Personal Branding ist längst kein Seltenheitsphänomen mehr. Was als Selbstinszenierung der Hollywoodstars begann und dann auf die Freelancer dieser Welt überging, ist heute etwas, von dem selbst Mitarbeiter in einem durchschnittlichen Unternehmen profitieren können - wenn es richtig eingesetzt wird.

Sich erfolgreich ins richtige Licht zu rücken hat viel mit der eigenen Persönlichkeit, mit ehrlicher Reflexion und Self Development zu tun. Viel mehr, als so mancher Marketing Stratege denkt.

Falsch angewendet wirkt Personal Branding jedoch schnell flach und egozentrisch. Dies kann einen Ruf sogar zerstören, statt beruflichen Erfolg zu bringen.

Warum jeder einzelne von uns dennoch von Personal Branding profitieren kann und was du beim Personal Branding dringend vermeiden solltest erfährst du hier.

 

Personal Branding für Jedermann?

 

Für einige Berufsgruppen ist eine gewisse Form der Selbstinszenierung und des Selbstmarketings sicherlich auch heute noch wichtiger, als für andere. Künstler, Performer und Selbstständige sind auf Aufträge angewiesen und müssen aktiv gefunden werden. Das heißt, wenn sie nicht sichtbar sind, haben sie keine Arbeit. Wenn sie sichtbar sind, jedoch eine schlechte Reputation haben, werden sie ebenfalls nicht gebucht werden, haben also wieder keine Arbeit. 
Hier ist also eine aktive Beteiligung erforderlich, um nicht nur sichtbar, sondern vor allem sichtbar im positiven Sinne zu werden. Und dauerhaft zu bleiben.

Doch auch für Angestellte kann ein Personal Branding viele Vorteile haben. Beförderungen, Gehaltserhöhungen, Erfolg im Beruf sind nur einige Dinge, die positiv vom Personal Branding beeinflusst werden können. Angefangen beim Einstellungsgespräch und bei der Bewerbung für einen Job, bis hin zur Aufgabenverteilung im Büro. Dies alles sind Dinge, die du in der Hand hast, wenn du dich gekonnt ins richtige Licht setzt.

 

Sympathischer Expertenstatus statt Egoschiene

 

Und das richtige Licht, das gilt es erst einmal zu finden. Sehr schnell kann Selbstinszenierung nämlich arrogant und egozentrisch wirken. Du musst beim Personal Branding deine Vorzüge und dein Fachwissen herausstellen und deine Stärken sichtbar machen. Damit dies nicht angeberisch wirkt, gibt es einige Tricks und Kniffe, die es Dir ermöglichen, zu glänzen, ohne zu prahlen.

Sympathie ist hierbei ein wichtiger Faktor, ebenso wie Ehrlichkeit. Und zwar Dir selbst und anderen gegenüber. Bleibe bei der Wahrheit und stelle sicher, dass du alles, womit du wirbst auch faktisch belegen kannst. Sei hilfsbereit statt überheblich und pflege Kontakte, die du einmal geknüpft hast. Diese kleinen aber feinen Charakterzüge machen bereits einen riesen Unterschied darin, wie dich Menschen sehen.

 

Ein negativer Eindruck hat mehr Einfluss als ein positiver

 

Und dies ist extrem wichtig. Ein falscher Ruf ist nämlich gar nicht so einfach aus der Welt zu schaffen, wenn du ihn einmal hast. Tatsächlich hat der amerikanische Buzz-Experte und Autor Jerry R. Wilson branchenübergreifend getestet und dabei herausgefunden, dass negative Erlebnisse 11x öfter verbreitet werden als positive. Ein positives Erlebnis wurde nach seinen Studien durchschnittlich 3x geteilt, ein negatives Erlebnis jedoch 33x. Du kannst dir also vorstellen, wie schnell sich ein negativer Ruf verbreitet und dir all deine Arbeit zunichte macht, wenn du dein Personal Branding falsch angehst. Man spricht hier scherzhaft von der Googlability einer Person - also was Google über eine Person zu sagen hat und ob es sie glaubwürdiger macht oder unglaubwürdiger.

Du möchtest natürlich als beliebter Experte und Marktführer in deinem Gebiet gesehen werden, auf den Menschen und Kunden zukommen, um fachlichen Rat zu bekommen, denn dies bringt Aufträge und Aufstiegschancen mit sich.

Doch wie kannst du dich selbst bewerben, ohne die negativen Folgen fürchten zu müssen?

Hier kommen 10 Dinge, die oft falsch gemacht werden, die es aber beim Personal Branding unbedingt zu vermeiden gilt und wie du es besser machst:

 

1. Unklare Positionierung

Der Anfang eines Personal Brandings ist immer eine klare Positionierung. Du musst wissen, was du willst und wofür du stehst. Wie sollen es sonst andere wissen? Konfliktscheue Menschen müssen hier über ihren eigenen Schatten springen. Kompromisse sind generell nichts Schlechtes aber im Falle der Positionierung solltest du von vornherein eine klare Aussage haben, von der aus du dann Kompromisse eingehen kannst. Je besser du selbst weißt, was dir wichtig ist und wofür du als Marke stehst, desto klarer werden dies auch die Kunden sehen.

 

2. Kein Interesse an Feedback

Eine klare Positionierung heißt jedoch nicht, dass du kein Feedback annehmen solltest. Deine Kunden und die Marktführer in deiner Branche sagen nichts ohne Grund und wer sich vor Feedback versperrt, der kann sich auch nicht verbessern. Ein offenes Ohr für Feedback und die Bereitschaft, sich zu verbessern und an sich zu arbeiten zeigt keine Schwäche, sondern im Gegenteil innere Stärke und die Fähigkeit, lernfähig und selbstbewusst mit Challenges umzugehen.

 

3. Ego-Trip

Ja, es geht um dich als Marke. Vor allem aber geht es darum, was du Menschen bieten kannst, was ihnen weiterhilft. Dich selbst in den Vordergrund zu spielen, wirkt schnell egozentrisch und lässt Kunden abspringen. Wenn du jemandem bei der Lösung eines Problem hilfst, sollte es um dieses Problem gehen, nicht darum, dass du es löst.

Lasse Taten und Kunden für dich sprechen, statt dich selbst zu loben.

 

4. Die Kanäle passen nicht zur Zielgruppe

Du postest und schreibst für deine Zielgruppe, nicht für dich selbst. Wenn du also feststellst, dass deine Zielgruppe einen anderen Kanal bevorzugt als du, solltest du wechseln und nicht von deinen Kunden erwarten, zu dir zu kommen.

 

5. Beziehungen aufbauen und dann vergessen

Networking ist gut. Viel wichtiger, als Kontakte zu knüpfen ist jedoch, sie auch langfristig zu pflegen. Wer einen Kontakt aus egoistischen Motiven knüpft (“Dieser Influencer kann mir eine Empfehlung schreiben!”) und ihn dann ignoriert oder vergisst, wirkt schnell arrogant und unsympathisch. Niemand wird gerne ausgenutzt und fallen gelassen.

Setze stattdessen auf langfristige Kooperationen und gegenseitige Hilfe.

 

6. Hilfe annehmen aber nicht zurückgeben

Daran anschließend folgt eine Balance in Geschäftsbeziehungen. Egal ob Influencer oder Kunde, bevor Du nimmst, solltest Du geben. Dies wird in vielen Fällen andere dazu motivieren, Dir etwas zurückzugeben. Erwarte dies jedoch nicht. Nimm es an, wenn es kommt, gebe jedoch nicht nur, weil du etwas zurück möchtest. Gebe, weil du geben kannst. Eine freie Probestunde oder eine gute Bewertung, zeige, dass du ein offener und großzügiger Mensch bist. Zu diesen kommt meist auch etwas zurück und wenn es “nur” eine positive Erwähnung ist.

Letzten Endes kreiert genau diese Haltung ein positives Image, das langfristig genau den positiven Ruf im Netz bedingt, den du dir für ein gelungenes Personal Branding wünschst.

 

7. Konkurrenten statt Verbündete

Wenn Kollegen dich als Konkurrenten sehen, kann dies bedeuten, dass sie dich fürchten, weil du besser bist als sie. Es kann jedoch genauso bedeuten, dass du deine Ellenbogen etwas zu oft eingesetzt hast. In beiden Fällen wird dir im Zweifelsfall keiner zur Seite stehen. Niemand wird in einer Abstimmung für dich voten oder dich bei einem Problem unterstützen. Besser ist es, ein freundschaftliches und ebenbürtiges Verhältnis zu Kollegen und sogar Konkurrenten zu pflegen. Gegenseitige Empfehlungen und gegenseitiger Respekt sind der Schlüssel zu einer angesehenen Führungsposition. Ein guter Leader herrscht nicht, er bekommt seine Autorität von echter Qualität und wird daher von anderen bewundert.

 

8. Hochstapeln

Einer der wichtigsten Punkte für eine Reputation: Glaubwürdigkeit. Wer hochstapelt und unehrlich ist, wird in der Online-Welt früher oder später auffliegen. Hochstapeln lohnt sich nicht. Lieber mit kleineren Fakten glänzen, die sich dafür belegen lassen.

 

9. Reden statt Tun

Wer immer nur redet und anderer Leute Arbeit schlecht macht, selbst jedoch nichts vorzuweisen hat, verliert ebenfalls sofort an Glaubwürdigkeit. Besser: Kollegen loben, eigene Erfolge und zufriedene Kunden für sich sprechen lassen, statt große Dinge anzukündigen. Dies gilt auch für das Teilen von Beiträgen. Teilen an sich ist gut, wenn du dich jedoch dazu nicht positionierst, kannst du es auch lassen. Tue alles, was du tust mit Blick auf den entstehenden Mehrwert für deine Kollegen und Kunden.

 

10. Deinen Erfolg über deine Arbeit stellen

Du hast einen Erfolg erzielst und möchtest diesen teilen auch wenn dein Kunde dich um Verschwiegenheit gebeten hat? No Go! Vertrauen ist das A und O in Geschäftsbeziehungen. Setzt du dieses auf’s Spiel, um zu glänzen, hast du dir sofort einen schlechten Ruf eingehandelt, deine Glaubwürdigkeit auf’s Spiel gesetzt und da auch andere den Braten riechen werden hast du vermutlich noch nicht einmal die positive Reaktion, die du erzielen wolltest bekommen. Finger weg. Ehrliche Arbeit, die auf Werten beruht geht immer (!) vor Prahlerei. 
Wenn du gut bist, in dem was du tust, wird das gute Feedback von ganz alleine kommen und wenn dies nicht der Fall ist, solltest du deine Arbeitsweise verbessern, nicht (nur) deinen Social Media Kanal.

 

Glaube an dich

Zu guter Letzt: Selbstdarstellung ist in Ordnung, solange du ehrlich mit dir selbst bleibst, deine wahren Stärken zeigst, statt übermäßig zu prahlen und du darüber hinaus nicht vergisst, was dein eigentliches Ziel ist: Eine gute Arbeit zu leisten.

Wer gut arbeitet und ein Experte ist, wird gutes Feedback bekommen. Dieses Feedback ist deine beste Werbung und es ist absolut erlaubt, an dich selbst und deine Talente zu glauben und dieses Feedback für deinen Bekanntheitsgrad zu nutzen.

Wenn du dies tust, ohne dabei die 10 oben genannten Fehler zu machen, wirst du schon bald eine echte Größe in der Online-Welt deines Fachbereiches sein und Kunden und Arbeitgeber werden sich darum reißen, mit dir zu arbeiten.

 

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