Personal Branding ist heute für alle wichtig die weiterkommen wollen. Doch besonders weibliche Führungskräfte können bei der Karriereplanung und Positionierung von einer starken Personenmarke profitieren. Warum das so ist und worauf es bei der Entwicklung einer starken Personal Brand ankommt, erfährst du in diesem Beitrag.

 

Frauen im Top-Management

 

Trotz Frauenquote und öffentlicher Debatte ist der Anteil von Frauen im Top-Management heute immer noch sehr gering. Lediglich 3% der größten 500 Unternehmen haben eine weibliche Leitung. Auch Deutschland bildet da keine Ausnahme. Schaut man auf die Vorstände der DAX Unternehmen, werden hier nur 24 von etwa 200 Positionen von weiblichen Führungskräften besetzt. Bleibt noch festzuhalten, dass die Vorstandsvorsitzenden komplett männlich sind.

 

Es wäre müßig sich hier lange mit den Ursachen und der fraglos vorliegenden Ungerechtigkeit auseinanderzusetzen. Die Frage ist vielmehr, was Frauen tun können um ins Top-Management aufzusteigen und wie sie sich als Führungskräfte insgesamt besser positionieren können. Eine vielversprechende Möglichkeit ist die Entwicklung einer eigenen Personenmarke.

 

Warum dich eine Personal Brand auf das nächste Level bringt

 

Durch den gezielten Aufbau der Personal Brand, werden sowohl die eigene Persönlichkeit als auch die fachlichen Kompetenzen sichtbar gemacht, was unter anderem dazu dient, dass sich individuelle Anliegen leichter vermitteln lassen. Man könnte auch sagen, durch Personal Branding wird man besser gesehen und deutlicher gehört. Im Zentrum der Strategie steht dabei der Aufbau der eigenen Marke und einer positiven Reputation - sowohl Online wie Offline.

 

Entgegen mancher Annahmen geht es beim Personal Branding nicht um reine Selbstdarstellung oder gar Prahlerei. Ganz im Gegenteil setzt nachhaltiges Personal Branding auf Authentizität und das Herausarbeiten der eigenen persönlichen und fachlichen Stärken. Die Art und Weise der Darstellung erfolgt dann individuell auf der Basis des eigenen Stils. Denn Authentizität bedeutet ja eben nicht etwas vorzugeben, was man nicht ist oder ein Image zu erzeugen, welches sich nicht erfüllt. Der große Vorteil einer Personenmarke ist einfach der, dass man in Hinblick auf die Fremdwahrnehmung agiert anstatt permanent reagieren zu müssen.

 

Es ist leider Fakt, dass die reine Leistung und die besten Arbeitsergebnisse bei weitem keine Garantie dafür sind, die eigenen Karriereziele zu erreichen. Zu einem großen Teil kommt hinzu, welches Bild andere von dir im Kopf haben. Welche Eigenschaften verbinden sie mit dir? Für welche Kompetenzen und Qualitäten stehst du mit deiner Person? Hier ist es einerseits wichtig, sich seines eigenen Wertes voll bewusst zu sein und andererseits diesen dann strategisch und effizient auf allen Ebenen zu kommunizieren.

 

Zur Marke werden

 

Bei der Entwicklung deiner Personenmarke geht es zunächst darum, den eigenen Markenkern zu definieren. Dieser Kern umfasst alles was dich ausmacht. Deine Fähigkeiten, Talente, Erfahrungen und Wissen, aber auch deine Einstellung und Wertvorstellungen. Durch das Erarbeiten des Markenkerns werden einem viele Dinge bewusst, auf die man die Marke aufbauen kann und aus denen sich Stärke gewinnen lässt:

 

  • Was hat dich geprägt?

Halte Ausschau nach Schlüsselmomenten und Lernerfahrungen, die maßgeblich deine Entwicklung beeinflusst haben.

 

  • Welche Game-Changer haben dich nach vorne gebracht?

Diese Aspekte sind für die eigene Marke wertvoll, denn sie machen deutlich, wie du mit Herausforderungen in deinem Leben umgegangen bist und welche Erkenntnisse du daraus gewonnen hast.  

 

  • Was sind deine wertvollsten Eigenschaften?

Nimm dir Zeit diese Fragen zu beantworten und mache dir hier bewusst, was du zu bieten hast, was andere von dir lernen können und welcher Benefit durch die Zusammenarbeit mit dir entsteht.

 

  • Wo willst du genau hin?

Entwickle deine eigene Vision. Überlege dir was du bewirken und erreichen willst und formuliere entsprechende Ziele.

 

  • Wofür stehst du?

Was ist dein innerer Antrieb, deine Motivation und welche Wertvorstellungen liegen dem zugrunde? Die eigene Wertematrix ist für die Marke wichtig, da aus ihr der Aufbau von Vertrauen hervorgeht.

 

Umso genauer man den eigenen Markenkern erarbeitet hat, umso wirkungsvoller lässt sich die Brand nach außen transportieren. Zudem eröffnet diese Arbeit eine gute Möglichkeit zur Selbstreflexion und Selbstvergewisserung. Das Ziel ist dann den Markenkern selbstbewusst und auf der Basis des eigenen Stils auf den entscheidenden Kanälen zu kommunizieren.

 

Positionierung und Profilierung

 

Im Prinzip funktioniert eine Personal Brand genau wie eine Unernehmensmarke. Es geht um eine konsistente Erscheinung, um Alleinstellungsmerkmale, um Reputation. Man kann auch sagen, es geht um Vertrauen in die Marke. Dein Erscheinungsbild, sowohl Offline als Online sind hierbei für deine Umwelt wichtige vertrauensbildende Maßnahmen. Sie entscheiden zu einem großen Teil ob und wie du wahrgenommen wirst. Die Kür besteht darin, den Markenkern auf den verschiedenen Kommunikationsebenen, angefangen bei der Körpersprache bis hin zum Facebook-Post, konsistent und kontinuierlich zu kommunizieren.

 

Grundsätzlich ist es im Zeitalter der Digitalisierung wichtig, dass die eigenen Profile auf Website, Xing-Account etc. immer aktuell gehalten werden und der digitale Fußabdruck gepflegt wird. Man muss nicht auf jedem Portal aktiv sein, sondern sollte sich lieber auf wenige Netzwerke konzentrieren und diese aber dafür smart nutzen. Hier etwas von sich Preis zugeben, gehört zum Spiel dazu. Persönliche Aspekte machen dich menschlich und nachvollziehbar. Wie weit man dabei gehen will und wo die eigenen Grenzen verlaufen, muss man allerdings für sich selbst gut überprüfen. Blogs, Podcasts und andere Formate bieten zudem ideale Möglichkeiten, die eigenen Expertisen abzubilden und gleichzeitig zu zeigen wer man ist.

 

Generell ist beim Personal Branding oft weniger mehr. Es kommt eher darauf an die richtigen Gelegenheiten und Chancen zu nutzen und gewissermaßen politisch zu agieren. Beate Rosenthal, Vorstandsmitglied im Netzwerk: “Generation CEO” hat es im Podcast-Interview auf den Punkt gebracht: „Man muss nicht die letzte an der Bar sein, aber man muss an der Bar sein“. Auch Meetings, Konferenzen und Events sind gute Gelegenheiten die eigene Marke zu kommunizieren und sich ins Spiel zu bringen. Natürlich sind hier Beharrlichkeit und Eloquenz gefragt, aber eben auch Timing und Vertrauen in die eigenen Stärken.

 

Alle Menschen konkurrieren um Aufmerksamkeit und in jedem Unternehmen gibt es Wettbewerb auf der Karriereleiter. Dennoch ist es wichtig nicht zu übertreiben, sondern maßvoll aber konsequent vorzugehen. Die richtige Mischung aus Authentizität und Selbstbewusstsein ist enorm machtvoll und muss sich nicht bei jeder Gelegenheit beweisen.

 

Netzwerken!

 

Die Personal Brand ist hilfreich bei der eigenen Positionierung und Karriereplanung. Allerdings kommt niemand alleine weiter. Nie waren Netzwerke wichtiger als heute. Es ist ein Zeichen von Stärke, Unterstützer zu finden und Hilfe anzunehmen. Im Netzwerk geht es ja auch letztlich um den Austausch und die Hilfe ist nicht einseitig.

 

Beate Rosenthal verweist im Interview auf die enorme Bedeutung der Netzwerkarbeit. Im Netzwerk “Generation CEO“ sind knapp 200 ambitionierte Frauen organisiert, die eine Position im Top-Management innehaben oder anstreben. „Jeder der weiterkommen will, muss Menschen suchen und finden, die einen unterstützen und weiterbringen“, bestätigt Rosenthal. Auch Mentoring könne ein Weg sein, allerdings muss die Chemie stimmen. Neben der Netzwerkarbeit und anderen Formen der Unterstützung ist letztlich entscheidend, optimistisch und mutig aktiv zu werden. Damit sich die eigene Marke nach innen gut anfühlt und nach außen deutlich sichtbar wird.

 

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