Coachings für Führungskräfte

 

Aus Fehlern lernt man – am besten ist es dabei natürlich, wenn andere diese Fehler machen. Du musst nicht selbst in jedes Fettnäpfchen treten, um deine Lehre daraus zu ziehen und es das nächste Mal besser zu machen. Oft reicht schon ein Blick auf andere Führungskräfte und auch in die Geschichte, um Schlimmeres zu vermeiden. Wir haben daher recherchiert und die 5 häufigsten Fehler von Führungskräften anhand eines besonders prominenten Beispiels aus der Geschichte für dich gefunden. Diese solltest du dir genau ansehen, um es selbst besser zu machen. Los geht´s!

 

Der große Abraham Lincoln und sein General

 

Abraham Lincoln amtierte als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika von 1861 bis 1865. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Präsidenten der USA und ist vielen ein leuchtendes Beispiel für starke Führung, Integrität und visionäres Denken sowie Handeln. Seine Präsidentschaft war gekennzeichnet durch den amerikanischen Sezessionskrieg sowie die Abschaffung der Sklaverei, die Lincoln entschieden vorantrieb. Mit seinem Wirken legte Abraham Lincoln den Grundstein für den Aufstieg der USA zur Weltmacht im 20. Jahrhundert. Kurz: In den vier Jahren seiner Regierung hatte Lincoln wesentlichen Einfluss auf die Herausbildung der USA, wie wir sie heute kennen. Am 14. April 1865 wurde Abraham Lincoln Opfer eines Schussattentates, das von einem Sympathisanten der Konföderierten verübt wurde. Heute wird Abraham Lincoln unisono als einer der wichtigsten Präsidenten in der Geschichte der USA gesehen und nicht zuletzt wegen seiner integren Persönlichkeit bewundert. Betrachtet man das Wirken dieses Präsidenten jedoch etwas eingehender, kommen durchaus Fehler in seiner Führung zutage. Einer der größten davon war die Wahl der falschen Vertrauenspersonen. Unter diesen sticht besonders General George B. McClellan hervor. Was dieser falsch gemacht hat, wollen wir uns nun genauer ansehen.

General George B. McClellan war Kommandeur der Potomac Armee und später General-in-Chief der Union Army. McClellan offenbarte bereits früh zahlreiche Charakterschwächen, die letztendlich nicht nur dazu führten, dass er nicht nur seinen Job sowie das Vertrauen des Präsidenten verlor, sondern auch dazu, dass der US-amerikanische Bürgerkrieg in die Länge gezogen wurde, was zehntausenden von Soldaten das Leben kostete.

 

McClellans Charakterschwächen sind deutliche Hinweise darauf, dass es sich bei ihm um einen schlechten Leader handelte – was sich schließlich auch auf ganzer Linie bewahrheitete. Diese Rückschlüsse lassen sich natürlich auch auf andere Menschen mit den gleichen Charakterzügen übertragen. Umo aufschlussreicher ist es daher, sich mit General McClellan genauer auseinanderzusetzen.

 

Fehler Nummer 1: Zögern, endlich konkrete Schritte zu setzen

 

Leader müssen konkrete Schritte setzen – und wissen, wann der richtige Zeitpunkt für diese ist oder ob es diesen gar nicht gibt. General McClellan verharrte hingegen ständig in Vorbereitungen, sodass er zahlreiche Gelegenheiten, den Feind angzugreifen, einfach verstreichen ließ. Letzten Endes entließ Präsident Lincoln ihn mit den berühmten Worten: “If General McClellan does not want to use the army, I would like to borrow it for a time.” Enough said.

Ewiges Prokrastinieren ist auch heute eines der größten Probleme schlechter Leader. Damit Visionen und Ideen Realität werden können, muss irgendwann der erste Schritt gesetzt werden – und das besser heute als morgen, denn: Den hundertprozentig richtigen Zeitpunkt gibt es sowieso nicht. Nicht umsonst heißt es, dass Perfektionismus die Mutter aller Prokrastination ist. Die Kunst des Loslegens ist daher eine der wichtigsten Leadership-Qualitäten überhaupt. Oder um es mit den Worten eines bekannten Sportartikelherstellers zu sagen: Just do it!

 

Fehler Nummer 2: Dauerndes Beschweren über nicht vorhandene Ressourcen

 

General McClellan war dafür bekannt, sich ständig über zu wenig Ressourcen zu beschweren. Ob zu wenig Soldaten, zu wenig Artillerie oder zu wenig Geld, irgendwo fehlte es immer. Dabei ist das ein absolutes No-go für erfolgreiche Leader.

Wenn du ein guter Leader sein willst, musst du dir bewusst sein, dass es deine Aufgabe ist, ein bestimmtes Ziel zu realisieren und dafür zu sorgen, entweder mit dem auszukommen, was dir zur Verfügung steht, oder aber mehr zu bekommen. Jammern und Beklagen sind absolut fehl am Platz und ein Zeichen für Inkompetenz. In Wirklichkeit hat so gut wie kein Leader jemals genug Ressourcen, es könnte nämlich immer etwas mehr sein. Gute Leader finden aber einen Weg, wie sie mit dem, was ihnen zur Verfügung steht, ihr Ziel erreichen. Und dazu benutzen sie ihre Vorstellungskraft, denn diese ist immer unendlich.

 

Fehler Nummer 3: Keine Verantwortung übernehmen wollen

 

General McCellan hat die Schuld für sein Zögern sowie all seine anderen Fehler stets bei anderen – unter anderem auch bei Präsident Lincoln selbst – gesucht. Dabei ist eines klar: Ein guter Leader zeigt niemals mit dem Finger auf andere. Leader sind immer für die Ergebnisse, die sie mit ihrem Team erreichen, verantwortlich. Wie sie das machen, ist ihre Sache, dabei sollten sie aber keinesfalls die Gründe für nicht erreichte Ziele in anderen Menschen oder auch den Umständen suchen. Stattdessen sollten sie sich fragen, was sie falsch gemacht haben und was sie besser machen hätten können. Aus diesem Grund solltest du dich und dein Handeln auch jedes Mal, wenn etwas nicht so läuft, wie du es geplant hast, selbst hinterfragen. Auf diese Weise entkommst du auch der Opferrolle, denn wer die Schuld ständig woanders sucht, wird stets ein Opfer der Umstände bleiben. Als solches hat er auch keine Möglichkeiten, etwas an seiner Situation zu ändern. Übernimmst du hingegen die Verantwortung für deine momentane Situation, wirst du vom Objekt zum Subjekt, das auch etwas ändern und bewegen kann. Das Übernehmen von Verantwortung ist daher die Grundvoraussetzung dafür, um etwas zu verändern, ja um etwas überhaupt erreichen zu können. Du kannst zwar nicht die Umstände und die Einflüsse von außen kontrollieren, aber du kannst kontrollieren, wie du auf diese reagierst. So kannst du dein Verhalten entsprechend anpassen, um dein Ziel zu erreichen.

 

Fehler Nummer 4: Missbrauch von Führungsprivilegien

 

Wo Macht ist, ist auch Machtmissbrauch nicht weit. So ist auch von General McClellan bekannt, dass er, während seine Truppen an der Front kämpften, in Luxus lebte. Aufzeichnungen berichten davon, wie er fast jeden Abend Dinnerpartys veranstaltete und stets auf die besten Unterkünfte bestand. Dieser Lebensstil stand nicht nur im krassen Gegensatz zum Leben der ihm unterstellten Soldaten, sondern wurde darüber hinaus auch von den amerikanischen Steuerzahlern subventioniert. Das alles zeigt deutlich, dass McClellan niemals verstanden hat, was Führung eigentlich bedeutet. Führen heißt nämlich in erster Linie dienen. Als Leader führst du Menschen an ein Ziel, das ihr zuvor gemeinsam festgelegt habt oder für das du sie begeistern konntest, weil sein Erreichen für sie auch Vorteile mit sich bringt. Wenn du deine Führungsrolle allerdings missbrauchst, wirst du sie früher oder später verlieren – ganz so wie General McClellan.

 

Daher solltest du deinen Führungsstil nicht nur immer wieder überprüfen, sondern dich auch fragen, wie wohl die Öffentlichkeit reagieren würde, wenn ein Investigativjournalist alles über deine Leadership aufdecken und daraus eine Coverstory machen würde. Na? Dieses kleine Gedankenexperiment kann dir dabei helfen, deine Qualitäten zu evaluieren und gegebenenfalls nachzujustieren.

 

Fehler Nummer 5: Nichtanerkennung von Autoritäten

 

General McClellan war dafür bekannt, dass er Anweisungen nicht ausführte und Befehle schlicht verweigerte – selbst wenn diese von Präsident Lincoln persönlich kamen. Darüber hinaus neigte er auch dazu, den Präsidenten offen zu kritisieren. In seiner Arroganz fand er außerdem immer wieder Wege, seine Entscheidungen und seine Gehorsamsverweigerung zu rationalisieren. Geholfen hat ihm dies am Ende freilich wenig. Obwohl Lincoln ihm zahllose Gelegenheiten gab, sein Verhalten zu korrigieren, änderte McClellan nichts an diesem. So blieb Präsident Lincoln am Ende nichts anderes übrig, als ihn zu entlassen. Ein Schicksal, das im weiteren Verlauf der Geschichte noch zahlreiche weitere Generäle ereilen sollte.

Öffentlich Kritik an deinem Boss zu üben, ist immer eine schlechte Idee. Und verlass dich bloß nicht auf die vermeintliche Verschwiegenheit von Kollegen, Bekannten oder Freunden; das Risiko, dass dein Vorgesetzter von deinen Worten erfährt, ist einfach zu groß. Schließlich riskierst du nicht nur eine Verwarnung, sondern auch den Verlust deines Arbeitsplatzes. Falls du tatsächlich nicht mit der Linie deines Vorgesetzten übereinstimmst, solltest du diesen unter vier Augen darauf ansprechen oder lieber gleich den Job wechseln. Denk immer daran, allen Menschen mit Respekt zu begegnen – so auch deinem Boss, selbst wenn dieser vor Inkompetenz nur so strotzt.

 

Fünf Charakterschwächen zeichnen schlechte Leader aus

 

Zögerlichkeit, ständiges Beschweren, Verantwortungslosigkeit, Missbrauch von Führungsprivilegien und Arroganz – das ist das Erfolgsrezept für einen schlechten Leader. Besonders deutlich wird dies am Beispiel von General George B. McClellan, der unter Präsident Lincoln im US-amerikanischen Bürgerkrieg diente. An ihm kannst du lernen, was schlechte Leadership ausmacht und wie du es anders machen solltest. Nimm dir daher ein Beispiel an ihm und vermeide jene Fehler, die er als Leader gemacht hat.

 

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