In unserer immer komplexer werdenden Welt, spielt das Thema Persönlichkeitsentwicklung eine wesentliche Rolle. Prinzipiell ist es für jeden Menschen wichtig, aber besonders Führungskräfte und Entscheider stehen heute vor einigen neuen Herausforderungen. Sie sind mit vielschichtigen Problemen konfrontiert und müssen eine Vielzahl von Rollen ausfüllen. Die Zeit in der Führungskräfte reine Anweiser und Befehlsgeber waren, ist lange vorbei. Heute sind sie Prozessbegleiter, Sinnstifter, Vorbilder, Team-Builder, Entertainer und vor allem Kommunikatoren.

 

Um allen Anforderungen der modernen Welt gerecht zu werden, dabei nicht auszubrennen und sogar Lebensfreude zu entwickeln, ist die Persönlichkeitsentwicklung aber in der Tat für jeden Menschen wichtig. Denn in den seltensten Fällen bringen weder die klassischen Bildungseinrichtungen noch die elterliche Erziehung fertige Persönlichkeiten hervor. Allerdings ist die eigene Persönlichkeit leider auch nicht, wie es manche Coachings und Methoden suggerieren, mal eben komplett im Wochenendseminar zu entwickeln, sondern Persönlichkeitsentwicklung stellt einen letztlich nie abgeschlossenen Prozess dar, der uns ein ganzes Leben lang begleitet. Entscheidend ist dabei die innere Haltung und der Wille an sich und seinen Fähigkeiten zu arbeiten. Die folgenden Punkte verstehen sich als Grundprinzipien, die dir dabei helfen können.

1. Offenheit

Offenheit ist wohl mit die wichtigste Eigenschaft um sich persönlich weiter zu entwickeln. Denn nur wer offen ist kann lernen. Durch eine aufgeschlossene Grundhaltung gegenüber anderen Menschen, schaffen wir zudem Vertrauen und den Nährboden dafür, dass sich unser Gegenüber auch öffnet und uns seine Ideen, Fähigkeiten oder Wissen anbietet. Offenheit bedeutet verstehen zu wollen, sich in andere reinversetzen zu können und andere Denkweisen, Ideen und Meinungen zuzulassen. Besonders in Teamprozessen oder im Verhältnis zu Mitarbeitern, wird durch fehlende Offenheit, Vorurteile oder dem eigenen Geltungsbedürfnis, teilweise verhindert, dass sich gute Ideen oder Lösungen überhaupt einstellen können. Hier bedeutet Offenheit auch gut moderieren zu können, zu motivieren und ein Klima zu schaffen, in dem es keine schlechten Ideen gibt. Grundsätzlich vermittelt sich Offenheit durch eine zugewandte Kommunikation, durch Interesse für die Situation und dem Gegenüber und durch das Mitteilen der eigenen Gefühle und Gedanken ohne zu verurteilen.

 

2. Selbstverantwortung

Ob als Chef, Angestellter oder in anderen Zusammenhängen, wir sind immer mit Handlungszwängen konfrontiert, müssen Entscheidungen treffen, Lösungen finden und mit der jeweiligen Situation umgehen. Hier kann es leicht passieren, dass wir andere für unsere Situation verantwortlich machen. Natürlich hat unsere Umwelt einen erheblichen Anteil an unserer Situation, aber nur wir selbst sind dafür verantwortlich wie wir mit ihr umgehen und welche Entscheidungen wir treffen. Hier ist es wichtig die Situation kritisch zu prüfen, abzuwägen und dann entschlossen zu handeln. Häufig verwenden wir viel Energie darauf, getroffene Entscheidungen im Nachhinein weiter in Frage zu stellen, uns weiter Sorgen zu machen oder uns Szenarien auszumalen, die sich mit dem Scheitern beschäftigen. Selbstverantwortung bedeutet nicht nur die Verantwortung für unsere Entscheidungen und Handlungen zu übernehmen, sondern auch für unsere Emotionen. Es ist absolut menschlich, dass sowohl privat als auch beruflich Gefühle wie Abneigung, Sympathie, Angst, Wut oder Begehren in unsere Entscheidungen hineinspielen. Hier ist es wichtig diese Gefühle wahrzunehmen, anzuerkennen und in die Analyse der Situation mit einzubeziehen.

 

3. Selbstvertrauen

Echtes Selbstvertrauen bedeutet nicht anderen immer überlegen sein zu müssen oder die Kontrolle behalten zu müssen. Sondern es bedeutet authentisch auf der Basis eines stabilen Selbstwertgefühls zu handeln. Leider sind die klassischen Erziehungs- und Bildungsinstanzen nicht darauf ausgelegt uns dieses Selbstwertgefühl zu vermitteln. Die meisten von uns tragen seit ihrer Kindheit Glaubenssätze und Selbstbilder mit sich herum, die das eigene Selbstwertgefühl auf der Ebene des Unterbewusstseins permanent schwächen. Daher ist es unerlässlich, die alten Überzeugungen und Muster zu erkennen und zu transformieren. Um unser Unterbewusstsein davon zu überzeugen, bedarf es einer Ausrichtung auf unsere Stärken und Fähigkeiten sowie auf die eigene Anerkennung unserer Erfolge auf diesem Weg. Echtes Selbstvertrauen muss sich nicht beweisen sondern vermittelt sich von ganz allein. Besonders für Menschen in Führungspositionen ist es essentiell auf dieser Basis zu führen. Ganz gleich ob es um Mitarbeiter, Geschäftspartner oder um andere Beziehungen geht, es ist wesentlich nachhaltiger, überzeugender und einfacher auf der Grundlage von Selbstvertrauen zu agieren als durch Druck oder Manipulation.

 

4. Geduld

Geduld bedeutet nicht Passivität, sondern Geduld bedeutet in diesem Zusammenhang gegenüber sich selbst und anderen das richtige Maß zwischen Disziplin auf der einen und Rücksicht auf der anderen Seite zu finden. Persönliche Veränderungen benötigen Zeit. Unsere Verhaltensmuster haben sich zum Teil über viele Jahre hinweg ausgebildet und es benötigt Geduld um sie nachhaltig zu verändern. Hier sind Ausdauer und Frustrationstoleranz nötig. In der heutigen schnelllebigen Zeit, sind wir gewohnt, alles sofort zu erhalten. Stell dir nur vor, deine Internetverbindung schwächelt oder ist gar komplett unterbrochen. Manche Dinge können wir einfach nicht kontrollieren oder eben nur bedingt. Genau so ist es auch mit der Arbeit an uns selbst. Wir tun was wir können und sollten nicht enttäuscht sein, wenn sich der Erfolg nicht gleich einstellt. Auch ist es wichtig, nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht zu gehen, wenn die gewünschten Veränderungen mehr Zeit benötigen als wir dachten. Unser Unterbewusstsein mag Selbstbestrafungen gar nicht, sondern blockiert dabei und macht es so noch schwerer sich zu verändern. Viel wichtiger ist eine regelmäßige Praxis und Routine. Wenn wir es schaffen, bestimmte Methoden wie Mediationen, Achtsamkeitsübungen oder Dankbarkeitstagebücher in unseren Alltag zu integrieren, werden wir sie nicht als anstrengend wahrnehmen sondern als hilfreich.

 

5. Lösungsorientierung

Egal ob bei Konflikten, Projekten oder bei der direkten Arbeit an dir selbst, halte dich nicht übermäßig mit der Problemanalyse auf, sondern schaue darauf, was möglich ist und wie sich Dinge lösen lassen. Selbst Konflikte haben häufig ein konstruktives Potential. Beispielsweise kann ein Konflikt mit einem Mitarbeiter, wenn er gut moderiert wird, offenbaren, dass dieser unzufrieden ist, da er seine Fähigkeiten in seinem aktuellen Aufgabenbereich nicht einbringen kann und du stellst fest, dass diese Fähigkeiten aber an einer anderen Stelle dringend gebraucht werden. Vieles lässt sich positiv wandeln, wenn wir eine konstruktive, lösungsorientierte Perspektive einnehmen. Bei der Arbeit an der eigenen Persönlichkeit solltest du deinen Fokus entsprechend setzen und dich nicht übermäßig mit Ursachen beschäftigen. Wo liegt ungenutztes Potential? Wo liegen die Ressourcen? Versuche auch mal quer und „out of the box“ zu denken. In der westlichen Welt haben wir gelernt in Ursache-Wirkungs-Beziehungen zu denken. Wir suchen nach dem Fehler im System und wollen in beheben, damit alles wieder funktioniert. Das mag in vielen Zusammenhängen, insbesondere in technischen, Sinn machen, aber eben nicht bei der Persönlichkeitsentwicklung. Richte deine Aufmerksamkeit vielmehr auf den gewünschten Zustand den du in der Zukunft erreichen möchtest.

 

6. Inspiration

Für die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit braucht es Input. Neben Wissen aus Seminaren und Büchern, kann der Austausch mit Freunden und Gleichgesinnten sehr hilfreich sein. Wir erkennen uns im Anderen, entdecken Gemeinsamkeiten und Unterschiede und können uns auf diese Weise stärken. Ein anregendes und stabiles soziales Umfeld, ist eine wichtige Voraussetzung für die persönliche Weiterentwicklung. Eine bekannte These besagt: Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Auch wenn man nicht soweit gehen will, hat unser Umfeld doch einen starken Einfluss auf unser Mindset, auf unsere Persönlichkeit und auf unsere Entscheidungen. Allerdings ist es hierbei ebenso wichtig auch über den Tellerrand zu schauen und in letzter Instanz seiner inneren Stimme zu vertrauen. Neben den Menschen nehmen aber auch die Dinge mit denen wir uns umgeben Einfluss auf uns und unsere Entscheidungen. Es macht einen Unterschied, ob wir ständig Lärm um uns haben oder in der Natur leben, ob wir Tag und Nacht auf einen Bildschirm schauen, oder Sport treiben und öfter mal verreisen.

 

Shownotes:

 

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