Ich bin dann zur Beobachtung auf die Intensivstation gekommen und da hatte ich dann einen Herzstillstand. Da hat mein Herz, weil es so viel gearbeitet hat, einfach gesagt “Jetzt brauche ich echt mal eine Pause” und hat aufgehört zu schlagen.

Das war für mich tatsächlich der Punkt, wie ich da reanimiert wurde und wieder zu mir gekommen bin. Da habe ich gedacht: So kann es nicht weiter gehen und habe im Laufe der nächsten Wochen - man hat ja dann auf einmal viel Zeit, wo man vorher immer dachte, man hat keine Zeit. Auf einmal hat man sie und da habe ich überlegt: Was ist der größte Stressfaktor in meinem Leben. Und der größte Stressfaktor war bei mir die Reiserei, weil ich fast nie zwei Nächte hintereinander im gleichen Hotel war. Ich war montags in dem einen Hotel; dienstags im Anderen; Mittwoch wieder woanders. Und ich habe dann tatsächlich Ende 2015 beschlossen, ich höre mit den Trainings auf, bis auf ein paar Ausnahmen, die ich als Kunden behalten habe. Aber mit dem richtigen Trainingsgeschäft, so wie ich es 18 Jahre lang betrieben habe, höre ich auf und konzentriere mich auf Vorträge, auf mein Portal, was ich gerade entwickle und versuche so von meinen 200 Hotelnächten im Jahr, vielleicht auf 20 zu kommen, damit ich nicht mehr so viel unterwegs bin.

Norman: Ja, Wahnsinn! Eine wahnsinnige Geschichte, vielen Dank für die persönlichen Einblicke!

Martin: Ja, gerne.

Norman: Martin, wir haben ja das Thema ausgesucht “Die Freiheit authentisch zu sein”. Wenn Du über diesen Satz nachdenkst, und Du hattest im Vorfeld auch ein bisschen Zeit, was sind das für Gedanken, die Dir in den Kopf kommen, wenn Du über Freiheit und Authentizität nachdenkst?

Martin: Das hängt tatsächlich auch mit meinem Herzstillstand zusammen, weil in dem Moment hatte ich so ein wahnsinnig angenehmes Gefühl. Mein Herz hat nicht mehr geschlagen und irgendwie ist jeglicher Druck von mir abgefallen. Und ich hatte eben genau dieses Freiheitsgefühl, was ich davor eigentlich so gar nicht mehr kannte. Das hat mich dann auch sehr beschäftigt, weil ich gedacht habe: Es muss doch nicht unbedingt sein, dass immer das Herz aufhört zu schlagen, damit man sich frei fühlt. Das muss doch auch anders gehen.

Und ich habe dann in der Reflektion mit mir selber einfach auch bemerkt, dadurch dass ich mich als 25-jähriger selbstständig gemacht habe, habe ich immer mit allem was ich getan habe darauf geachtet: Wie komme ich beim Kunden rüber? Was erwartet der Kunde? Welche Schuhe habe ich an? Welchen Anzug trage ich? Welche Krawatte? Mit welchem Auto kann ich beim Kunden vorfahren? Welche Uhr darf ich tragen? All diese Dinge. Und ich habe da bemerkt, dass ich das damals so perfektioniert habe, dass ich inzwischen gar nicht mehr gemerkt habe, dass ich eigentlich nur noch versuche, anderen Erwartungen zu entsprechen. Ich habe automatisch immer überlegt: Kann ich das kaufen? Kann ich das tragen? Kann ich das machen? Oder: Wie kommt das beim Kunden an?

Und da nehme ich mir tatsächlich seit dem Herzinfarkt die Freiheit, dass ich sage: Nee, ich schaue, was ich will. Ich schaue, was mein Bauch mir sagt, was mein Herz mir sagt und traue mich das einfach und wer damit nicht klar kommt, ob das Kunde ist oder privat irgendwelche Bekannten oder so, der muss es bleiben lassen. Das heißt jetzt nicht, dass ich wie die Axt durch den Wald gehe und alles nieder trample, klar sind mir andere Menschen wichtig und ich achte da auch drauf, aber ich gucke vor allem auch darauf: Was ist mein Gefühl dazu? Was sagt mir mein Herz? Und das beste Beispiel ist tatsächlich mein lila Challenger. Das hätte ich vor dem Herzinfarkt NIE gemacht - garantiert nicht! So ehrlich muss ich zu mir selber sein. Ich hätte mir das nie selber zugestanden, so ein Auto zu fahren.

Norman: Ja, und das ist wirklich das Symbol für Dich, dass das Du bist. Das wird sicher kein Firmenfahrzeug werden.

(beide lachen)

Ich finde es ganz spannend, weil dieses Thema Authentizität oder authentisch sein, das klingt auf den ersten Blick völlig normal. Natürlich sind wir, wir selbst, aber wenn man mal wirklich in sich rein denkt, ob das morgen der Termin beim Kunden ist oder man stellt sich als Arbeitnehmer einem neuen Arbeitgeber vor oder dergleichen: Bin ich dann wirklich ich? Oder: Bin ich vielleicht in einer Rolle? Will ich gefallen?

Martin: Ja, ich meine, wir wachsen auch mit ziemlich vielen Konventionen auf. Wie oft hört man den Satz: “Das macht man nicht” - wer ist denn “man”?

Da glaube ich, ist es ein gewisser Prozess. Bei mir war es ein sehr schneller, einschneidender Schlag, aber ich glaube es ist auch ein Prozess, dass man auch lernt zu sagen “Okay, was ist die Konvention und wo möchte ich mich an die Konventionen halten und wo vielleicht auch nicht? Wo lebe ich meine authentische Ader aus?” Ich bin nach wie vor jemand, wenn ich auf einem Galaabend eingeladen werde, dann ziehe ich auch einen Smoking an. Da bin ich nicht so, dass ich sage “Hauptsache dagegen”, sondern das ist eine Konvention, wo ich sage, wenn sich da alle schick machen und ich werde da eingeladen und ich entscheide mich, dahin zu gehen, dann kann ich da auch so hingehen, dass ich sage, ich muss da nicht in Cowboystiefel und Shorts auftauchen (lacht), was ich auch sonst nicht mache, aber - Oh Gott, ich habe gerade ein Bild vor Augen… (lacht)

Norman: Ja, ich auch (lacht)

Martin: Aber ich kann durchaus überlegen: Wenn ich zum Kunden gehe… Ich habe zum Beispiel früher immer Anzüge angehabt. Immer Anzug und Krawatte, IMMER. Jetzt erlaube ich mir - wenn es passt und ich da Lust drauf habe - Jeans, ein ordentliches Businesshemd und ein Sakko und keine Krawatte. Und es wird akzeptiert und ich habe genauso Kunden, wie zuvor auch. Alles ist gut. Und diese Freiheit, da muss man sich hin entwickeln oder man kriegt eben so einen Dämpfer, wie ich ihn da gekriegt habe, ne?

Norman: Ja, absolut. Ich glaube, was auch super wichtig ist und das verbinde ich auch mit Persönlichkeiten, so wie Du eine bist, die zur Marke geworden sind, so wie Du auch, das Thema: Du musst Dich selber einfach gut finden. Das ist auch ein bisschen die Selbstliebe, weil wie willst Du, dass andere Dich gut finden oder dass sie Dich akzeptieren, wenn Du es selbst noch nicht einmal kannst?

Martin: Ja, das ist ein super wichtiger Punkt, den Du da ansprichst, weil ich habe eben auch gemerkt in den 18 Jahren, wo ich meine Firma aufgebaut habe und durchaus auch erfolgreich unterwegs war, da war ich mir selbst nie gut genug - um das mal so auszudrücken. Immer, wenn ich ein Ziel erreicht habe, einen tollen Kunden akquiriert habe oder sonst irgendwas, habe ich einfach mehr oder weniger still einen Haken dran gemacht und gesagt “Okay, nächstes”. Ich habe mir nie erlaubt, mir auch mal selber auf die Schulter zu klopfen und zu sagen “Mensch, das hast Du richtig gut gemacht. Da kannst Du stolz auf Dich sein!” Das gab es eigentlich gar nicht und das lerne ich seit meinem Herzinfarkt, dass ich wirklich sage, ich muss auch einmal tief durchatmen und mich angucken und mir sagen “Hey, da hast Du richtig was auf die Beine gestellt. Da bist Du an dem Punkt super gewesen!”

Das kam mir früher immer total angeberisch vor, auch darüber zu reden, aber das ist ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, weil wenn Du Dich selber nicht lieben oder anerkennen kannst für die Leistung, die Du erbringst, dann funktioniert das überhaupt nicht. Wo hast Du eine Basis, auf der Du alle anderen Sachen machen willst? Die ist dann ja nicht vorhanden.

Norman: Ja, absolut. Eine der größten Emotionen ist die Angst. Und ich kann mir gut vorstellen, dass viele einfach die Scheu haben, selbst authentisch zu sein, sich selbst wirklich auch zu mögen, wenn nicht sogar zu lieben. Wie war das bei Dir? Wie hat Dein Umfeld reagiert, als Du von Schlips und Kragen Anzug reingesprungen bist in Deine eigentliche Identität; in Deine Persönlichkeit?

Martin: Interessanterweise und dadurch, dass das mit so einem Paukenschlag ging, haben auch alle meine Kunden und alle haben das einfach ganz normal empfunden. Ich habe auch eine super Erfahrung mit meinen Kunden gehabt. Ich habe ja tatsächlich gepostet, dass ich einen Herzinfarkt habe, das stand damals vor zwei Jahren auf Facebook und da haben mir ganz, ganz viele Kollegen gesagt “Bist Du irre? Das kannst Du doch nicht schreiben. Damit zeigst Du Schwäche und Du wirst Deine Kunden verlieren.”

Ich habe genau den gegenteiligen Effekt gehabt: Meine Kunden haben mir alle gesagt “Erhol Dich gut, Hauptsache, Du kommst wieder. Wir brauchen Dein Know-how; wir brauchen genau Dich als Trainer; wir brauchen Deine Art.” Und deswegen war es dann tatsächlich hinterher auch egal, dass ich eben nicht mehr im Anzug aufgetaucht bin, sondern - ich meine, ich ziehe mich ja immer noch anständig an. Das ist immer noch ein Maßhemd und ein Maßsakko und auch Schuhe, die nicht 19,90 Euro kosten. Es geht schon darum, auch noch immer anständig unterwegs zu sein, aber eben nicht mehr so ganz steif, mit Krawatte und allem drum und dran. Und das war für alle in Ordnung. Ich habe nie irgendwas zu dem Thema gehört und das hat mich positiv nachdenklich gemacht, weil ich jetzt inzwischen einfach der festen Überzeugung bin: Ob Du Dich verstellst oder nicht verstellst - Du wirst die gleiche Anzahl an Kunden haben, die Dich mögen oder nicht mögen.

Norman: Du hast gerade auch einen ganz super, super, super spannenden Satz gesagt “Wir brauchen DICH” haben Deine Kunden zu Dir gesagt. Die haben nicht gesagt “Wir brauchen die Maske oder die Rolle, den Schauspieler, den Du vielleicht in der Vergangenheit versucht hast, zu spielen, sondern wir brauchen DICH, als Mensch, als Persönlichkeit”. Das finde ich super wertvoll und es ist glaube ich auch eine wichtige Erkenntnis gebraucht zu werden von der Gesellschaft, von meinem Umfeld, von meiner Familie, aber auch von meinen Kunden, einfach als Person gebraucht zu werden.

Martin: Absolut, ja.

Norman: Wir haben ja in unserem Thema “Die Freiheit authentisch zu sein”. Was macht für Dich die Freiheit denn aus, Du selbst sein zu dürfen?

Martin: Jaaa! Also, wir haben jetzt ein bisschen über die äußeren Sachen gesprochen: das Autofahren; woran ich Spaß habe; die Klamotten anziehen, an denen ich Freude habe oder in denen ich mich wohlfühle - da geht es eigentlich drum - aber eben auch so ein bisschen, sich so geben zu dürfen, wie man von seiner eigenen Person her ist.

Ich bin nicht der trockene Zahlen, Daten, Fakten, Hochschulprofessor, sondern ich bin eher der, der mal einen dummen Spruch macht oder Dinge ein bisschen lockerer sieht, als es vielleicht manch anderer tun würde. Das mit einfließen zu lassen, im Umgang - natürlich privat, logisch - mit Freunden, Bekannten, aber auch im geschäftlichen Bereich. Auch Kunden zu haben, mit denen man auf so eine lockere Art kommunizieren kann. Ich habe festgestellt, dass ich mit glaube ich über 90% meiner Kunden per Du bin. Und das passt einfach zu mir. Ich bin eher der Du-Typ und weniger der Sie-Typ. Das sind alles so kleine Freiheiten, die mit Authentizität zusammenhängen. Weil wenn ich mich jetzt immer verstellen müsste und müsste auf sehr - wie soll man dazu sagen? ich nenne es immer seriös, ich bin ja nicht unseriös deswegen - aber, wenn ich so sehr sachlich agieren müsste - das ist eigentlich der richtige Begriff. Wenn ich also nur noch Daten, Fakten und da gibt es eine Studie und da ist das und da ist jenes, das wäre richtig anstrengend für mich. Deswegen ist das die große Freiheit der Authentizität, wenn Du einfach so sein kannst, wie Du als Typ von der Prägung her auch bist.

Norman: Ja. Und es ist ja auch ein ganz anderes Lebensgefühl, diesem Erwartungsdruck zu entgehen. Wenn ich dann einfach raustreten kann und ich selbst sein kann und nicht irgendwelche Wunschvorstellungen anderer folgen muss oder erfüllen muss.

Martin: Ja. Das ist auch tatsächlich so ein Punkt: Ich habe auch schon mal gehört “Den Sänger kann man ja nicht mehr buchen”. Das habe ich auch über zwei Ecken erfahren und dann ist es okay. Jetzt sage ich das aus einer sehr schönen Position heraus, weil ich genügend andere Kunden habe, um das aufzufangen, aber da greift ja wieder der Tipp, den ich vorher schon gegeben habe. Ja, da muss man auch mit leben können. Das hätte mich, bevor ich mir selber die Freiheit der Authentizität gegönnt habe, fertig gemacht. Da hätte ich glaube ich schlaflose Nächte gehabt, weil ich mir dachte “Was stört den an mir? Was muss ich anders machen, dass der mich auch noch bucht?”

Und jetzt sage ich “Alles klar, dann ist das nicht der richtige Kunde für mich”. Und das ist einfach ein Stück Freiheit, ne?

Norman: Ja, absolut. Was ich vielleicht auch noch ergänzen darf und das hast Du vorhin auch schon angedeutet: Ein Gesetz des Lebens ist das Gesetz der Anziehung. Das sind eben nicht genau die Menschen, mit denen Du arbeiten möchtest, die das über Dich denken. Das heißt, es bereinigt sich ja irgendwie von alleine, weil Du so wie Du bist auch angenommen werden möchtest.

Martin: Ganz genau. Und das ist das, was ich vorher schon mal kurz erwähnt habe, dass die Anzahl derer, die mit Dir arbeiten wollen oder nicht mit Dir arbeiten wollen aus meiner Sicht glaube ich gleich ist. So wie der eine sagt “Den Sänger kannst Du ja nicht mehr buchen”, gibt es einen anderen, der sagt “Der Typ ist cool, den buche ich”. Ich glaube ganz, ganz fest daran, dass sich das absolut ausgleicht. Und deswegen will ich die Leute auch ein bisschen ermutigen, mehr Du selbst zu sein, weil es hat keinen negativen Aspekt.

Norman: Ja, absolut, ja. Wir hatten auch vorhin schon das Thema “Der erste Eindruck” - Dein lilafarbener Challenger. (beide lachen) Wie wichtig ist das für Dich, wenn Du an Dich als Persönlichkeit denkst; vielleicht auch, wenn Du an die digitalen Medien denkst, die ja immer mehr ein Thema auch sind oder auch werden in Zukunft; wie ist das Thema “Erster Eindruck” in Verbindung mit Authentizität?

Martin: Ja, das ist tatsächlich interessant, weil gerade, wenn man die digitalen Medien anspricht, da kenne ich dann doch den einen oder anderen, der versucht da eher ein Image aufzubauen über die digitalen Medien und es wird an der Stelle schwierig, wenn dieses Image, das er aufgebaut hat, dann nicht zu der Person passt. Man lernt ja immer mal Leute kennen, mit denen man vielleicht schon ein Jahr oder zwei irgendwie digital verbunden ist - egal, über welche Plattform - und wenn das dann nicht zusammenpasst, dann ist ein Störgeräusch im ersten Eindruck drin, weil man sich denkt “Hä?”

Wenn ich jetzt ein Bespiel nehmen würde: Wenn einer immer total lustige Sachen postet und ist dann ein total langweiliger, dröger Typ, da weiß man dann ja gar nicht woran man ist. Deswegen ist es auch für mich eine ganz wichtige Geschicht, auch da authentisch zu sein. Also auch in den digitalen Medien, nicht nur mit Kalkül zu posten und irgendwelche Tweets abzusetzen, sondern zu sagen, heute habe ich etwas, das war zum Lachen, vielleicht auch etwas, was mir selber passiert ist und wo ich über mich selber lachen kann. Und am nächsten Tag habe ich was, wo ich nachdenklich bin. Also alles, was die Facetten einer Persönlichkeit ausmacht. Man muss einfach überlegen: Will ich das nach außen geben? Ja oder nein. Aber nicht unter Image-Gesichtspunkten, sondern: will ich das von mir verraten? Also: Poste Persönliches, aber nichts Privates. Das ist eigentlich eine Richtlinie, an die ich mich dabei immer halte. Dann kannst Du trotzdem authentisch sein. Du musst ja nicht Dein ganzes Seelenleben offen legen.

Norman: Wie hat sich das bei Dir entwickelt, den digitalen Fußabdruck zu hinterlassen und dabei authentisch zu sein - wie Du gerade gesagt hast? Schon Einblicke zu gewähren, aber nicht zu privat. Du agierst bei Facebook Live vor der Kamera, bei YouTube findet man Dich - wie ist es, diese Schwelle zu überwinden und zu sagen: Zeig Dich ruhig, wenn Du da draußen sichtbar sein möchtest? Das setzt es natürlich voraus, aber: Zeig Dich ruhig und sei dabei authentisch. Wie war das für Dich das erste Mal live zu gehen?

Martin: Das ist schon eine spannende Geschichte, weil wenn ich mich recht erinnere, war mein erstes Mal live, als ich gerade einen kurzen Italienurlaub gemacht habe. Da habe ich eine kleine Autotour mit einem Freund gemacht und wir waren dann in einem schönen Hotel am Strand. Und wie ich da abends immer so am Yachthafen entlang gelaufen bin, habe ich mir gedacht: Du könntest mal diese Facebook Live Funktion ausprobieren. Was ich jetzt bei mir beobachte ist, ich mache das sehr selten, aber immer nur dann, wenn mir ein Thema besonders am Herzen liegt. Also nicht einfach so “Hallo, Kuckuck, wie geht’s euch denn?” Weil, was soll das? Sondern, ich habe dann irgendwas, was mich gerade beschäftigt oder worüber ich nachdenke und wovon ich aber auch denke, dass es andere Menschen interessieren könnte. Ich werde nicht Live gehen und sagen “Soll ich jetzt die Spaghetti mit Muscheln nehmen oder die Pizza?” Sowas interessiert mich ja auch selber nicht, egal, wie gut ich den anderen Menschen kenne. Aber wenn da irgendein Thema ist, wo ich mir Gedanken drüber mache, dann ist es eine ganz coole Nummer, die Leute daran teilhaben zu lassen.

Natürlich in meinem Job als Trainer oder als Redner, wenn ich auf der Bühne stehe oder vor Menschen agiere, da ist dann sowas wie Facebook Live ein relativ kleiner Schritt, weil ich es ja gewohnt bin zu reden und auch vor Menschen zu reden. Es war eigentlich eher ungewohnt, dass keine Menschen vor mir saßen.  

Norman: Ja genau, das ist noch einmal etwas anderes.

Martin: Genau, aber was ich an mir selber entdeckt habe ist tatsächlich, wie unterschiedlich ich jetzt in den digitalen Medien unterwegs bin im Vergleich zu vor meinem Herzinfarkt. Man kriegt ja bei Facebook zum Beispiel immer diese lustigen Erinnerungen. Was war an diesem Tag vor einem Jahr, vor zwei Jahren, vor drei, vier, fünf Jahren, ja? Und vor meinem Herzinfarkt habe ich ganz, ganz viele typische Trainerposts “Bin am Flughafen, die Woche geht wieder los” oder “Hier ist meine leere Stuhlreihe, die wird sich gleich füllen und dann halte ich einen Vortrag”. Also so die Klassiker, über die wir uns in der Branche jetzt ein bisschen lustig machen auch. Und jetzt poste ich eigentlich sowas gar nicht mehr. Jetzt poste ich - ich habe ja nicht nur mein lila Muscle Car, ich habe ja auch noch einen Oldtimer - wenn ich mit meinem Oldtimer in den Sonnenuntergang fahre und das gerade einfach ein cooles Bild ist, wie die Sonne dann meine große Motorhaube  in gold-orangene Töne taucht - da mache ich dann kurz ein Foto und poste sowas. Das hat sich ziemlich verändert und das finde ich ganz spannend. Aber auch unter der großen Überschrift “Authentisch sein”.

Norman: Ja. Ich würde auch gerne noch mal einen weiteren Begriff in unsere Runde werfen: “Vertrauen”. Authentisch zu sein heißt ja mal ganz platt ausgesprochen echt zu sein, wirklich echt zu sein, so wie man tatsächlich ist. Welche Rolle spielt für Dich diese Vertrauensbildung zu Deiner Community, zu Deinen Kunden?

Martin: Das ist tatsächlich sogar die wichtigste Aufgabe, denke ich, weil heutzutage ist es ja so, dass man gerade über die digitalen Medien und über verschiedene Marketingtools sehr, sehr viel nach außen darstellen kann. Aber die Menschen und davon bin ich überzeugt, die merken, wenn nichts dahinter ist. Und dieses nichts dahinter sein ist dieses nicht echt sein. Deswegen ist es absolut wichtig, dass die Leute, die mich vielleicht erst irgendwo in den Online Medien erkennen oder meinen Podcast hören oder was auch immer, wenn die mich dann treffen, dass dann das Feedback kommt “Ach Mensch, Sie sind genauso wie auf den YouTube Videos oder wie ich mir das vorgestellt habe über Facebook” oder “…wie in Ihrem Podcast” oder was auch immer. Und diese Echtheit schafft dann auch das Vertrauen und das ist ja ganz, ganz wichtig. Weil, wenn die mich dann vielleicht engagieren und sagen “Halten Sie doch mal einen Vortrag bei uns” oder ab nächstes Jahr wird es einen Videokurs von mir geben. Wenn man den kaufen möchte, dann ist es doch wichtig, dass ich weiß: Ich kaufe das von einem, der wirklich auch genau so lebt und handelt, wie er das immer rüberbringt. Sonst kann kein Vertrauen entstehen. Und wer kauft jemandem etwas ab, wo man potentiell das Gefühl hat “naaaa, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob da alles so meint, wie er das sagt” oder so. Sobald wir etwas Misstrauen in uns spüren, kaufen wir einfach nichts. Und natürlich möchte ich nach wie vor gebucht werden. Natürlich freue ich mich, wenn dann mein Videokurs am Start ist, wenn der auch gekauft wird und das geht alles nur darüber, dass Menschen das Vertrauen haben. Jetzt weniger in mich als Person, dazu müssten sie mich besser kennenlernen, aber die müssen das Vertrauen haben, dass ich genau das, was ich nach außen zeige, auch wirklich als Mensch bin.  

Norman: Und das sehe ich als riesen Herausforderung. Ich glaube, einen Menschen kennenzulernen, dem Du gegenüberstehst mit seiner Mimik, Gestik, Körpersprache, Sprache per se; Deinen ersten Eindruck, den Du hast, wenn er Dir gegenübersteht; wie er spricht usw. - das sind alles viele Faktoren, die Du in Bruchteilen von Sekunden wahrnimmst und so Deine Entscheidungen für Dich selbst triffst. Online ist das natürlich noch einmal eine ganz andere Geschichte und ich möchte Dir einfach mal ein Feedback an Dich geben, dass Du das in so kurzer Zeit geschafft hast bei mir und das ist sicher von Mensch zu Mensch unterschiedlich, aber bei mir so super sympathisch rüberzukommen, dass wir jetzt auch so entspannt hier einen Podcast machen können.

Martin: Ja super, vielen Dank! Sowas freut mich total, weil das passt genau zu dem, über was wir hier ja sprechen. Ich verstelle mich nicht und wenn ich Lust habe Blödsinn zu posten, dann poste ich Blödsinn. Wenn ich Lust habe, ernste Sachen zu posten, dann poste ich ernste Sachen. Und wenn das Ganze noch mit ein bisschen Sympathie gewürzt ist und Sympathie geht nur mit Echtheit - jetzt sind wir wieder bei dem Thema - dann finde ich das toll und dann bestärkt mich das auch in meinem Weg.

Ich habe interessanterweise wirklich immer wieder mit Kolleginnen und Kollegen das Thema, dass die sagen “Uhhh, was Du teilweise alles postest, das würde ich nie online stellen”. Und ich sage immer “Ich habe kein Problem damit”, weil ich bin einfach ein Mensch und als ganzer Mensch will ich da auch tatsächlich wahrgenommen werden. Ich habe in einem meiner Vorträge einen Satz drin “Wenn man andere Postings anschaut, gerne mal auch von Kollegen von mir, dann bekommt man den Eindruck, dass diese Kollegen denken: Wenn Superman ein Problem hat, dann ruft der einen Redner an”. Weil das nur alles “Ich bin der Schönste und der Größte und der Beste und ich bin hier die Nummer 1 und da und da….” , wo ich mir denke “Boah, nee!” Es gibt einfach auch die Momente im Leben, wo man eben nicht Nummer 1 ist und wo man nicht der strahlende Sieger ist, sondern… alle die ich kenne, die erfolgreich sind, haben auch gelernt Niederlagen einzustecken. Und wenn man das ausblendet, kann aus meiner Sicht, keine wirkliche, echte, tiefe Sympathie entstehen.  

Norman: Ja, was ich auch persönlich schwierig finde ist, wenn die Täuschung so offensichtlich ist. Also, wenn es wirklich jemanden gibt, der auf der Bühne für Authentizität wirbt und dann aber, wenn man ihn näher kennenlernt, dann eine ganz andere Persönlichkeit hat. Ich habe das schon zweimal erlebt und es hat mich so erschrocken und ich habe mich ganz schnell distanziert. Das fand ich hatte eine gewisse Tragik, weil ich hatte mir natürlich ein Bild gebaut zu dieser Person.

Martin: Ja genau. Und daher kommt ja das Wort “Ent-täuschung”. Man sitzt einer Täuschung auf und wenn man dann auf einmal merkt: Huch, das ist gar nicht so, dann ist man ent-täuscht, weil die Täuschung weg ist. Das ist tatsächlich etwas, was mir auch am Herzen liegt, dass Menschen nicht enttäuscht sind, wenn sie mich kennenlernen oder wenn sie von mir sehen, lesen, hören, was auch immer.

Norman: Ja, so schätze ich das zum Beispiel auch ein. Wenn wir uns morgen sehen würden, dann hätte ich das Gefühl, wir würden uns schon länger kennen, weil wir uns schon digital ausgetauscht haben. Das ist dann auch eine schöne Skalierung in die Realität, ne?

Martin: Ja, das geht mir genauso und das ist auch etwas, was ich zum Beispiel sehr schätze an den digitalen Medien oder an den Social Medien muss man ja eigentlich sagen. Bei mir ist das überwiegend Facebook. Ich habe ganz häufig Menschen kennengelernt, mit denen ich schon ein, zwei Jahre verbunden war und zum Glück war die ganz große Enttäuschung noch nicht dabei, aber bei manchen hat man schon gemerkt, da ist jetzt das ein oder andere ein bisschen anders, als man das vermutet hatte. Aber in den meisten Fällen habe ich einfach sehr nette, echte Menschen kennengelernt und das macht mir zum Beispiel unheimlich Spaß, weil ich gerne neue Menschen kennenlerne.

Norman: Hmm, genau den Eindruck machst Du auch auf mich.

(beide lachen)

Martin: Sehr gut!

Norman: Und auf die Zuhörer wahrscheinlich auch.

Martin: Ich hoffe.

Norman: Ich stelle meinen Interviewpartnern immer eine Frage, die ich sehr spannend finde: Das Thema “Entscheidungen” - wie triffst Du Entscheidungen und was hilft Dir dabei?

Martin: Wenn es eine große Entscheidung, die wirklich sehr einschneidend ist, dann bin ich ein ganz, ganz großer Fan vom Worst-Case-Szenario. Ich überlege mir also: Wenn ich die Entscheidung in die eine Richtung treffe - was ist das Schlimmste, was passieren kann? Und dann überlege ich, ob ich mit dem Schlimmsten, was nur irgendwie passieren kann, zur Not, wenn alle Stricke reißen und alles schief geht, damit leben könnte.

Wenn ich da zu viel Manschetten oder zu viel Angst vor habe, dass genau diese schlimmste Sache eintritt, dann muss ich mir überlegen, ob ich den Mut aufbringe, diese Entscheidung so zu treffen. Der Witz ist ja, ich habe es noch nie und bei niemandem erlebt, dass dieses schlimmste Szenario dann auch wirklich eingetreten ist. Aber ich liebe es, mich damit auseinanderzusetzen, um ein Bild davon zu kriegen: Wie schlimm wäre das für mich?

Ich wohne jetzt aktuell in einem Haus mit einem Garten und wenn ich jetzt eine große Entscheidung treffen muss und mir überlegen würde: Vielleicht könnte ich mir dann das Haus nicht mehr leisten. Wäre ich bereit und in der Lage und könnte ich damit leben, vielleicht wieder in einer Drei- oder Zweizimmerwohnung zu wohnen; vielleicht ein Auto weniger zu haben und und und? Also ich mache mir wirklich Gedanken: Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Und wenn ich mir denke, das Leben geht trotzdem weiter und wenn ich dadurch ein paar Kontakte verliere, dann waren es sowieso nicht die richtigen Kontakte. Wenn denen mehr daran liegt, was ich habe und nicht was ich bin. Und wenn ich dann sage, damit kann ich leben, wenn das denn schlimmstenfalls eintreten würde, dann habe ich meistens ein ganz gutes Gefühl dafür, wie ich die Entscheidung treffen soll.

Und ein zweiter Punkt, wonach ich immer entscheide ist, dass ich mir ziemlich bewusst darüber bin, was will ich wie in meinem Leben erreichen; welche Ziele habe ich? Und meine Ziele sind eben nicht mehr nur materieller Natur. Dann frage ich mich eigentlich momenten fast jeden Tag bei jeder Entscheidung, die ich treffe: Zahlt das auf mein Zielerreichungskonto ein oder ist das irgendein Nebenkriegsschauplatz, den ich nicht aufmachen will?

Norman: Super spannend! Ich habe auch eine Ahnung, welches Buch Du gelesen haben könntest.

Martin: Oh! Welches?

Norman: Dale Karnegy “Sorge Dich nicht, lebe”. Auch dort erzählt er über das Thema “Überlege, was Dir schlimmstenfalls passieren kann und schau, ob Du damit klarkommst. Und wenn es Dich nicht Dein Leben kostet, dann treffe diese Entscheidung und mache es”. Und was ich super spannend fand, was Du gesagt hast zum Thema materielle Güter, die uns umgeben, ich glaube viele Leute haben Angst, dass genau diese materiellen Dinge wegfallen könnten und sie haben in den Köpfen wenig Platz und Raum, darüber nachzudenken “Wie kann ich das alles erhalten?” Aber wenn ich mich davon wirklich lösen kann, wenn ich darauf verzichten kann, wenn ich sagen kann “Okay, dann gehe ich halt in eine Einzimmerwohnung oder übernachte im Zelt” oder so, dann habe ich eigentlich keine Abhängigkeit mehr. Dann habe ich genug Raum für diese Entscheidung des Lebens.

Martin: Ja, absolut. Das ist tatsächlich immer ein spannendes Szenario. Da kann ich jeden nur ermutigen, das einfach mal durchzudenken für sich selber.

Norman: Super schön! Danke für den Tipp, das ist wirklich noch mal ein toller Reminder, dass man sich auf neue Werte, auf die Werte des Lebens und weniger der materiellen Dinge, sondern eher die Werte des Lebens fokussiert - schön!

Martin: Absolut und ich glaube, es gibt nichts, was einen glücklicher macht, als wenn man das durchdenkt und dann zu der Erkenntnis kommt: Ich habe vielleicht zwei, drei Personen in meinem Leben. Da könnte ich vor der Tür stehen und sagen “Ich habe alles verloren, ich habe keine Kohle mehr, ich habe riesen Schulden, ich brauche Deine Hilfe” und die einfach nur sagen “Komm rein, hier haste ein Bier”. Oder was auch immer. Ich weiß, dass ich mindestens zwei solcher Menschen in meinem Leben habe. Meine Frau ist in jedem Fall immer der Fels in der Brandung und eigentlich noch mal zwei Freunde, wo ich sage, da könnte ich morgens um 4 vor der Tür stehen, die würden einfach kommentarlos sagen “Komm, schlaf Dich erst mal aus und dann bringen wir das morgen alles wieder in Ordnung”. Und das ist einfach ein super Gefühl. Wenn man zu der Erkenntnis kommt, dann ist es egal, ob man in einem Einzimmerappartement wohnt oder in einer Villa.

Norman: Ja, das ist super wichtig, solche Freunde zu haben. Schön. Martin, gibt es gerade ein Projekt, was Du auf dem Schreibtisch hast, für das Du gerade leidenschaftlich brennst?

Martin: Ja, das ist mein - ich nenne es großspurig “Portal”, aber ich lasse gerade eine Webseite bauen, wo ich das ganze Thema “Zufriedenheit” drauf packen und sagen will, das soll ein bisschen die Quelle dessen sein, wenn man vor irgendeiner Frage steht; ob das jetzt eine Entscheidung ist oder ich habe den Mut nicht oder all diese Themen, die uns so im Alltag begegnen, wo man nicht unbedingt sofort mit jedem drüber redet. Die will ich da gerne in Blogbeiträgen, in Podcasts, in kleinen Videos usw. sammeln und das wird gerade im Hintergrund gebastelt. Ich habe auch gestern erst wieder länger mit meinem Programmierteam gesprochen, was wir wo wie mit welchen Funktionen haben wollen. Und da freue ich mich schon drauf. Da produziere ich gerade auch viel Content und das wird hoffentlich so angenommen, wie ich mir das Wünsche.

Norman: Ganz sicher! Gibt es schon ungefähr einen Zeitraum, wann es losgeht?

Martin: Wir werden einen sanften Start wohl noch in diesem Jahr haben, aber eher Ende des Jahres, vielleicht kurz vor Weihnachten oder kurz nach Weihnachten, dass die Seite zumindest mal Online ist. Wer das mitkriegen will: Man kann sich unter einfach-zufrieden.de zumindest schon mal per E-Mail eintragen. Dann kriegt man eine Info, wenn die Seite online geht. Von daher, wir wollen das vorsichtig anfangen, aber der richtig große Launch wird denke ich vielleicht im Februar oder März nächsten Jahres sein.

Norman: Stark! Wir verlinken das natürlich in den Shownotes, für alle die, die zuhören und wir beide bleiben, so hoffe ich, in Kontakt, sodass wir uns dazu weiter austauschen, das klingt super spannend. Zufriedenheit - wer will das nicht?

Martin, wir haben in unseren Interviews immer so eine kleine Quick Q&A Session. Ich stelle Dir hintereinander weg ganz schnell ein paar Fragen und Du antwortest ganz spontan.

Martin: Wow, okay!

Norman: Ich habe ein Frage eingebaut - jetzt bin ich frech - die aus Deinem letzten Podcastinterview - das verlinke ich auch noch mal in den Shownotes - Dir gestellt wurde, die Du dann im Laufe des Gesprächs, Dir immer wieder selbst gestellt hast. Vielleicht weißt Du schon, welche Frage das sein könnte?

Martin: Oh Gott, ich hätte meinen Podcast nochmal hören sollen! (lacht)

Norman: Mal sehen, was Du spontan drauf antwortest. Wirklich eine super Podcast-Folge, die wir gerne noch mal verlinken. Bist Du startklar, wollen wir loslegen?

Martin: Ja okay, gib Gas.

Norman: Was hat Dich anfangs davon abgehalten, Dich als Marke zu positionieren?

Martin: Wahrscheinlich immer die Angst davor, wie ich dann gesehen werde. Das klassische Thema “Was denken andere über mich?” Das war immer etwas, wo ich glaube ich mir selber ein Gefängnis gebaut habe.

Norman: Okay, so jetzt kommt die Frage: Wenn die Leute an Dich denken, was ist das eine Wort, wofür Du selbst als Marke bekannt sein willst oder schon bist?

Martin: Ich wäre gerne mit dem Wörtchen Business Rebell bekannt.

Norman: Okay, lassen wir so stehen. Welcher Moment oder Rat hatte einen besonders nachhaltigen Einfluss auf Dein heutiges Leben oder auf Dein Business.

Martin: Ja, das war tatsächlich die Erkenntnis, ein Business immer auf mehreren Säulen aufzubauen; mehrere Kunden oder mehrere Quellen oder so, dass man nicht in eine Abhängigkeit gerät.

Norman: Kannst Du uns eine Internetressource oder ein Tool nennen, welches Du selbst einsetzt?

Martin: Ja - Trello! Unter trello.com. Das ist ein Tool, um sich selber ein bisschen zu managen. Da kann man sich Aufgaben, ToDos und auch Erledigungen und so machen und das hilft mir als kleiner Chaot unheimlich gut, mich zu strukturieren und ich kann auch projektweise mit anderen Leuten in Trello zusammenarbeiten.

Norman: Hm, sehr cooles Tool. Das habe ich auch schon ausprobiert - wirklich gut.

Welche drei Mobile Apps benutzt Du am liebsten, wenn Du auf Deinen Startscreen auf Deinem Smartphone guckst?

Martin: Das ist tatsächlich auch Trello, weil das auch als App unterwegs ist. Am liebsten, also am häufigsten verwende ich immer noch irgendwelche Flugbuchungsapps, aber als kommunikativer Mensch ist sicherlich Facebook dabei, WhatsApp ist dabei und ich denke Instagram auch.

Norman: Was für Musik hörst Du, die Dich vor allem auf neue Ideen bringt, die Dich inspiriert?

Martin: Das liegt ein bisschen an meiner Tagesform. Gerne etwas Rockiges, aber es gibt auch Tage, da ist es dann diese klassische Dance, Electronic Ecke, wo ich sage, das bringt mich jetzt so richtig gut drauf und mein Hirn in Schwung.

Norman: Was ist im Challenger?

Martin: Im Challenger meistens irgendwie AC DC oder sowas.

(beide lachen)

Norman: Natürlich!

Martin: Klar! Oder aktuell Disturbed - ein großartiges Album!

Norman: Sehr cool, das verlinken wir natürlich auch. Kannst Du uns ein Buch empfehlen, welches für Dich einen großen Mehrwert hatte? Wie heißt dieses Buch und worum ging es dort?

Martin: Im geschäftlichen Bereich, weil ich mich ja gerade mit dem ganzen Online-Thema auseinandersetze ist es von Jeff Walker “Launch”, wo er einfach erfolgreiche Strategien beschreibt, wie man mit einem Business im Internet an den Markt gehen kann.  

Und im privaten Bereich, da sind es tatsächlich relativ viele Bücher, die ich immer parallel lese, aber ein Buch, was mir aus ein bisschen aus der Seele spricht ist von Jochen Schweizer “Der perfekte Augenblick” und das ist tatsächlich ein Buch, was ich in einem Rutsch von vorne bis hinten durchgelesen und sehr, sehr interessant finde, weil er auch letztlich davon redet, dass es um die Erlebnisse geht, die man in seinem Leben hat und nicht um irgendwelche materiellen Güter.

Norman: Super. Martin, bevor wir uns verabschieden: Kannst Du uns zum Schluss noch einen Tipp mit auf den Weg geben und wie wir Dich am besten erreichen können?

Martin: Ja gerne. Also die Webseite ist martinsaenger.de oder gerne auch mich auf Facebook befreunden, wobei ich da immer sage, wer sich mit mir befreunden will und ich kenne den Menschen noch gar nicht, da hilft es, wenn man ein echtes Profilbild hat, wo ein Mensch zu sehen ist und keine Katze oder ein Bild oder sowas. Und zur Not einfach einen kleinen Satz dazu schreiben: Hab den Podcast gehört und würde mich über eine Freundschaft freuen. Weil ich habe interessanterweise, wie wahrscheinlich jeder auf Facebook, immer wieder auch so Freundschaftsanfragen, wo ich mir denke “Häh? Wo kommt derjenige jetzt zu mir?” Einfach eine kurze Info geben und dann befreunde ich mich da sehr gerne mit den Menschen auf Facebook.  

Norman: Schön. Und Dein Tipp zum Schluss noch für die Zuhörer zum Thema “Die Freiheit authentisch zu sein”.

Martin: Der Tipp ist eigentlich, wenn man darüber nachdenkt, den Mut aufzubringen. Einfach Dinge zu tun, die einem am Herzen liegen oder die der Bauch einem sagt. Probiert es mal aus und ihr werdet sehen, es ist gar nicht so schrecklich, wie man sich das vielleicht befürchtet. Traut euch, probiert es aus, folgt eurem Herzen, hört auf euren Bauch.

Norman: Sehr schön, Martin. Das lassen wir genauso schön stehen, wie es ist. Ich danke Dir vielmals für Deine Zeit, für die tiefen Einblicke und die großartigen Tipps und freue mich auf ein nächstes Mal!

Martin: Ja, ich mich auch Norman. Ganz herzlichen Dank, dass ich da bei Dir mit den spannenden Fragen Gast sein durfte!

Norman: Bis bald, Martin, vielen Dank, Ciao!

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