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Viele Firmen lebten Jahrzehntelang von ihrem hervorragenden, auf ihre hervorragenden Produkte zurückgehenden Ruf. Um Mitarbeiter brauchten sie sich nicht zu kümmern. Vom BWL-Studenten über den High-Tech-Ingenieur und den Abgänger von der Designerschule bis zum Gabelstapler und Lageristen: Alle standen sie Schlange, um einen der begehrten Jobs nebst glänzenden Karrierechancen zu erhaschen. Die Deutschland AG war wie eine Behörde: Wer mal drin war, blieb drin, und zwar bis zum Erreichen des Rentenalters.

 

Das hat sich zum Leidwesen Vieler geändert. Die „Generation Golf“, wie sie der Autor Florian Illies nannte, war auf unabsehbare Zeit die letzte, die einen soliden, zuverlässigen Arbeitsmarkt mit soliden, zuverlässigen Arbeitsverhältnissen vorfand. Die Jungs und Mädels von damals – zu ihrer Zeit, in den 80er Jahren, strebte das BWL-tum seinem Höhepunkt entgegen – werden schon in ein paar Jahren selbst in Rente gehen. Die Verhältnisse haben sich radikal geändert. Die Deutschland AG hat sich im Zuge der Globalisierung internationalisiert, man produziert dort, wo es billiger ist und wo sich die Märkte der Zukunft befinden. Deshalb ist ja Kommunikation so ein ungeheuerlich wichtiges Ding! Und deshalb ist ja die Digitalisierung der global operierenden Wirtschaft so unglaublich hilfreich! Es erübrigt sich zu beschreiben, was mit einem Unternehmen geschähe, das sich den Entwicklungen verschließt.

 

Nun, einen solchen Casus darf es schlicht nicht geben. Sämtliche Firmen, egal ob national oder international vernetzt, haben digital aufgerüstet und halten sich in Sachen Digitalisierung auf dem Laufenden.

Die Joblandschaft hat sich ebenfalls radikal verändert: Einerseits hat sich die demographische Entwicklung zur Bedrohung für viele Firmen ausgeweitet. Entstammten die 80er Studis oft noch Familien mit zwei oder mehr Kindern, so ist der typische Hochschulabgänger von heute ein verhätscheltes Einzelkind.

 

Das große Problem der Unternehmen: Sie suchen händeringend nach guten, das heißt: zuverlässigen, qualifizierten, kommunikativen, motivierten, flexiblen etc. Mitarbeitern. Diese sind dermaßen rar, dass immer mehr Unternehmen kapieren, selbst die Initiative ergreifen und auf die High Potentials zugehen zu müssen. In den letzten Beiträgen wurde deshalb das heute so überragend wichtige Thema Employer Branding, also der Aufbau und die Pflege einer Arbeitgebermarke, erörtert.

 

Was nun zählt, ist, wie immer, die Methode. Sei wie ein Architekt. Baue Deine Arbeitgebermarke auf solidem Fundament. Unser Fundament heißt Ehrlichkeit. Dann setze die ersten Steine. Auf ihnen kannst Du ein großes Haus bauen, Dein ganz besonderes, eigenes Haus, Deine Arbeitgebermarke.

 

Zielgruppengerechte Ansprache

 

Zeigen, was man hat, damit die Angesprochenen, in alter Persil-Manier, wissen, was sie erwartet.

Wir schlagen vor:

Attraktives, leistungsbezogenes Gehalt.

Flexible Arbeitszeiten.

Betriebliche Altersvorsorge (lässt sich bedarfsgerecht und flexibel gestalten).

Weiterbildungsangebote.

Abrufung des kreativen Potentials: Der Angesprochene wird in die Zukunftsgestaltung der Marke mit einbezogen.

Eigene Ideen? Raus damit!

Nur nichts versprechen, was nicht gehalten werden kann!

Der Katalog von Angeboten ist, der Digitalisierung sei Dank, heute auch tatsächlich umsetzbar.

 

Wo setze ich am besten an?

 

Entwickle deine Employer-Branding-Strategie am besten direkt aus deinem Geschäft heraus, denn damit bist du hart an der Realität und auf dem besten Weg, das so elementare Ehrlichkeitskriterium zu erfüllen. Nachdem Du durch Befragung vertrauter Mitarbeiter und Kunden herausgefunden hast, welche Merkmale und Eigenschaften Deine Marke zu einem attraktiven Arbeitgeber machen – und was hierzu noch fehlen könnte.

 

Für die Kommunikation dieser Kernbotschaften der Arbeitgebermarke ist es äußerst hilfreich, bewährte Mitarbeiter zu gewinnen, die dein Markenkonstrukt in- und auswendig kennen. Allein sie sind in der Lage, die Marke von innen heraus zu beschreiben. Sie sind involviert, kennen die Stärken und Schwächen. Dabei macht es keinen Sinn, sie zur Erzählung von Märchen bewegen zu wollen. Begeisterung kann nicht aufoktroyiert werden. Sie entsteht in den Herzen und Köpfen der Angesprochenen, die ja ohnehin nicht zu den Dämlichsten ihrer Generation gehören.

 

Überprüfe – notfalls lasse überprüfen – ob Deine Marke, der Auftritt Deiner Firma, upgedatet werden müsste.

 

Für die Arbeitgebermarke ist eine attraktive Gestaltung der Karrieremöglichkeiten lebensnotwendig. Dabei geht es nicht nur darum, mit Geldscheinen zu wedeln. Viel wichtiger sind, gerade bei hochgebildeten High Potentials, Selbstverwirklichungsformate. Lebensqualität. Prestige entsteht hier durch die Belohnung kreativer Leistung und ein Mehr an individueller Freiheit. Wir müssen lernen, die Persönlichkeiten der Menschen mit in unsere Kalküle einzubeziehen. Und das wird uns wirklich bereichern, denn so gewinnen wir Freunde fürs Leben.

 

Selbstdarstellung: Spaß im Ernst, Ernst aus Spaß.

 

Weil die Selbstdarstellung selbsterklärend wirken soll, sprechen wir am besten in Bildern. Zeige, was bei Dir los ist.  Zeige authentische Arbeitsprozesse. Zeige, was Du willst, was Du bietest und wohin Du willst. Zeige, dass Du wertvolle, erstrebenswerte, für unsere Zukunft wichtige Werte vertrittst. Zeige Erfolge Deines Unternehmens: Geschäftliche, technische und ethische. Zeige ernsthaft, dass es Spaß macht, für Dein Markenkonstrukt tätig zu sein.

 

Dabei sind in jedem Fall die vielfältigen Möglichkeiten von Social Media zu nutzen!

Mach Dich sichtbar! Zeige erkennbar Flagge! Lasse die Menschen miteinander kommunizieren. Achte auf kluge Moderation. Auf die Position des Moderators setze wieder jemanden, dem diese sensible Arbeit zuzutrauen – und zuzumuten – ist. Jemand, der fehlerfrei spricht und schreibt, jemand, der sich ggfs., vor allem, wenn die Emotionen hochkochen, auch zurückhalten kann. Bedenke immer, dass der Gesuchte wissen dürfte, wie Kommunikationsprozesse sich vollziehen, dass er selbst einschätzen kann, was richtig und was falsch ist.

 

Wie bereits geschildert, gilt nämlich auch bei der Arbeitgebermarke das Aushandlungsparadigma. Die Menschen wollen für voll genommen werden. Sie haben sich von den penetrierenden und anderen ostentativ beeinflussenden Methoden längst emanzipiert. Sie machen sich ihr Bild selbst.

 

Mut!

 

Mut also zum Dialog!

Mut, den Angesprochenen eine Möglichkeit zur niederschwelligen Kontaktaufnahme und teilhabe zu geben!

Mut, Gesicht zu zeigen! Auf Facebook, Stellenangebote.de, Xing, Jobvector, YouTube, LinkedIn, Stepstone usw..

Mut für eine geile Homepage! Diese Investition wird sich lohnen. Garantiert.

Mut auch, einen Blog aufzubauen!

 

Die Ziele der Employer Branding-Maßnahmen sind die Gewinnung neuer Mitarbeiter sowie die Bindung bereits vorhandenen Personals. Involviere Deine Mitarbeiter. Wer sich einbezogen fühlt, entwickelt Begeisterung.

In demselben Ausmaß, wie das World Wide Web für die Entstehung und Kommunikation von Marken immer wichtiger wurde, sind auch die Anforderungen an die Außen- (und Innen-)Darstellung von Marken gewachsen.

Wenn von Qualitätsansprüchen die Rede ist, sind immer Mut zu Ehrlichkeit und Authentizität gemeint. Die Transparenz des Internet entlarvt zum Glück jedes Geprotze, die Menschen lassen sich nicht mehr ohne weiteres beeinflussen, sie holen sich ihre Informationen wie und wo sie Lust haben.

 

Employer Branding bedeutet das authentische, sicht- und hörbare Angebot eines Lebens-Erlebnisses, denn Lebensqualität wird über Sinn, Sinn in erster Linie über Arbeit definiert.

Deshalb ist es wärmstens zu empfehlen, alles dafür zu tun, eine Arbeitgebermarke aufzubauen, mit der sich Menschen identifizieren können. Nicht alle Menschen. Aber jene, die wir für den Erfolg unserer Marke jetzt und in Zukunft so dringend brauchen.

Employer Branding ist, mit anderen Worten, ein nicht mehr wegzudenkendes Radar für das gesamte Unternehmen: Hier werden die Trends aufgegriffen, hier lädt sich die Marke quasi zwangsläufig mit Seriosität auf. Und hier erhält die Marke wesentliche Impulse, um sich weiterzuentwickeln.

 

Hab also Mut!

Zeige Gesicht.

Deines.

 

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