Geld, Macht, Kapital - und gleichzeitig Weltverbesserer? Das klingt zunächst fast unvereinbar. Doch genau dies ist heute der Trend in der Unternehmenswelt.

Die Welt verbessern und damit reich werden? Nun ja, nicht ganz. Aber zumindest nachhaltig planen und agieren und Welt erhalten statt sie zu zerstören ist derzeit in aller Munde. Und hier und da sprießen auch echte Weltverbesserer aus dem Boden und siehe da - diese werden beim Konsumenten immer begehrter und beliebter.

Das Augenmerk des heutigen Kunden liegt auf Nachhaltigkeit. Und somit wird dieser Punkt auch immer wichtiger für Unternehmen und Geschäftspartner.

Mehr noch: Nachhaltigkeit oder auch Corporate Social Responsibility (CSR) ist inzwischen einer der Hauptfaktoren, um als Unternehmen langfristig erfolgreich agieren zu können.

Und selbst kurzfristig stehen Unternehmen, die nachhaltig handeln und planen laut Experten besser da. Und zwar vom Image und auch finanziell.

Wie nachhaltig muss ein Unternehmen jedoch tatsächlich sein? Was genau ist nachhaltiges Handeln und warum ist es für ein Unternehmen langfristig und sogar kurzfristig so wichtig, nachhaltig zu agieren?

 

Was genau bedeutet CSR?

 

Nachhaltigkeit im Unternehmen oder Corporate Social Responsibility ist in etwa so schwammig, wie es klingt. Nachhaltigkeit kann schon da beginnen den Müll im Büro zu trennen oder arbeitsrechtliche Vorgaben und Menschenrechte einzuhalten. Es kann sich jedoch auch über ausgelagerte Projekte, Firmenphilosophie und Extraausgaben erstrecken. Mit wem werden Kooperationen eingegangen, wie hoch sind die eigenen Standards und werden lediglich Vorgaben eingehalten oder wird tatsächlich aktiv etwas für Nachhaltigkeit geleistet?

Im Falle der CSR gilt: Freiwilligkeit ist key und ein Hauptprinzip. Thematisch kann es um arbeits- oder sozialrechtliche Angelegenheiten genauso gehen wie um Umwelt- und Klimaschutz, Tier- und Menschenrechte oder den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Geprägt wurde der Begriff Corporate Social Responsibility nach seinem erstmaligen Auftreten in 1953 vor allem in den 90er Jahren, als sich das Arzneimittelunternehmen Betapharm in einer wirtschaftlich schwierigen Phase einen Wettbewerbsvorteil verschaffte, indem es eine soziale Initiative für Familien mit chronisch kranken Kindern ins Leben rief, was nicht nur den Familien half, sondern auch die Bekanntheit des Unternehmens förderte.

 

Nachhaltigkeit ist heute wichtiger denn je

 

In Zeiten des Klimawandels fangen wir an zu verstehen, dass die Ressourcen der Erde nicht unendlich sind und das wir sinnvoll wirtschaften müssen, um zu überleben und langfristig diese Welt zu erhalten. 
Veganismus und ethischer Umgang mit Menschen, Tieren und Ressourcen werden gesellschaftlich immer wichtiger und dies spiegelt sich auch in der Unternehmenswelt wieder.

Wie sich das genau auf ein Unternehmen auswirkt, hängt stark vom Sektor dessen ab. Kleidung sollte nicht mehr von Billigarbeitskräften oder von Kindern gefertigt werden, Trinkwasser ist knapp in vielen Orten und sollte ein Menschenrecht sein und kein kommerzielles Geschäft. 
Immer mehr Unternehmen sehen dies ein und beginnen, aktiv für eine bessere, gesündere Welt zu arbeiten.

Gerade wenn es um geschäftliche Kooperationen geht, werden es daher Unternehmen zukünftig immer schwerer haben, die den neuen Standards der Nachhaltigkeit nicht gerecht werden.

In Nachhaltigkeit zu investieren heißt daher nicht nur, moralisch richtig zu handeln, sondern auch wirtschaftlich. Verantwortungsmanagement ist besser als Krisenmanagement und mit der richtigen Planung kann eine Krise vielleicht sogar im Vorfeld vermieden werden.

Nachhaltigkeit gilt heute also als ein wichtiger Bestandteil einer klugen Unternehmensführungs-Strategie und wird von Top Managern angewandt.

 

Die Großen machen es vor

 

Große Konzerne wie Pepsi oder Microsoft bekennen sich inzwischen öffentlich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Selbst in Fragen des Marketings ist eine nachhaltige Führung für Unternehmen inzwischen unabdingbar, seit der Fokus der Gesellschaft darauf liegt. Konsumenten wollen Nachhaltigkeit und die Nachfrage nach Gütern, die bewusst, fair und sozial produziert wurden, ist in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. 
Wer also bisher noch nicht auf den fahrenden Zug des nachhaltigen Images aufgesprungen ist, sollte dies nun tun, um nicht nur Kunden, sondern auch qualifizierte Mitarbeiter langfristig anzulocken und zufrieden zu stellen.

 

Durch und durch nachhaltig

 

Doch ein Plan reicht noch lange nicht aus. Den meisten Unternehmen mangelt es derzeit noch an der Umsetzung von nachhaltigen Prozessen.

Didier Cossin, Professor für Finance and Governance an der Schweizer Business School IMD bemängelt, dass viele Unternehmen bislang nicht weiter als an das Ende des Finanzjahres denken. Ein Unternehmen ist eine langfristige Investition und sollte auch so behandelt werden.

Dennoch ist bislang in Unternehmen höchstens eine Idee, nicht jedoch die Umsetzung der Nachhaltigkeits-Strategie angekommen. 
Die Mülltrennung wird nicht ernst genommen und das Zurückfallen in alte, oft kurzfristig kostengünstigere Muster ist immer wieder viel zu leicht.

Eine dauerhaft funktionierende Nachhaltigkeit kann nur von innen heraus geschaffen werden. Die Unternehmensphilosophie muss sich der Nachhaltigkeit verpflichten, Mitarbeiter müssen über die Dringlichkeit dieses Themas unterrichtet und geschult werden und Prozesse müssen sorgfältig geplant und auch in die Tat umgesetzt werden.

Eine ganzheitliche CSR-Strategie und dessen Beobachtung, Analyse und Auswertung ist also von Nöten.

 

Erste Schritte einer einheitlichen Regelung

 

Um erste Anhaltspunkte für eine gelungene Analyse und Auswertung zu bekommen, ist es wichtig, allgemeingültige Regeln und Richtlinien zu haben, die es bisher kaum gibt.

Das macht es so schwer für Unternehmen, wirklich nachhaltig zu handeln, da Nachhaltigkeit noch immer nicht klar definiert ist.

Zwar gibt es verschiedene internationale Nachhaltigkeits-Rankings, die derzeit von namenhaften Unternehmen wie Henkel, BMW oder Siemens angeführt werden und auch Greenpeace untersucht Unternehmen gern auf Nachhaltigkeit - durch verschiedene Parameter und Definitionen von Nachhaltigkeit ist eine stichhaltige Analyse jedoch bislang noch schwierig.

Die Organisation „Ceres. Investors and Environmentalists for Sustainable Prosperity“ macht nun einen ersten Schritt in diese Richtung und möchte Großes verändern: Sie möchte eine einheitliche und ganzheitliche Berichterstattung über CSR-Unternehmensaktivitäten initiieren, was zu einer Überprüfbarkeit und zu einem Verantwortungsbewusstsein in den Unternehmen führen könnte.

 

Warum ist Nachhaltigkeit auch kurzfristig so wichtig?

 

Das Nachhaltigkeit langfristig gut für’s Geschäft ist, macht Sinn. Schließlich wird mit nachhaltiger Planung wirtschaftlich klüger gehandelt, Ressourcen werden weniger verbraucht und Mitarbeiter geschont. Doch entgegen der Meinung, dass es kurzfristig erst einmal zu Einschränkungen und Kompromissen kommen muss, bevor die langfristigen Erfolge sichtbar werden, gibt es auch kurzfristig viele Vorteile. 
Der Markt ist disruptiv und kann sich in in Zeiten der Globalisation und Digitalisierung in sekundenschnelle ändern.

Unternehmen müssen daher flexibler und agiler sein, als je zuvor. Und das möglichst sofort.

Eine langfristig nachhaltige Planung muss dies ebenfalls berücksichtigen. Während der  Planung einer nachhaltigen Strategie müssen daher zwangsläufig alle möglichen Zukunftsszenarien durchgespielt werden, um herauszufinden, was langfristig nachhaltig wirkt. Durch diesen Prozess können Mitarbeiter und Unternehmer auf verschiedene Situationen vorbereitet werden und werden dadurch flexibler und offener für Veränderungen - Eigenschaften, die Start Ups großen Konzernen bislang voraus haben und in der Unternehmenswelt stark gefragt sind. Je schneller Du also eine zukunftsorientierte Unternehmensstrategie anwendest, desto besser vorbereitet ist Dein Unternehmen auf den Markt der kommenden Jahre und dessen Herausforderungen.

Strategien dieser Art sind zum Beispiel der Ansatz des Design Thinkings.

 

Wer nachhaltig denkt, denkt langfristig erfolgreich

 

Ob es um die Gesundheit der Mitarbeiter geht, um wertvolle Ressourcen oder um Kooperationen mit den richtigen Unternehmen - Nachhaltigkeit ist aus dem heutigen Markt nicht mehr wegzudenken. Spätestens seit vermehrten Burn-Outs und dem Klimawandel haben Unternehmer dies verstanden.

Wer also weiterhin und auch in Zukunft konkurrenzfähig und erfolgreich sein möchte, sollte sich schleunigst eine gute CSR-Strategie zurechtlegen.

Und zwar nach innen und außen. Glückliche, gesunde Mitarbeiter leisten erwiesenermaßen bessere Arbeit (kurzfristig und langfristig) und wer nicht nachhaltig mit den Ressourcen dieser Erde umgeht, der riskiert auf lange Sicht einen weit größeren Schaden als nur rote Zahlen im Unternehmen.

 

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