Coaching für Führungskräfte

 

Der digitale Wandel verändert alles. Unser Privat- und unser Berufsleben ändert sich in so gut wie allen Bereichen in einer Art und Weise, wie wir es uns vor nicht allzu langer Zeit vielleicht gar nicht vorstellen konnten. Bei all diesen Veränderungen ist natürlich auch die Mitarbeiterführung betroffen, denn: Neue Umstände verlangen neue Maßnahmen. Das Schlagwort lautet Digital Leadership. Aber was steckt eigentlich hinter diesem und wie wirst du ein erfolgreicher Digital Leader? Wir haben die Antworten darauf im folgenden Artikel.

 

Was ist Digital Leadership?

 

Der Begriff Digital Leadership klingt eigentlich exakt umrissen und dennoch lassen sich im Netz kaum genaue Definition finden. Klar, digital lässt nicht so viel Interpretationsspielraum zu und Leadership bedeutet Führung. Aber beide Begriffe zusammen? Lass uns daher zuerst einmal bei Leadership ansetzen.

 

Leadership bedeutet Führung und diese bedeutet wiederum, andere Menschen zur Verwirklichung eines gemeinsamen Ziels zu bringen, ohne sie dazu zwingen zu müssen. Wahre Anführer verfügen über die nötigen Eigenschaften wie Integrität, Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit sowie das entsprechende Charisma, sodass ihnen die Menschen gerne und aus freien Stücken folgen. Das unterscheidet Leader von bloßen Chefs.

Ob ein Leader erfolgreich ist oder nicht, hängt zu einem großen Teil von seinem Führungsstil ab. Er sollte strategisch vorgehen und seine Stärken sowie jene seiner Mitarbeiter und auch seines Unternehmens nutzen, um ein gemeinsames Ziel zu realisieren. So weit so gut. Im Zeitalter der Digitalisierung kommen nun jedoch neue Herausforderung auf Leader sowie Leadership zu. In erster Linie geht es bei Digital Leadership darum, neu zur Verfügung stehende digitale Tools einzusetzen, um die Digitalisierung umfassend zu nutzen und so mit ihrer Hilfe das Unternehmen voranzubringen. Die Stärken deines Unternehmens sollen dazu genutzt werden, um seine wirtschaftlichen Ziele umzusetzen, wobei das Internet eine besonders große Rolle spielt.

 

Hier ist oft von smart arbeiten die Rede, wobei sich smart in diesem Fall nicht nur auf klug, sondern vor allem auch auf die sogenannte S.M.A.R.T.-Formel bezieht. Diese steht für Folgendes:

  • S wie Spezifisch: Formuliere so exakt wie möglich, was erreicht werden soll.
  • M wie messbar: Bestimme quantitative und qualitative Messgrößen.
  • A wie attraktiv: Sich für das Ziel einzusetzen, muss für deine Mitarbeiter reizvoll und lohnend sein.
  • R wie realistisch: Das Ziel muss sich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sowie in der vorgegebenen Zeit realisieren lassen.
  • T wie terminiert: Lege fest, was bis zu welchem Zeitpunkt erledigt werden muss.

 

So hat Digitalisierung die Arbeitswelt bis jetzt verändert

 

Ein Blick auf die bislang stattgefundenen Veränderungen der Arbeitswelt hilft oft zu verstehen, was Digital Leadership eigentlich bedeutet.

 

Digitale Transformation hat dazu geführt, dass Innovationszyklen immer kürzer und der Innovationsdruck auf Unternehmen immer stärker werden. Besonders gut kannst du dies in den Bereichen Computer und Elektronik erkennen. Die Einführung neuer Modelle erfolgt in immer kürzeren Abständen und Unternehmen müssen immer schneller neue Produkte auf den Markt bringen. Ein weiterer wichtiger Faktor sind disruptive Geschäftsmodelle, die bestehende Märkte verändern und in einigen Fällen sogar zerstören. Neue Technologien verändern zudem die Arbeitswelt, indem sie zwar einerseits Prozesse erleichtern, andererseits aber Arbeitsplätze überflüssig machen. Dabei darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass sie wiederum auch neue Arbeitsplätze schaffen. Zu guter Letzt haben sich auch die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden verändert, worauf Unternehmen natürlich reagieren müssen, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen. Produkte und ganze Geschäftsmodelle müssen überarbeitet und an die neuen Anforderungen angepasst werden.

 

Dies alles hat natürlich auch Auswirkungen auf die Organisationsstrukturen sowie die Führungsstile. Diese müssen im Rahmen der digitalen Transformation den neuen Umständen entsprechend verändert werden. Dabei ist die Begleitung, Organisation, Delegation und das Management dieses Prozesses die Aufgabe eines Digital Leaders.

 

Fear of the Unknown: So sieht es momentan in deutschen Unternehmen aus

 

Deutschland, einig Land der Digitalisierung – die Realität sieht leider anders aus. Nach wie vor scheint die Führungsriege deutscher Unternehmen mit der fortschreitenden Digitalisierung zu kämpfen und sie nicht im erforderlichen Ausmaß annehmen zu wollen. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass deutsche Führungskräfte nicht ausreichend auf den digitalen Wandel vorbereitet sind und diesen nicht im erforderlichen Maß annehmen und vorantreiben.

 

In vielen anderen Ländern sieht die Situation ähnlich aus: So hat die Hamburger Führungskräfteberatung CEB in einer weltweiten Befragung von 5000 Personen herausgefunden, dass nur rund 12 Prozent von diesen die im digitalen Zeitalter nötigen Managementkompetenzen und Soft Skills besitzen. So weit, so schlecht.

Crisp Research hat wiederum über 500 IT- und Businessentscheider nach ihrem Wissen über die digitale Transformation befragt. Das ernüchternde Ergebnis: 71 Prozent der Befragten besitzen lediglich bescheidene Kompetenzen in Digital Leadership. 17 Prozent erwiesen sich als Technologie-Experten und magere drei Prozent als Digitale Visionäre. Ein Ergebnis, das von unzähligen anderen Untersuchungen und Studien bestätigt wird. Das Interessante daran ist, dass sich zwar alle der großen Bedeutung der Digitalisierung bewusst sind, die Umsetzung digitaler Leadership jedoch kaum stattfindet. Dabei ist die Situation jedoch nicht in allen Branchen gleich. In der IT- und Telekommunikationsbranche sowie die Finanzbranche herrscht eine besonders hohe Akzeptanz der Digitalisierung, während die Dienstleistungsbranche stark hinterherhinkt.

 

Von den unternehmensinternen Abteilungen stechen besonders Marketing und Vertrieb hervor, während Produktion und Einkauf das Schlusslicht bilden. Der digitale Wandel scheint also Unternehmen und ganze Branchen zu spalten.

 

Das muss ein Digital Leader mitbringen

 

Jeder kann ein guter Leader werden – aber kann auch jeder ein guter Digitale Leader werden? Nun, wie immer hängt es davon ab, ob die nötigen Eigenschaften mitgebracht werden. Genauso wie ein guter Leader über bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten verfügen muss, gilt dies natürlich auch für einen Digital Leader.

Ein Digital Leader muss selbstverständlich über die klassischen Leader-Eigenschaften wie Integrität, hohes Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit verfügen. Darüber hinaus muss er jedoch auch zusätzliche Eigenschaften aufweisen, die im Zeitalter des digitalen Wandels unbedingt nötig sind.

 

So steht Digital Leadership unter anderem auch für eine Abkehr von traditionellen Strukturen sowie ebensolcher Führung. Soft Skills spielen hier eine besonders große Rolle, unter anderem, da Hierarchien aufgebrochen und umgestaltet werden müssen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Vorstandsmitglieder hiermit oft Probleme haben, da sie viel zu sehr in hierarchischem Denken verhaftet sind.

 

Eine wesentliche Rolle scheint die Schaffung der Position eines CDOs – also eines Chief Digital Officers – zu sein. Die meisten Unternehmen, die den digitalen Wandel bereits erfolgreich geschafft haben, haben diesen Posten zuvor installiert.

Bei Digital Leadership kommt es natürlich auch auf den richtigen Führungsstil an. Dieser sollte in erster Linie partizipierend sein, was – wie weiter oben bereits erwähnt – neben den klassischen Führungskompetenzen auch andere Eigenschaften verlangt.

 

Als Digital Leader musst du:

  • den digitalen Wandel in deinem Unternehmen aktiv gestalten und vor allem selbst für diesen offen sein
  • dein Unternehmen in den digitalen Wandel führen
  • flexibel auf sich verändernde Situationen reagieren
  • Medienkompetenz besitzen und diese an deine Mitarbeiter weitergeben können
  • wissen, wie du ein effizientes Team bildest, dessen Mitglieder über das für die Realisierung eures Ziels erforderliche Know-how verfügen
  • Verständnis für Diversity haben und die Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichen Hintergründen, Arbeitsweisen und aus verschiedenen Altersgruppen effektiv organisieren können
  • so viel Macht und Kompetenz besitzen, dass du die Unternehmensstrukturen im notwendigen Ausmaß verändern kannst
  • über ausreichend Empathie, Fingerspitzengefühl, Geduld, Zeit und auch finanzielle Mittel verfügen, um die digitale Transformation umsetzen zu können
  • deinen Mitarbeitern ein Vorbild sein und diese motivieren können
  • selbst vom digitalen Wandel überzeugt sein

 

Integrität, Empathie und Innovationsgeist sind drei der grundlegenden Eigenschaften, die ein Digital Leader mitbringen muss. Als Digital Leader solltest du dich für neue Technik begeistern und diese auch privat gerne einsetzen. Zugleich solltest du aber auch über klassische Tugenden wie Empathie, Haltung sowie Verantwortung für dein Handeln verfügen. Zudem solltest du deinen Mitarbeitern stets ein Vorbild und hervorragend mit diesen vernetzt sein. Der Kontakt zu deinen Mitarbeitern ist einer der ausschlaggebenden Faktoren für den Erfolg des digitalen Wandels.

 

Sei als Digital Leader bereit für die Zukunft

 

Innovationsgeist und die Bereitschaft, alte Strukturen aufzubrechen, auf der einen Seite und klassische Tugenden wie Verlässlichkeit, Integrität und Haltung auf der anderen Seite – das macht einen guten Digital Leader im Großen und Ganzen aus. Als Digital Leader ist es deine Aufgabe, dein Unternehmen durch den digitalen Wandel hinein in ein neues Zeitalter zu führen. Dabei benötigst du selbstverständlich viel Verständnis für die Bedeutung der anstehenden Veränderungen sowie viel Fingerspitzengefühl für die Bedürfnisse und Anforderungen deiner Mitarbeiter. Wenn dir diese Balance gelingt, wirst du zu einem guten Digital Leader, der sein Unternehmen weiterhin zum Erfolg führt.

 

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CHIEF DIGITAL ADVISOR

 

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