Neue Geschäftsmodelle für neue Kunden

 

Der digitale Wandel umfasst die Wirtschaft und das Leben der Menschen gleichermaßen. Er vollzieht sich wechselwirkend in einem Feld zwischen anspruchsvollen Kunden und Unternehmen, die auf die neuen Bedürfnisse der Kunden eingehen und entsprechende Geschäftsmodelle entwickeln müssen. Viele junge Startups haben dies bereits verinnerlicht, beziehungsweise entstehen überhaupt erst vor dem Hintergrund einer neuen digitalen Idee. Aber auch für traditionelle Unternehmen in nahezu jeder Branche, wird die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle überlebenswichtig.

 

Die disruptiven Prozesse der jüngeren Vergangenheit haben gezeigt, wie schnell sich ganze Branchen wandeln oder sogar auflösen können. Digitale Geschäftsmodelle haben dazu beigetragen, dass sich der Markt rapide gewandelt hat und Kunden heute in ihrem Kommunikations- und Kaufverhalten ganz neue Wege gehen. Ob sie einen Urlaub buchen, Informationen benötigen, Pizza bestellen, eine Überweisung tätigen wollen oder Dinge des alltäglichen Leben erwerben wollen - alles nur einige Klicks weit entfernt, jederzeit verfügbar und erstaunlich einfach in der Handhabung.

 

Ob Logistik, Produktion, Handwerk, Dienstleistung, Gesundheit - es gibt im Grunde keine Branche, die nicht von der Digitalisierung betroffen ist. Besonders Plattformriesen wie Amazon oder Google dringen dabei nicht nur immer weiter in verschiedenste Sparten vor, sondern beeinflussen den Markt immens durch ihre schiere Größe und Macht. Sie machen nicht nur Milliardenumsätze, sondern haben exklusiven Zugriff auf die wichtigste Währung der Digitalisierung - die Daten ihrer Kunden. Zudem haben sie sich zu gigantischen digitalen Ökosystemen entwickelt, in denen auf der Basis von Algorithmen ganz eigene Spielregeln gelten. All dies macht die Lage zwar bedenklich aber keineswegs hoffnungslos. Man kann viel lernen von den Big Playern und es bestehen in der heutigen Zeit für jede Form von Unternehmen spannende Möglichkeiten, mit guten Geschäftsideen und moderner Technik, von der Digitalisierung zu profitieren.

 

Vom E-Book zum digitalen Ökosystem

 

Das Möglichkeitsspektrum zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Produkte ist dabei so unbegrenzt wie die Technik selbst. Es beginnt damit, dass kleine Unternehmen oder Solo-Dienstleister datenbasierte Produkte wie beispielsweise Newsletter oder E-Books anbieten und reicht bis dahin, wo große Unternehmen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, digitale Kundenschnittstellen schaffen und umfassende Ökosysteme kreieren oder sich an solche andocken. In diesem Zusammenhang kann man auch von Entwicklungsstufen sprechen, die beschreiben, wie vorgeschritten das Geschäftsmodell digitalisiert ist. Denn große Plattformen mit entsprechender Infrastruktur lassen sich nicht von heute auf morgen entwickeln und sind auch nicht für alle Unternehmen erstrebenswert. Das Bereitstellen digitaler Produkte und eine erweiterte Kundenkommunikation durch Online-Marketing, quasi die erste Entwicklungsstufe, ist hingegen relativ einfach umzusetzen und für nahezu jedes Unternehmen relevant. Denn nur so haben sie überhaupt eine Chance im Kampf um die digitale Aufmerksamkeit von ihrer Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Hierzu sind keine großen Investitionen erforderlich, sondern lediglich eine gute Strategie, etwas Zeit und Kreativität.

 

Grundsätzlich stehen dabei heute immer die Kundenbedürfnisse im Vordergrund. Welche Probleme lassen sich für den Kunden lösen? Wie werden seine Wege kürzer? Welche Angebote und Zugänge sind für ihn von hoher Relevanz? Und vor allem: Welche Daten und Kommunikationswege können mir diese Fragen beantworten? Hier sind sowohl kleine als auch große Unternehmen gefragt, das eigene Geschäftsmodell zu überprüfen und vor diesem Hintergrund weiterzuentwickeln. Oft ist bereits mehr Know-How und Innovationskraft in der Nähe, als den Unternehmen bewusst ist. Wenn nicht direkt im Unternehmen, dann auf der Basis von Partnerschaften, Netzwerken und gezielten Projekten. Entscheidend ist jedoch, dass die Notwendigkeit des Wandels nicht nur erkannt, sondern das dieser entschlossen angegangen wird. Das verlangt Agilität, Lernfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Mut.

 

Die „Always-On“ Kultur hat zu einem Paradigmenwechsel im Markt geführt. Der Kunde von heute ist bestens informiert und hat hohe Erwartungen. Über Social Media, Vergleichsportale und andere Informationsquellen, findet ein reger Austausch statt, der dazu führt, dass Kunden ihre Produkte und Leistungen jederzeit abrufen können, diese günstig und von hoher Qualität sind und das Kunden sie möglichst sofort oder zumindest innerhalb der nächsten 24 Stunden erhalten. Nie hatten Kunden einen so großen Einfluss auf das Marktangebot und auf die Aufmerksamkeit der Anbieter. Allerdings besteht hier auch die Chance für Unternehmen neue Nischen zu entdecken, neue Ideen zu entwickeln und auf der Basis der heutigen technischen Möglichkeiten die eigenen Kernkompetenzen auf die Kundenbedürfnisse neu auszurichten.

 

Datenhoheit und Skalierbarkeit

 

Die grundsätzlichen Fragen, die ein Geschäftsmodell beschreiben, bleiben im digitalen Zeitalter bestehen: Was ist mein Angebot und an wen richtet es sich? Wie wird die Leistung erbracht und wie kommuniziere ich mit Kunden? Wie wird der Umsatz genau generiert? Im Unterschied zu „klassischen“ Geschäftsmodellen kommt nun hinzu, dass die einzelnen Bereiche auf der Basis von Daten funktionieren und Daten erzeugen, die gesammelt, verarbeitet und analysiert werden können. Der große Vorteil besteht darin, dass so Prozesse optimal aufeinander abgestimmt und automatisiert werden können. Hinzu kommen wichtige Informationen, die über Kundendaten gewonnen werden und welche genau darüber Auskunft geben können, was funktioniert und was nicht. Auf diese Weise können Angebote effektiv weiterentwickelt werden.

 

Durch eine kreative Positionierung und vor allem durch die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells, können neue Wachstumsfelder erschlossen werden. Besonders webbasierte Geschäftsideen lassen sich potentiell hoch skalieren. Hier besteht eine gute Chance, den Umsatz zu steigern, ohne größere Investitionen tätigen zu müssen. Wenn die Website und die Infrastruktur erst einmal vorhanden ist, müssen mit guten Ideen meist nur noch geringe Ressourcen aufgebracht werden. Unternehmen wie Amazon, Google oder Facebook haben vorgemacht, wie man im höchsten Maße Geschäftsmodelle skalieren kann. Aber der positive Skalierungseffekt beginnt bereits, wenn beispielsweise Online-Marketingprozesse automatisiert werden, oder Reichweite und Umsatz durch Affiliate-Marketing erhöht werden.

 

Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle

 

Der digitale Wandel vollzieht sich rasant. Früher haben sich Veränderungen gemächlich und über Jahrzehnte hingezogen, heute geht es so schnell, dass besonders traditionelle Unternehmen nicht hinterherkommen. Die Notwendigkeit zur Neuausrichtung haben viele erkannt, häufig fehlen aber die richtigen Strategien oder der Wille die entsprechenden Ressourcen für einen umfassenden Change-Prozess bereitzustellen und sich darauf, parallel zum laufenden Geschäft, einzulassen. Denn die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist zwar wesentlich, aber eben nur ein Teil des Wandlungsprozess. Besonders in großen Unternehmen stehen nicht weniger als die gesamte Unternehmenskultur, alle Geschäftsprozesse sowie Organisationsstrukturen auf dem Prüfstand. Auch wenn große Unternehmen beispielsweise kreative Töchter gründen oder mit Startups kooperieren, müssen sie dennoch genauso agil werden und mindestens über entsprechende Schnittstellen verfügen, damit eine Kooperation überhaupt gelingen kann.

 

Durch die immer kürzer werdenden Zyklen bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen, besteht die größte Herausforderung darin, dass Unternehmen sich öffnen müssen, um lern- und anpassungsfähig zu werden. Es geht darum, das Unternehmen und das Geschäftsmodell immer wieder zu hinterfragen und anzupassen. Umso besser die Vorraussetzungen im Unternehmen sind, umso höher ist die Innovationskraft. Hier spielen Faktoren eine Rolle, die sich unter Begriffen wie Lean Startup und New Work wiederfinden.

 

Kreative Ideen brauchen kreative Köpfe. Diese arbeiten gerne in flexiblen Organisationsstrukturen mit flachen Hierarchien. Hinzu kommen Digital Leader die nicht nur führen, sondern auch moderieren, vernetzen, organisieren und sich einfühlen können. Über kreative Denkansätze wie Design Thinking und projektiertes Teamplay kann die Innovationskraft zusätzlich gesteigert werden. Wenn es Unternehmen gelingt, dass sich ihre Mitarbeiter im Unternehmen wohlfühlen und sich auf der Basis gemeinsamer Werte mit dem Unternehmen identifizieren können, sind sie hochmotiviert, bereit zur Eigenverantwortung und vor allem in der Lage spannende und gewinnbringende Ideen zu entwickeln.

 

Diesen Beitrag sowie weitere exklusive Inhalte findest du übrigens in unserem  Next Level - White Paper: “Die Wahrheit über digitale Produkte und Geschäftsmodelle”

 

 

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