Nicht nur die Unternehmen müssen digitaler, agiler und effizienter werden, mit ihnen verändern sich auch die Arbeitsbedingungen und damit die Anforderungen an die Mitarbeiter und Führungskräfte. Fleiß und Zuverlässigkeit sind noch immer Attribute, die nicht nur in Deutschland gern gesehen sind. Auch gute Abschlussnoten und Teamfähigkeit gelten allgemein noch als Pluspunkte für die Beliebtheit auf dem Arbeitsmarkt. Die Palette hat sich jedoch erweitert und tut dies auch weiterhin. Das gesamte Mindset muss sich ändern und moderner werden, wenn man heutzutage in der Arbeitswelt 4.0 wirklich erfolgreich bestehen möchte.

 

Das digitale Mindset - erkennbar an 7 Faktoren

 

Der Fachausdruck lautet: Digital Mindset. Und dieses bedeutet nicht einfach, dass Mensch digitaler denken muss, vielmehr steckt hinter dem Ausdruck eine ganz neue Lebensphilosophie, eine Vielzahl an Charaktereigenschaften und Verhaltensmustern. Experten der Branche haben diese in 7 Eigenschaften zusammengefasst, die ein digitales Mindset kennzeichnen und ausmachen.

 

Die 7 Aspekte des Digital Mindset

 

Diese 7 Eigenschaften und Faktoren zeichnen Menschen aus, die ein Digital Mindset besitzen. Laut Experten der Unternehmenswelt werden diese Charaktereigenschaften und Aspekte zukünftig immer wichtiger und für Mitarbeiter und Führungskräfte entscheidend, um in einer digitalen und globalisierten Welt weiterhin zu bestehen.

Zusammen bilden die 7 Eigenschaften eine neugierige Offenheit der Digitalisierung und den disruptiven Veränderungen in der Arbeitswelt gegenüber, sowie ein grundlegendes Verständnis gegenüber der Arbeitswelt 4.0 und der digitalen Transformation.

 

1. Reflexion und Empathie statt steiler Hierarchien

 

Durch die Digital Natives, die mit großem digital Know-How auf den Arbeitsmarkt strömen, verändern sich die Machtgefälle der Unternehmenswelt gewaltig. Erstmals sind Berufsanfänger in einigen Bereichen schon vor dem Berufseinstieg erfahrener als ihre älteren Kollegen oder sogar Vorgesetzten. Ein Chef ist kein Chef mehr, nur weil er diese Position inne hat, denn die Neuzugänge haben eben die Fähigkeiten, die der Arbeitsmarkt einfordert bereits in jungen Kinderjahren, quasi ganz nebenbei erworben. Damit sind sie - zumindest was den Teil des technischen Know-Hows angeht, in einer zunehmend guten Verhandlungsposition und haben oftmals erfahreneren Kollegen und Vorgesetzten sogar etwas voraus, was sie auf dem Arbeitsmarkt natürlich umso begehrter macht. Und wer begehrt ist, der hat nun einmal die Zügel in der Hand, sprich: Der hat die Macht.

Wollen Führungskräfte nun also ihre Führung in einer authentischen Weise aufrecht erhalten, müssen sie sich neu beweisen und durch Fachwissen glänzen. Sie müssen hervortreten und den Digital Natives zeigen, dass digitales Know-How zwar gewünscht und gebraucht wird, jedoch auch nicht alles ist. Dies erfordert die Reflexion der eigenen Fähigkeiten und Empathie sowie Kommunikation mit der anderen Seite. Steile Hierarchien werden zukünftig flacher und Kommunikation sowie Teamwork wird an diese Stelle treten.

 

2. Wachstums-Mindset

 

Ein Mensch mit einem Wachstums-Mindset gibt sich nicht mit dem Gegebenen zufrieden. Er will Neues lernen und über sich hinaus wachsen. Er schreckt nicht vor Hürden oder Komplikationen zurück und geht Herausforderungen selbstbewusst an.

Dieses Mindset, das auf Wachstum und Weiterentwicklung programmiert ist, wird zukünftig immer wichtiger werden, da die Unternehmenswelt sich disruptiv verändert und immer agiler wird. Es wird also ständig Neuerungen und Änderungen geben, auf die es zu reagieren gilt. Jemand, der gerne Herausforderungen annimmt und Neues lernt, wird also einem Mitarbeiter, der ungern flexibel ist und feste Strukturen schätzt, zukünftig einen Vorteil haben.

 

3. Technologisches Verständnis

 

In einer digitalen Welt ist natürlich auch der Umgang mit der Technologie entscheidend. Die Digital Natives bringen nicht nur das technische Know-How mit, sie sind auch daran gewöhnt, dass neue Technologien und digitale Helfer ihren Alltag begleiten. Es geht also hierbei nicht nur um ein allgemeines technisches Verständnis, sondern auch um die Offenheit der Digitalisierung gegenüber und dem allgemeinen Verständnis darüber, wie alles miteinander vernetzt ist und funktioniert.

 

4. Agilität und Risikobereitschaft

 

In dem hier gemeinten Sinne heißt Agilität vor allem: Keine Angst haben vor Änderungen. Denn etwas zu verbessern, effizienter zu machen und somit zu verändern, kann im richtigen Augenblick (am besten bevor es so nötig ist, dass man abrupt alles ändern muss) der alles entscheidende Schritt sein. Agilität und Risikobereitschaft sind wichtige Faktoren in einer sich selbst verändernden Arbeitswelt. Die Flexibilität, sich darauf einlassen zu können und ohne Panik rationale und wohl überlegte, jedoch rechtzeitige Entscheidungen treffen zu können, sind die Fähigkeiten, die immer unverzichtbarer werden.

 

5. VUCA

 

VUCA setzt sich zusammen aus den Begriffen Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity und beschreibt den ständigen Wandel innerhalb der Geschäftswelt.

Wie in Punkt 4. beschrieben, müssen Mitarbeiter und Führungspersonen sich zukünftig mehr und mehr auf die sich bewegende Unternehmenswelt, in der nichts bleiben muss, wie es ist, einlassen. Täglich können neue Strukturen und Konzepte den Markt erobern und ein Unternehmen, das dauerhaft vorne mitspielen muss, darf sich nicht mehr wie bisher auf einen Weg festbeißen. Zumindest nicht von Anfang an dauerhaft. Flexibilität und Offenheit für Veränderung sind in der neuen Arbeitswelt ebenso wichtig wie der Mut, nicht immer absolute Sicherheit haben zu können und mehrschichtig komplex zu denken und zu handeln.

 

6. Natürliche Neugierde

 

Wer weiter denkt, kann mehr erreichen. Wer zufrieden ist, mit dem was er hat, wird nicht nach mehr streben. Solange aber die anderen streben, wird das, was man schon hat irgendwann veraltet sein. Die ständige Suche nach Innovation und Weiterentwicklung geht einher mit dem Wachstums-Mindset. Für eine innovative Welt braucht es neugierige Menschen und Entwickler. Forschungsgeister, die das Gegebene infrage stellen und Neues erschaffen, indem sie nachfragen und weiterforschen. Auch interdisziplinär und über den eigenen Fachbereich hinaus. Konzepte und Ansätze wie Design Thinking zeigen, wie Neugierde und Teamwork innovative Zukunftsvisionen erschaffen und gestalten können.

 

7. Non-lineares Denken

 

Zu guter Letzt wird die rechte Gehirnhälfte gefordert. Das analytische und logische Denken der linken wird nicht weniger wichtig, jedoch fordert die agile Geschäftswelt inzwischen auch kreative Köpfe und Menschen, die interdisziplinär und umfassend Zusammenhänge erkennen können, statt nur einem roten Faden zu folgen und von Prämisse zu Schlussfolgerung zu springen. Durch das Zusammenkommen von Kulturkreisen, Sprachen und Branchen braucht die Unternehmenswelt dringend Querdenker, die sich durch alle Bereiche denken können und diese mit kreativen Lösungen zusammenhalten.

 

Fazit

 

Zusammengefasst heißt das also, die Anforderungen an Mitarbeiter und Führungspersonen in der Arbeitswelt 4.0 werden sich auf ähnliche Weise verändern, wie auch die Anforderungen an Unternehmen selbst es in den letzten Jahren getan haben und immer noch tun.

Erfolgreich werden diejenigen sein, die sich selbstbewusst auf Neues einlassen können, die den Dialog suchen und quer-kreativ nach neuen Wegen streben. Die Gegebenes nicht für Gegeben, sondern nur als einen von vielen möglichen Wegen sehen und nicht davor scheuen, sich diese Unsicherheit einzugestehen und nach anderen Wegen zu suchen.

Es geht also tatsächlich nicht (nur) um ein technologisches Verständnis, sondern vielmehr um eine ganz neue Art, mit Dingen und Situationen umzugehen. Das Digital Mindset ist eine mentale Haltung, eine Grundeinstellung der neuen Generation, von der sich auch die ältere Generation ein paar Scheiben abschneiden könnte.

Wie immer gilt allerdings auch hier: Nicht nur Unternehmen können von Start Ups lernen, auch Start Ups können von großen Konzernen lernen. Ebenso können Digital Natives als Einsteiger in der Arbeitswelt viel von ihren älteren und erfahreneren Kollegen lernen und umgekehrt. Gerade wenn Dein Unternehmen jedoch mitten im Prozess der digitalen Transformation steckt lohnt es sich, auch Deine Mitarbeiter mal anzustacheln und darauf aufmerksam zu machen, dass die neue Generation auf dem Arbeitsmarkt so einiges zum Abgucken bereit hält. Für Berufseinsteiger gilt natürlich das Selbe: Neben Fleiß, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit lohnt es sich auch, das digitale Mindset im Bewerbungsgespräch hervorzuheben.

 

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