Selbstsabotage

 

Nichts will so klappen, wie du es dir vorstellst. Natürlich sind daran immer die anderen und die Umstände schuld – wer auch sonst. Oder könnte es vielleicht sogar sein, dass du dir selbst immer den Weg zum Erfolg verbaust? Nicht selten liegt es nämlich an Selbstsabotage, wenn Pläne immer wieder an ihrer Umsetzung scheitern. Dies zu erkennen und schädliche Mechanismen zu identifizieren und auszuschalten, ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung deiner Persönlichkeit sowie ein Voraussetzung für erfolgreiches Selbstmarketing. Im folgenden Artikel erfährst du alles, was du über Selbstsabotage wissen musst und wie du diese erfolgreich bekämpfst.

 

Das steckt hinter dem Begriff Selbstsabotage

 

Angst vor dem eigenen Erfolg – das gibt es tatsächlich. Der Fachterminus hierfür lautet Methatesiophobie. Menschen, die darunter leiden, halten sich ständig die – eventuell eintretenden – negativen Begleiteffekte und Folgen von Erfolg vor Augen. Sie wünschen sich zwar erfolgreich und anerkannt zu sein, haben zugleich jedoch auch Angst, den mit Erfolg steigenden Ansprüchen an die eigene Person nicht gerecht werden zu können. Zudem fürchten sie sich vielleicht auch vor Neidern, die nur darauf warten, dass sie Fehler machen. Alles in allem überwiegen die negativen Effekte, sodass das Streben nach Erfolg gleich von Anfang an im Keim erstickt wird.

 

Sich selbst sabotieren heißt nichts anderes, als sich selbst immer wieder im Weg zu stehen und so die eigenen Pläne scheitern zu lassen. Selbstsabotage zählt somit in der Psychologie zum selbstschädigenden Verhalten und sollte als solches nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Dabei kann Selbstsabotage viele Gesichter haben. Sie steckt hinter ständigem Aufschieben von Aufgaben, hinter dem Hängenbleiben im ungeliebten Job und hinter dem Weiterführen eines Studiums, das überhaupt nicht den persönlichen Neigungen entspricht. Auch wenn du nicht Nein sagen kannst, die Interessen anderer immer über die eigenen stellst, alles immer negativ siehst und glaubst, etwas sowieso nicht schaffen zu können, handelt es sich um Selbstsabotage.

 

Besonders gefährlich wird es, wenn Selbstsabotage chronisch ist. Dann kann sie nämlich in Versagensängste münden und diese führen wiederum dazu, dass jedes Risiko von vornherein vermieden wird. Dass so keinerlei Weiterentwicklung möglich ist, versteht sich von selbst. Noch schlimmer ist es nur noch, wenn Selbstsabotage dazu führt, dass sich Betroffene ihre Minderwertigkeitsgefühle immer wieder bestätigen, indem sie sich absichtlich Aufgaben widmen, die sie tatsächlich überfordern und an denen sie schließlich auch scheitern. Auf diese Weise entsteht ein Teufelskreis, aus dem es ohne professionelle Hilfe kaum ein Entkommen gibt. Damit es jedoch gar nicht erst so weit kommt, solltest du rechtzeitig reflektieren und gefährliche Verhaltensweisen identifizieren. So kannst du dich positiv weiterentwickeln und dich sowie deine Marke effektiv zum Erfolg führen.

 

Die Ursachen von Selbstsabotage

 

Die Ursachen von selbst sabotierendem Verhalten sind nach wie vor umstritten. Psychologen führen es einerseits auf bestimmte Erfahrungen in der Kindheit zurück und andererseits auf ein gering ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Dabei müssen wir an dieser Stelle anmerken, dass Letzteres ja auch oft auf ungelöste Probleme aus der Kindheit zurückgeht. In einigen Fällen dreht sich auch alles darum, das positive Selbstbild aufrecht zu erhalten. Misserfolg und Scheitern könnten dieses ins Wanken bringen, weshalb jedes Risiko unbedingt zu vermeiden ist. In anderen Fällen ist das Selbstbild wiederum bereits so negativ, dass Risiken erst gar nicht eingegangen werden, denn das eigene Scheitern scheint ohnehin außer Frage zu stehen. In allen Fällen werden Weiterentwicklung und Wachstum jedoch bereits im Keim erstickt, sodass die Betroffenen immer auf der gleichen Stufe stehen bleiben. Persönlichkeitsentwicklung und Selbstoptimierung können so niemals stattfinden – ein Grund, warum Selbstsabotage deinem Erfolg so sehr im Weg steht. Ein weiterer Grund ist jener, dass ein derartig vermeidendes Verhalten dich auch davon abhält, wichtige Aufgaben und Projekte anzunehmen. Es liegt auf der Hand, dass deine Marke so nicht wachsen wird.

 

Was Menschen, die sich selbst sabotieren, von anderen unterscheidet, ist in erster Linie ihr Zugang zu sowie ihr Umgang mit Misserfolgen und Niederlagen. Während normale Menschen Niederlagen als Chance für Wachstum und Verbesserung begreifen, ertragen es Menschen mit niedrigem Selbstwert nicht, mit ihren Schwächen konfrontiert zu werden. Dementsprechend versuchen sie, jedes Risiko zu scheitern, zu vermeiden.

 

Anstatt dir Fehler aber immer wieder vorzuhalten, solltest du lieber analysieren, wie diese zustande gekommen sind und was du aus ihnen lernen kannst. Anhand dieser Erkenntnisse solltest du dann gestärkt weitermachen, sodass dir deine Aufgaben das nächste Mal besser gelingen. Nur so ist Wachstum möglich.

 

Selbstsabotage – erkennst du dich wieder?

 

Selbstsabotage beginnt bereits bei Worten. Schon, was du denkst und was du sagst, hat großen Einfluss darauf, ob du erfolgreich sein wirst oder nicht. Gerade wie du mit deinen Kollegen, Vorgesetzten und Kunden kommunizierst spielt eine große Rolle. Oft enthält Kommunikation bereits Merkmale von Selbstsabotage und bringt daher nicht den gewünschten Effekt. Darüber hinaus manifestiert sich Selbstsabotage auch in Denkmustern sowie Glaubenssätzen. Folgende Punkte zählen zu den häufigsten selbstsabotierenden Mechanismen:

 

  • Sich selbst zu wichtig nehmen: Klar, um dich zu vermarkten, musst du auch über dich und deine Erfolge reden und dich ins Gespräch bringen. Wer jedoch ständig von sich redet und gar nicht mehr aufhören kann, von seinen Erfolgen zu schwärmen, gilt bald als Angeber und Narzisst.
  • Besserwisserei: Wenn du jedem ungefragt reinwürgen musst, dass du es ja eigentlich viel besser weißt und kannst, brauchst du dich nicht wundern, wenn du bald als arrogant verschrien bist. Darüber hinaus zeigst du durch ein derartiges Verhalten auch nicht, dass du bereit bist, dich weiterzuentwickeln. Wenn du ohnehin schon alles weißt, was gibt es für dich dann noch zu lernen?
  • Ständiges Kritisieren: Konstruktive Kritik ist wichtig, wer jedoch ständig an allem nörgelt, schadet sich letztendlich nur selbst. Du musst einschätzen können, wann Kritik angebracht und ob sie konstruktiv ist. Nur dann solltest du sie auch vorbringen.
  • Anderen die Schuld in die Schuhe schieben: Nichts ist einfacher, als immer anderen die Schuld an den eigenen Fehlern zu geben. Einerseits machst du dich so schnell unbeliebt, andererseits nimmst du dir selbst auch die Gelegenheit, aus deinen Fehlern zu lernen. Um sich weiterzuentwickeln, ist es unbedingt notwendig, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.
  • Andere unterbrechen: Wer andere ständig unterbricht, zeigt, dass er seine Gesprächspartner nicht respektiert und ihre Meinungen für unwichtig hält. Lass deine Gesprächspartner daher immer ausreden, bevor du deinen Standpunkt darlegst.
  • Sich selbst am liebsten reden hören: Kommunikation ist immer wechselseitig. Verabschiede dich daher von dem Gedanken, dass andere nur dazu da sind, um dir zuzuhören. Gehe darauf ein, was zu dir gesagt wird, und stelle interessierte Gegenfragen. So zeigst du deinen Gesprächspartnern Wertschätzung und Respekt.
  • Prokrastination: Wenn du Aufgaben ständig aufschiebst, gerätst du nicht nur zwangsläufig unter Zeitdruck, sondern läufst sogar Gefahr, wichtige Projekte komplett in den Sand zu setzen. Häufig steckt Angst vor Misserfolg hinter chronischer Aufschieberitis. Versuche, Aufgaben in kleine Pakete einzuteilen und dir einen Zeitplan zu erstellen. So wirken Aufgaben weniger einschüchternd und du hast eine nützliche Orientierungshilfe auf dem Weg zu deinem großen Ziel.
  • Fehlendes Selbstvertrauen: Wird die Vorbereitungsphase immer länger und hast du ständig das Gefühl, noch besser planen zu müssen, deutet alles darauf hin, dass du dir die Aufgabe insgeheim nicht zutraust. Dabei hilft hier nur ein Sprung ins sprichwörtliche kalte Wasser, denn vieles lernst du erst in der direkten Auseinandersetzung mit der Aufgabe. Hier gilt Learning by doing mehr denn je, was aber nicht heißt, dass du komplett auf Vorbereitungen verzichten sollst. Du solltest lediglich den richtigen Zeitpunkt für einen Start erkennen und diesen – auch wenn es sich unangenehm anfühlen mag – unverzüglich wahrnehmen.
  • Negative Gedanken: Dieser Punkt geht Hand in Hand mit fehlendem Selbstvertrauen, denn letztendlich entstehen negative Gedanken oftmals aus diesem. Glaubenssätze wie Das schaffe ich niemals, Das geht sicher schief, Ich verfüge nicht über die nötige Erfahrung und Andere können das besser als ich führen direkt zu Misserfolg. Aus diesem Grund solltest du sie unbedingt aus deinem Kopf verbannen und durch positive Denkmuster ersetzen. Nur wer an sich glaubt, kann seine Ziele auch erreichen. Denke an Menschen, die hundertprozentig von sich überzeugt sind, und nimm dir diese als Vorbilder. Wenn sie es schaffen können, warum nicht auch du?
  • Die Meinung anderer: Feedback ist hilfreich und wichtig, um sich zu verbessern. Dabei solltest du dir aber keinesfalls ständig den Kopf darüber zerbrechen, was wohl die anderen über deine Pläne denken könnten. Auch die Angst vor schadenfrohen Reaktionen im Falle deines Misserfolgs solltest du schleunigst ablegen. Fokussiere dich stattdessen auf dich und dein Ziel – alles andere ist unwichtig.
  • Überzogene Härte mit dir selbst: Wo gehobelt wird, da fallen Späne – Fehler gehören einfach dazu. Erwarte also nicht von dir, dass du deine Ziele fehlerlos in die Realität umsetzt. Perfektionismus setzt dich nur unnötig unter Druck und erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief läuft. Stattdessen solltest du nachsichtig mit dir sein und Fehler gleich von vornherein einkalkulieren. Treten diese dann tatsächlich auf, versuche ihre Ursache zu finden und dich sowie Arbeitsabläufe zu verbessern und zu optimieren.

 

So gelingt es dir, dich endlich nicht mehr selbst zu sabotieren

 

Selbstsabotage betrifft meist diejenigen, die am meisten reflektieren und nachdenken. Sie werden am häufigsten von Selbstzweifeln gequält und finden immer etwas, das nicht gut genug ist und ihrem Erfolg so im Weg steht. Mit jedem vermeintlichen Fehler, den sie an sich entdecken, verringert sich ihr Selbstvertrauen, während die Angst vor Misserfolg gleichzeitig zunimmt. So geraten sie in eine Abwärtsspirale, die sie immer tiefer in einen Sog aus Versagensängsten und Perfektionismusstreben zieht. Wenn auch du dich in dieser Beschreibung wiedererkennst, solltest du dir deine destruktiven Denkmuster und Verhaltensweisen eingestehen und dann gezielt bei diesen ansetzen, um eine positive Veränderung zu bewirken. So kann es dir letztendlich gelingen, Selbstsabotage zu überwinden und erfolgreich durchzustarten.

 

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